|
Ein weiterer Bericht von Rolf Willmanns aus Gampelen (aus der Schweiz), der seine Vorfahren hier in Amshausen suchte...und auch fündig wurde. Sollte sich jemand dafür besonders interessieren, schreibt ihm einfach eine Mail --> er würde sich darüber sehr freuen!
Das Urbar der Grafschaft Ravensberg von 1556 / Band 1 Abgabepflichtige Höfe und Kotten in den Bauernschaften der Vogtey Halle Quellenangabe: Der Urbar der Grafschaft Ravensberg, Aschendorff Verlag Uebersicht: Amt Ravensberg
Personen (unvollständig) Wilhelm, Herzog von Jülich,
Cleve + Berg, Graf zur Marck und Ravensberg, Herr zu Ravenstein (gent. Myn
Gnediger Furst und Her) Herman Huissman (1583) Undervogt von Herzog Wilhelm Henrich Gisen, Renthemeister Haus Ravensberg kam 1510
durch Heirat an die Herzöge von Cleve und Berg Heinrich von Korff gent. Schmiesing
(Smysinck) verheiratet mit Elsken von Hoberg, Erbin des Wasserschlosses
Tatenhausen. Johann Lodwich (1528) ist Smysincks Diener Steinhuiss und Hinrich
Smysinck sind die 2 Erfexen von Herzog Wilhelm Herman Welman (Vorgänger von
Kerckman?) Vogt zu Halle gent. 1535 Kerckman Herman (1681) Vogt zu Halle Segewin Lodewich (1680) Freigraf und Gograf zu Versmold
und Buyr. Schwager von Kerckman Herman Gercken Teppen (1737) Undervogt Peter Otto (1729) Undervogt Lunynck von Aspelkamp,
Drost, Amtmann Herman Schneker (1491) Hauptamtlicher Briefträger Johann Vortman (1497) Briefbote von Ravensberg nach
Sparrenberg Johann Spiegell, Erbmarschall zu Paderborn Wilhelm Steinhauss, Erbe des Ritterschlosses zu Steinhausen Lubbert (dem) die Wende, Ritter Johan Eickram Wwe (1647)
gibt dem Kaplan auf Ravensberg nach ihrem Tode das oberste Kleid Soedtbreidt (1503)
bearbeitet Pastor Heinrich Fonnerus Stockdieks Gut Johan Kore jun. (1627) ist
Fussknecht bei Graf Johan von Schawenburg Johan Hiltermann, Beneficiat und Vikar im Dom zu Osenbrug (Osnabrück) Nach altem Brauch in
Ravensberg wurde eine Hofübernahme durch den jüngsten ehelichen Sohn, wenn er
fehlt, durch die jüngste eheliche Tochter gewährleistet. FRY WIBBELDT UND BURCHAFFT ZUR HALL (Wigbold und Bauernschaft Halle) 1491.
Herman Schneker ist frei sambt (wiff und) kindt und gifft Mynem Gnedigen Hern gein
jairliche schuld sondern zu (wortgeld) 1 herrenschilling van seiner huisss
(statt und) garten, darinnen er woint. Der gard ist so groiss, das man darin
(nit mehe dan) 6 becher henffsaems insehen mach. (Hait) noch etliche khuell.
Noch van derselven huissstadt und garten 4 (herrenschilling). Ist nit verplicht
mit diensten dan mit dem brieffdregerdienst bynnen dem ampt Ravenssberg. Thut
am huiss 2 diensten im herbst mit zwingen ader sunst. Ist auch sunst nemantz
anders verplicht. An marckete thoschlege: er hait in der Hallessche marck einen
zuschlag ein wissche, davan er jairs, wan das heuw woll geriedt, krigt
ungeferlich 2 foers heuwes; sall nit halten 1 ½ morgen, davan er jairs gifft 1
schilling 6 pennynck. 1492.
Die Schmedissche mit iren kindern ist Mynem Gnedigen Hern eigen.
Gifft nit in jairlichen diensten weder an geld noch in fruchten dan allein mit
2 diensten mit vlass swungen und anders uff das huiss Ravenssberg im herbst. Im
brieff dregen moiss sie sich halten wie andere. Gifft der kirchen zu Hall ½
goltgulden van irem garten, und dem wibbelt van der huissstadt 6 pennyng. Hait
nichts uss den marcken. 1493.
