Fünfte Abtheilung
Mindischer
Geschichte,
Darinnen kürtzlich erzehlet wird,
Was sich
Unter der Regierung sechs
Bischöffe und des Chur-Hauses Brandenburg,
vom Jahr 1554. bis 1713.
Im Stifft Minden,
merckwürdiges zugetragen,
Aus
beglaubten Nachrichten
zusammen gebracht:
Nebst
Dreyen zur Mindischen Historie die-
nenden Monumentis,
H.A.Meinders
quondam ICti Ravensbergensis
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MJNDEN, 1748.
Druckts
und verlegts Johann Augustin Enax
Hinweis:
Freie
Übersetzung. Die Redewendungen (Zeitgeist), sowie die
zeitgenössischen
Ausdrücke im Text wurden bewusst beibehalten.
Rolf Willmanns, Untere Gürle 1, CH
3236 Gampelen
Anno Domini 2009
Geehrter Leser!
Obgleich der Verfasser der Mindischen Geschichte den
Vorsatz gehabt,
solche in Piecen von wenigen Bogen succesive
mitzuteilen
so hat er doch solches auf Verlangen verschiedener
Liebhaber der Historie
dieses Landes ändern müssen.
In dieser fünften Abteilung ist also alles dasjenige
enthalten
was sich merkwürdiges in dem Stift und jetzo säkularisierten
Fürstentum Minden,
bis auf das Absterben Königs Friederich des Ersten
zugetragen hat.
Der Verfasser hat alles nach Möglichkeit kürzlich erzählt
um des Lesers Geduld nicht zu missbrauchen,
zumal ohnehin teils Geschichte durch die bereits zum
Druck beförderte
Sammlung der Mindischen Landes-Verträge,
wovon die Fortsetzung gleichfalls nächstens erfolgen
soll
ziemlich erläutert werden.
Der Verfasser ist nicht abgeneigt, sofern es
erfordert wird,
diese Geschichte weitläufiger zu deduciren
und dem geehrten Leser derselben auch einstmals zu
eröffnen,
was in diesem Lande unter der höchst-rühmlichen
Regierung
des nunmehr in GOTT ruhenden Königs
Friederich Wilhelms Majestät vorgegangen;
denn, da dessen Verehrungswürdige Anstalten,
Ordnungen, Einrichtungen,
vor andern eine umständlichere Beschreibung
meritieren,
weil des Landes Wohlfahrt dadurch auf alle nur
erdenkliche
Weise befördert worden, so ist auch desto nötiger,
dazu eine besondere Abteilung zu widmen.
Minden, am 24. März 1748
Der Verfasser.