Steffan Pieck gehoerdt den Steinhuisseren und ist nit erschienen. (Hat gar nichtz van
Meinem Gnedigen Hern). 1494.
Gleichfals
Jasper Schonmecher, welcher Smysinck
zugehoret, (gibt Meinem Gnedigen Hern 1 kortlingk zu holtgelt). 1495.
Wilhelm Mulner ist fry, thut allein die wibbelde dienst. 1496.
Berndt Langenberg gehoret den Steinhuisseren. 1497.
Johan Vortman ist nit erschienen, gehoerdt Smysinck, thut gleiche woll wibbeler
dienst. Wibbelerdienst sein die 2 mall (uff das) huiss des jairs im herbst, und
brieff dregen, wan das an inen khompt, van Ravenssberg zu Sparrenberg. (Gibt
Meinem Gnedigen Hern zw holtgelde 1 mergengroschen und wan mast ist ein
holtschwein). 1498.
Berndt the Welcker ist doit und ist fry, thutt allein die gewonliche
wibboltedienst. 1499.
Johan Laickebrinck ist eigen mit wyff und kindt, thut allein die
wibbeltedienst und hefft Mein Gnediger Her die besaet, erffdeilung und infurt. 1500.
Heinrich Struiff (Steuiff) ist doit, die frauw ist fry, thutt nichts mehe dan
wibbeldedienst. Hait ein wisch in der Hallischer (Holscher) marck, davan sie,
wan das heuw woll geriedt, irgents 1 ader 2 foder heuwes krigt, gifft davan 1
schilling und in die kirchen ½ punt wass. Hait sunst nuist und ist kirchengutt
daruff sie sitzt. 1501.
Johan Hoecker und sein huissfrauw Cathryn sein beide fry und sitzen uff der kirchen
van der Hallen gutt. Hait nichts van Mynem Gnedigen Hern. Thutt allein
wibbeldienst. 1502.
Heinrich Ripschleger khompt den Steinhuisseren zu. Hait nichts van Mynem
Gnedigen Hern wie der vaigt van Halle angegeven. 1503.
Soedtbreit (Soetbroet) ist mit wyff und (kinder frei, sitzet) uff des
pastors gudt. Thut allein wibbeldienst. Hait einen zuschlag ein wisch in (der
Hallischer marckte) daruss er ungeferlich haven kh(an 2 fuder) heuwes. Gifft 1
½ herrenschilling) 1504.
Johan Knoup ist Steinhuiss eigen, thut (geinen) dienst. 1505.
Johan (Pohel alias Schluter alias Tribbe) ist mit wiff und kindt fry,
hait nichts van Mynem Gnedigen Hern dan allein eine marcketewisch, davan er
jairlichs gifft 4 herrenschilling, daruss er, wan das heuw woll geriedt, 3 ader
4 foder heuwes krigt. Dient einen wibbeldienst, dan er nur die helffschedt vam
huiss hait und sein nachpar Joist Custer die ander helfft, der auch den anderen
dienst thut. Syne lendery khompt der kirchen zu. 1506.
Joist Custers ist fry, sitz uff seinem fryen gudt, welchs der kirchen zukhompt. Hait
nichts van Mynem Gnedigen Hern. Thut nur einen dienst, dweil er die ander
helffscheidt des huiss hait, wie vur mit Johannen Poell vermeldt. 1507.
Die Wandtscherressche (Wandtschneidersche) ist eigen und ire kynder,
thut allein gewonliche wibbeldtdienst aver sunst hait er nichts van Mynem
Gnedigen Hern. 1508.
Jurgen Dalkhoeter ist fry mit wiff und kinder und gifft Mynem Gnedigen
Hern jairlichs 3 herrenschilling van einem kamp, den er bekhomen van syner
huissfrawen vader und ist van 3 scepell saet, sands grondts. Hait noch ein
marckhetewisch, davan er jairlichs gifft 6 herrenschilling 6 pennynck. Krigt
daruss, wan das heuw woll geriedt, 4 foder heuwes. Gifft aver sunst nichts
mehe. Gifft in die kirchen zur Hallen 1 1/2 punt wass. 1509.
Von (...man in der Halle) sambt wiff und kindern ist fry. Hait eine
huissstadt und einen garden darzu, davan er jairlichs gifft 12 schilling und 6
pennynck zu wortgeld; hait marckenwissch so vill, das er gifft 6
herrenschilling nemlich zwa platzer so groisss, das 6 wagen heuwes daruff
wachssen. Thutt gewonliche wibbelddiensten. Gifft noch 6 pennynck wortgeldt. -
Nota, zeigt an, das der Dhalkhoeter gutt und das seine furmals ein gut
gewest und das des Dhalkhotters gutt fry verkofft und die jairgulden uff dem
synen stain bliven. 1510.
Evert Schroeder ader Koelkenbeck sambt wiff und kinder sein fry. Geven vam
huiss, koten und garden, darinne er 1/2
schepel heffsaems sehen khan, 6 herrenschilling und 6 pennynck zu wortgeldt.
Noch hait er einen kamp van der kirchen. Thut wibbeldienst gleich anderen.
Gifft sunst nuist mehe. 1511.
Sandtman sambt wiff und (kindt ist fry). Gifft Mynem Gnedigen Hern van seiner
(huissstedt) und garden 6 herrenschilling. Der gard sall ungeferlich sein (van
einem schepel) saet. Hait ein marckewissch, davan (er gibt 2) herrenschilling
(NB: diese wisch hat vorhin Johannes Künsemöller ietzo Dangberg zu Oldendorff
gekaufft, der auch die 2 herrenschilling bezahlt). Thut wibbeldienst gleich anderen.
Hait noch etlich kirchenlandt, davan (er) der kirchen jairlichs geven moiss. 1512.
Herman Kley ist sambt wiff und kindt fry. Gifft van einer marcketewisch 1 1/2
schilling; ist so groiss, wan das heuw woll geriedt, krigt er daruss 2 foeren.
Hait einen kamp van 2 1/2 schepelseet in der marcken, davan er gifft Mynem
Gnedigen Hern den tegeden. Thut die wibbeldiensten gleich anderen. 1513.
Heinrich Schmidt ist disser gestalt fry, das er ist khommen uff ein
fry hoffstedt, dar dannoch furhin ein eigen gewoint. Und wan er stirfft, hait
Mein Gnediger Her die erffdeillung, doch nit dat hergeweide und Mein Gnediger
Her hait nichts dan den wibbeldedienst. Was er sunst hait, ist sein fry gudt.
Der alde meyer ist Heinrich Schmidts hussfrauwen vader. 1514.
Johan Muirman wohhafftig zu Hosswinckell, khompt Mynem Gnedigen Hern mit wiff und
kindt eigen zu und woint uff der Rubvort. Hait Mein Gnediger Her die besaet,
erffdeillung und infart. Gifft van seiner huissstedt 2 schilling herrengeldts.
Gehoret gein gard noch nichts darzu. Gifft er und die ander 2 zu Haesswinckel
van der marcketwisch 5 goltgulden, ist so groiss, das, wannehe das heuw woll
geriedt, 5 foder heuwes uff wassen konnen. -
Nota, hait dem drosten Aldenboickem 12 daler gegeven fur winkouff.
Moiss dienen an das huiss zu Sassenberg alle jairs 6 dage. Gifft 1 hoin zu
Sassenberg, 1 dem pastor, dem Hoercoten 1, und im dritten jair noch 2 darzu.
Weiss nit anders dan das die marckewiess ime und den anderen beiden fur den
pacht verlassen. Bruich der gemeinden gleich den anderen zu Hosswinckell. 1515.
(Evert zur) Lindthorst (oder Schulte) zu Hoesswinckel (auff der
Garten w) ort (Meinem Gnedigen Herrn eigen). Gifft van seiner (hoffstadt da)
selbst und einen garten (3 herrenschilling). Sagt sunst allenthalben (wie der
vori) ger 1516.
(Johann Hile tho Hosswinckel uff der (Halschewor)t ist auch mit wiff und (kindt
eygen). Gifft van seiner huiss(stede und g)arden, dar man irgentz 5 spindt
(korn) insehen khan 6 herrenschilling. (Sagt a)uch sunst wie die 2 vorige. 1517.
Johan Polman (Palman) (alias Everhart Kremer) ist sambt wiff und kindt
fry, hait geine lendery dan allein ein marcketewissch irgents van 3 foder
heuwes. Davan gifft er 3 schilling. Gifft noch van bemelter wissch 1 punt wass
in die kercke. Thut die wibbelediensten gleich anderen. 1518.
Thonius ist nit erschienen. Khompt den Steinhuisseren zu. Thut kheine
wibbeldiensten. Hait auch nichts van Mynem Gnedigen Hern. 1519.
Coert Willinchoff hait nichts van Mynem Gnedigen Hern, sonder ist fry
mit wiff und kinder. Thut allein wibbeldiensten. 1520.
Ludeke Steinbeck ist mit wiff und kindt eigen, gifft nichts Mynem
Gnedigen Hern, thut allein wibbeldiensten. 1521.
Herman Papinck Meins Gnedigen Hern eigen. Gifft van huiss und garten 3
herrenschilling. Ist der gard irgentz von 1/2 schepel saet. Thut
wibbeldiensten. 1522.
Die alde Thonius gehoert den Steinhuisseren. 1523.
Herman Otto (alias Ott) ist eigen mit wiff und kindern. Hait ein
marcketewisch (irgents van dreyen) foder heuwes, davan er gifft (4 schilling). Hait 3 stuck landts van (3
schepel haber), davan krigt Johan Spiegell (den zehenden). Zu den
wibbeldiensten ist er (gleich den andern) verplicht. 1524.
Heinrich Lieffman (Leiffmann) ist mit wiff und (kindt) eigen. Gifft nichts
Mynem Gnedigen Hern und ist auch sunst nemantz verplicht dan Mynem Gnedigen
Hern mit den gemeynen wibbeldiensten. 1525.
Frantz im Gildhuiss ist eigen. Gifft nit dan zu wordgeldt 3 pennynck.
Thut wibbeldiensten. 1526.
Jan Kremerss widtwe ist frei, per informationem perfecti. Thut allein wibbeldienst. 1527.
Wilhelm Bruyninck (Brüinck) ist fry mit wiff und kindt. Gifft van huiss und
garten, darin man schier ein schepel roggen insehen khan, 3 schilling, und vam
wortgeldt 3 pennynck. Thut die gewonliche wibbeldiensten. Gifft jairlichs 1
hoen. 1528.
Johan Lodwich, Smisings diener, ist mit wiff und kindt frey.Hait gein lendery dan
allein ein garten, ist kirchengutt, und ein marcketewissch irgentz van 3 foder
heuwes. Thut 3 schilling. Thut wibbeldienst. 1529.
Merten Mulner ist fry mit wiff und kinder. Hait nit dan ein mercketekhamp van 1
schepel saet. Gifft jairs davan den tegeden uff das huiss Ravenssberg. Noch van
einer marckete (wissch) 2 schilling, ist auch irgentz van 2 foder heuwes. Thut
die wibbeldiensten. 1530.
Johan Gotschalck ist fry mit wiff und kindt und hait auch nichts van
Mynem Gnedigen Hern. Thut wibbeldiensten. 1531.
Der Custer ist nit erschienen. Hait auch nichts van Mynem Gnedigen Hern. 1532.
Bernt Drost ist mit wiff und kindt
eigen. Hait nichts dan ein marcketewissch. Gifft davan 1 schilling. Thut die
wibbeldiensten. ("den 8. Marty (15) 67 hat Berndt Drost von Ihr
Furstlichen Gnade laut beiliggender Copei die Freiheit vor sich, seine Fraw und
Kinder erhalten, gibt davor jährlich 8 1/2 Mariengroschen und ein Huen, und so
offt ein newer Besitzer darauff kombt 1 goltgulden." Der Text des
Freibriefes lautet: Von Gottes Gnaden Wir Wilhelm, Hertzog zu Gülich, Cleve und
Berge, Grave zu der Marck und Ravenssberg, Herr zu Ravenstein etc Thun kundt,
dass Wir Bernhardten Drosten und Elsen, Eheleuthen, beide Unsre leibeigene
Persohnen und Inhabere Unsers Kotten binnen der Halle, zwischen dem Köster und
Henrich Dücker in Unsere Graffschafft Ravenssberg gelegen, sambt ihren Kindern
dess Eigenthumbs, damit sie Uns verhafft, gnediglich erlassen, derogestalt,
dass sie und ihre Nachkommlingen nun hinfürter freye Leuthe sein und freier
Leuthe Recht und Gerechtigkeit brauchen und geniessen, auch in solcher Freyheit
bei vorgedachtem Unserm Kotten erblich verpleiben und dagegen Unss, Unsern
Erben und Nachkommen, Graffen zu Ravenssberg, alle Jahr zwischen Michaelis und
Martini fur eine erbliche Pacht neuntenhalb Mariengroschen und ein Huen und in
stat der Erbtheilung und Einfuhrt, deren Wir sie hiemit gefreyet, und zu
erblicher Urkundt Unser ihnen beschehener Begnadung jederzeit, so offt durch
Verstorbnuss oder sonst auff solchen Kotten ein newer Besitzer oder
Besitzersche kommen wird, einen Goltgülden oder die Gewehrde dafür einmal geben
und verrichten sollen, jedoch Unss und Unsern Erben bei vorgemelten Eheleuthen,
ihren Kindern und Nachkommen die gewöhnliche Dienste, damit sie Unss nach altem
Herkommen verhafft, in allewege furbehalten, mit auch diesem Anhangk, dass
vorgerürte Eheleuthe und ihre Nachkommen gemelten Kotten und dessen Zugehör nit
verreissen oder vertheilen und das jederzeit nach altem Herkommen und Gebrauch
berürter Unser Graffschaft Ravenssberg der jüngster ehelicher Sohn, und wohe
kein Sohn vorhanden die jüngste eheliche Tochter, dabei verpleiben und die
andere Kindere mit einer mässiger Erkantnuss darvon abgestewret, dass auch zu
den ewigen Tagen zu auff solchen Kotten keine eigene Leuthe gestattet oder
auffgenohmen werden sollen, und solchs alles bei Straff und Poen, dieserhalb
durch Unser Ghogericht zu Bylefelt auffgerichten und versiegelten Reversbrieff
einverleibt, urkundt Unssers hierauff getrückten Secret Siegels. Geben zu
Düsseldorff im Jahr Unser Herrn tausentfünfhundertsieben und sechzig, am achten
Tag des Monats Marty. Auss Befelch hochermelts Meines Gnedigen Fürsten und Herrn
Hertzogen etc. Orssbeck sst (subscripsit). Herman von
Rintelen mpr (manu propia). 1533.
Heinrich Duicker ist frei mit wiff und kindt. Thut allein
wibbeldienst. 1534.
Anna Sandtman ist nit erschienen. Hait auch nichts van Mynem Gnedigen Hern. 1535.
Heinrich Nigeschroder ist mit syner frauwen und kindern frei. Thut allein
die wibbeldiensten. 1536.
Johan Luloff ist eigen Gerharten Steinhuss zur Nedermullen. Hait ein marcketewissch
irgentz van 1 foder heuwes. Gifft darvan 1 schilling. 1537.
Segewin Schoinmecher ist mit wyff und kinder eigen. Hait aver ein frye
platz gegolden, daruff er woint. Sein eldeste shon ist fry gekoufft van der
Negelscher, ehe die frauw an Mynen Gnedigen Hern khommen. Gifft Mynem Gnedigen
Hern jairlichs 4 herrenschillingk van bestimpter hoffstadt. Thut
wibbeldediensten gleich anderen. 1538.
Honhart ist Philips Steinhuiss eigen. Hefft van Mynem Gnedigen Hern huissstedt
und garten, darinen er ungeferlich 1 schepel roggen sehen khan und gifft Mynem
Gnedigen Hern davan 4 par hoener und 1 herrenschilling. 1539.
Griet Trippenmechers ist Meins Gnedigen Hern eigen. Gifft van huiss und
garten 3 schilling 6 pennynck wortgeldts. Der gardt ist ungeferlich van 1/2
schepel saet. Hait eine wissche ungeferlich van 2 foder heuwes, davan gifft er
auch 2 schilling, noch vam bestimpten huiss 4 honer. Thut wibbeldiensten gleich
anderen. 1540.
Johan Hoecker ist sampt wiff und kindt eigen. Van huiss und hoff gifft sie 6
schilling und 2 par hoener, noch 6 pennynck zu wortgeldt, und ist der gard van
1/2 schepel henffsaet. Van einer marcketewissch irgentz van 2 foder heuwes 2
schilling, noch 1 punt was in die kercke und 1/2 punt dem wibbel. Thut die
wibbeldiensten. 1541.
Johan Trippenmecher samt wiff und kindern sein fry, und sein hussfrauw,
wewoll sie uss dem Brockhagen ist, so ist dannoch domals mit ir geerbttheilt,
ehe sie in den wibbel khommen. Gibt Mynem Gnedigen Hern nicht, und dweill er
ein froen ist, thut er auch gein wibbeldiensten. 1542.
Ludeke Struve iss Meins Gnedigen Hern eigen und sein frauw ist doit. Gifft Mynem
Gnedigen Hern jairlichs van syner huissstadt und garten 3 schilling, ist der
gard irgentz van 1/2 schepelsaet, und zu wordtgeld 3 pennynck, und noch van
demselvigen huiss und garten uff sanct Cathrynen lehen zue Hall in der kirchen 1
ort golts. Und gibt Smisinck 1 dienst und 1 par hoener, weiss aver nit, warumb
ader waraff. Gibt noch uff das huiss Ravenssberg 2 par hoener. Wibeldiensten gleich anderen. 1543.
Joist Eggart ist fry sambt wiff und kinder. Gibt van seiner hoffstadt und (einen
sandt kempgen) garten 6 herrenschilling und 1 par hoener, noch 3 pennynck
wordtgeldts. Van seinem kamp, darin man sehen mach 3 schepel roggen, ist aver
sandtlandt, gifft er uff das huiss Ravenssberg den zehenden. Smisinck fordert
van ime 1 hoen, (hat aber nit gegeben 1 hoin), und 1 diensten, weiss aver nit
wavan. Sunst gifft er Mynem Gnedigen Hern nichts. Thut die wibbelldiensten
gleich anderen seins gleichen. 1544. Gerit der Mertersche shon ist fry. Gifft jairs van der huissstedt 4 schilling und zu wortgeldt 3 pennynck. Vam garten gifft er uff sanct Cathrinen lehen 4 1/2 grosschen und uff das huiss Ravenssberg 2 hoener. Beclagt sich auch Smisincks wie die vorige. Wibbeldiensten wie andere. BURSCHAFFT GARTENESCH
(GARTNISCH) -
Nota: Gifft disse burschafft in all zu holtgeldt jarlichs 4
herrenschillinck 1545.
Hardtmann ist eigen der Negelschen uff
der Konigsbruggen, ouch wiff und kindt. Gifft Mynem Hern nicht. Den zehenden
boert Johan Spiegell van seinem lande. Sagt, das er auch van den holtzswynen
fry sei und der nit geeff. Thut auch gar geine diensten. Gifft zu holtzgelde 1
½ meriengroschen. (Kompt man in erfarung, das die Negele zu Koningsb. in
gebruich haben desen Hartmans erb und van den van Aspelkamp bekomen. Dweil dan
hiebevor bei hertzog Johans zeiten hochloblicher gedechtnus etlichen
bevelhabern uferlacht, sich der gelegenheit
zu erkundigen, nachdem es ein gut erb und seiner Furstlichen Gnade zu
losen stae, so stehet hiernach bei hove, anmanung zuthun und uftzusuchen, was
hiebevor hierinnen geschehen). 1546.
Vaegding ist fry sambt wiff und kindt. Huiss und hoff, daruff er sitzt, ist der
kirchen zu Hall gutt. Gifft darvan der kirchen 9 schepel roggen und 9 schepel
gersten. Hait ein marckethewissch irgentz van 3 foeren heuwes und gifft darvan
2 herrenschilling. Wan das wibbeldt zur Halle holtswyn gifft, so gifft er auch
mit. Dienet zu bede fur einen usspan zue saetzeit. Gifft noch uss synem erve zu
sanct Cathrynen lehen 2 schepel roggen
und zu holtgelde 1 ½ grosschen. 1547.
Humpe ist Philips Steinhuiss sambt wyff und kindt eigen. Hait nichts van
Mynem Gnedigen Hern, sonder allein zu vollest den 4 schillingen vurss(reven). -Nota: sagt disser auch, das
er geine holtswyn gebe. Gifft zu holtgelde 4 kortling. 1548.
(Joist) Heidtman, (heelspennig erb), ist sambt wiff und kind mit
huiss und hoff Smysinck eigen. Hait nichts van Mynem Gnedigen Hern. Hait eine
wissch im Kulckebroich irgents van einem foder heuwes, gifft aver nichts davan.
Gifft zu holtgeldt 1 schilling. Den tegeden
krigt Johan Spiegell. -
Nota: sagt auch, das er mit in den Kulckebrock drifft, welchs Meins
Gnedigen Hern ist, aver doch gein swyn geeff. 1549.
Johan Bodemeyer ist Meins Gnedigen Hern eigen mit wiff und kindt. Hait van Seiner
Furtlichen Gnade huiss und hoff und darby ungeferlich sovill lenderyen als fur
6 schepel seet (auss des vogts bericht und besichtigung, anno (15)77 in maio
beschehen, ist 9 scheffelsaat besch(reben), ist aver sendich grondt (marck),
davan er zusamen gifft 1 ort van einen gulden. Darzu gifft er noch Mynem Gnedigen
Hern den zehenden (dafür gibt er 35 groschen). Gifft zu holtgelde 2 kortling
und 1 kleynen pennynck. Hait noch so lange uff synem koten nit gewoint, das er
innche swyn uffgedreven und derwegen auch nit gegeven. -
Nota: wirdt man bericht, das, welche 2 swyn uffdriven, gein geven,
welche 3, geben ein holtswyn, aver die daruber haven, geben auch nit mehe dan
eins biss zu 20 ader 30. Ist noch uff geine diensten gesatzt, sagt aver, das
ime angesagt van 2 diensten. 1550.
Johan uff der Mersch ist fur sein person fry, aver wyff und kinder sambt
huiss und hoff Meins Gnedigen Hern eigen. Hait irgentz einen garden van 1
schepel saet und 2 kleyne kempe zusamen van 4 schepel saet und gifft darvan
jairlichs Mynem Gnedigen Hern ½ gulden und den tegeden. Zu holtzgeld gibt er 2
kortling und ½ pennynck. Thutt jairs 4 lyffdiensten, darfur er gifft, wan er
dinget, 4 schilling. Gifft Mynem Gnedigen Hern holtzswyn, wan mast ist uff dem
Kulckenbroich. 1551.
(Segewin) Poggenwissch ist mit wiff und kinder Smysings eigen, (erbkotter).
Hait marckete landt irgentz by 2 schepel saet gnant uff den Nyen Garten (davan
er ime gifft und auch noch van etlichem lande) und noch ein marckete wissch
irgentz van 2 foder heuwes, gifft zusamen davan bemelten Smysingk 3 ½
schilling. Hait noch einen kamp, gnant uff dem Nyen Lehen, irgentz van 3 ½
schepel seet, sendlich grondt, darvan er Mynem Gnedigen Hern zehenden gifft. -
Nota: die vam adel willen ire luid fry halten, wan sie mit iren vercken
uffdriven. Gifft zu holtgelde 2 kortling und einen kleynen pennynck. 1552.
Koert Schloer ist Gerarts Stein(hui)s mit wiff und kindt eigen, der glichen huiss und
hoff. Hait eine marcketewissch van 2 foder heuwes gnant uff der Haveckhorst,
gifft davan 2 herrenschilling. Sagt das er geine holtswyn gebe. Gifft zum holtgelde
1 ½ grosschen. Den tegeden van synem lande krigt Johan Spiegell. 1553.
Die alde Schloersche ist nit erschienen und khompt Steinhuiss zu, ist ein
lyffzuchterssche des vurss(reven) Koert Schloers gudts. BURSCHAFT HESSELEN (HESSELN) 1554.
Johan Marsschman khompt (uss bericht des vagts zur Halle) dem van
Rennenberg zu und ist desselben eigen. Gifft Mynem Gnedigen Hern (nichts, dan
allein zu) holdtgeld 1 grosschen und van etlicher lenderyen, uff der Hoge
gnant, van drien stucken ungeferlich gifft sie in den Berghager zehenden ½
schepel gersten. Khompt Mynem Gnedigen Hern zu. 1555.
Johan Seiwinck sambt wiff und kindt ist Meins Gnedigen Hern eigen, derglichen huiss
und hoff, und heldt der gard irgents 1 schepel saet. Hait an lenderyen wie
volgt: nemlich im Hesseler Veldt klein und groit an stucken 40 van insaet 2 ½
molt roggen seet, und hait noch im Barenberg 1 platz landts van 2 stucken
anhaldende van insaet 2 schepel roggen, wirdt aver selden gesehet, dweill es im
bussch ligt, noch 2 stuck landts by Driesss Mulners hoff van insaet 1 ½ schepel
roggen, noch ein stuck landts vast by irem hoff gelegen van insaet 1 schepel
roggen. Eine wissch nit wydt van irem hoff gelegen und ist eine erffwisch
ungeferlich van 3 foder heuwes, noch eine wissch hardt by irem hoff van einem
foder heuwes; ist auch ein erffwissch. Van dissem allem geven sie fur
michaelisschuld 4 goltgulden, ein vedt scholtswyn es sei mast ader nit. Ist ein
halffspenner. Dienet umb 14 dage einen dag mit dem halven span, und wan er
dinget, gifft er fur den dienst des jairs 1 goltgulden. Thut dan noch 4 fry
bydiensten, nemlich 2 zu sommer und 2 zu winter. Gifft noch uff dass huiss
Ravenssberg ein par hoener jairs, wannehe die gefordert werden. An holtgeld 4
kortling. Hait Mein Gnediger Her van dem vurss(reven) gudt die gantze besaet,
erffdeillung und infort. -
Nota: zeigt an, dat sie van den capittelsherren zu sanct Johan zu
Ossenbrugge beswerdt werde, 6 schepel roggen zu geven und ein schepel weiss,
darzu 9 pennynck, welch man tegetloiss heischt, welchs sie alleweg mit gelde
betzalt und alleweg verhoeget, also das sie etlich mall 1 etlich mall 2
goltgulden gegeven, willen aver nu das korn van inen nemen. -
Nota: willen die capittels herren vurss(reven) der loesen woll
gestatten ungeferlich umb 30 dhaler. Dweill nu sie das geldt an sich selbst nit
haven, steit by Mynem Gnedigen Hern, ob sie der guter etlich derhalb zu
besweren und die loss darmit zu doin, doch mit dem furbehald, das sie solche
beswerniss mit der zeit wederumb abschaffen und die guder fryen soll. Gifft dem
ghogreven zu Melle im stifft van Ossenbrug uber das dritte jair 5 Becher
roggen, uff das sie zu dem peinlichen gericht dahin nit folgen durffen. Noch
gifft sie den paffen zu Halle alle jairs 1 schepel roggen. 1556.
Die Meyer tho Hesselen zeigt an, das er dem marschalk Spiegell zukhomme mit
wyff und kinder. Als er aber erst uff das gudt khommen, ist er Meins Gnedigen
Hern eigen gewest mit wyff und kinder, also das Mein Gnediger Her die besaet,
erffdeillung und infurt gehadt. Soll van Mynem Gnedigen Hern uss gnaden dem
marschalck Spiegell overlassen sein, welcher gestalt aver, khan der Meyer
vurss(reven) nit sagen, gleichsfals auch der vaigt. Ist fur 19 jairen uff das
gudt vurss(reven) khommen. Was bemelter Meyer an lenderyen und anders hait,
khompt Spiegell zu. Hat ein ort marcketewissch irgents van 1 foder heuwes,
davan er Mynem Gnedigen Hern einen schilling gifft. An holtgeld gifft er 5
kortling. Drifft in den Kulckenbroich, gifft aver gein holtswyn davan dan
allein dem marschalck. Gifft geinen tegenden sonder tegentlosen nach Ossenbrug
den capittelsherren 2 schilling ossenbrugs. Dient Mynem Gnedigen Hern jairs
einmall mit einem heelen span einen dag. 1557.
Joeden Man (Joedeman) ist Meins Gnedigen Hern eigen, die frauw aver ist fry, und ist
zu der frauwen uff das gudt khommen. Huiss und hoff khompt Mynem Gnedigen Hern
zu. Der gard ist irgents van einem schepel roggen saet. Hait an lenderyen wie
volgt: nemlich uff den Nyenkamp 5 stuck van insaet 2 ½ schepel roggen, noch
einen kamp uff der Lutteken Heiden van 9 stucken van insaet 5 scheppel roggen,
van dissem kamp gifft er in den Berheger zehenden, so Mynem Gnedigen Hern
zukhompt, 2 schepel haver, noch uff dem Esske einen kamp van 6 stucken van
insaet 4 schepel roggen (noch einen kamp, gnant der Neerkamp, ist marcketelandt
van 1), noch uff der Wellen 7 stuck van insaet 4 schepelsaet roggen, noch uff
der Nate 2 stuck van insaet 5 firdel roggen, noch in der Acheldenen 3 stuck van
insaet 1 schepel roggen, noch fur dem Roden Broick 2 stuck van insaet 1 ½
schepel roggen, noch fur dem Knoppenberge hefft er lenderyen, welchs steinen
kley und selden gesehert wirdt -, wan es aver gesehet wirdt, ist van insaet 1 ½
schepel roggen. Noch hait er eine erffwissch uss der marckete genomen und ist
zu dem vurss(reven) erve gedain, heldt 1 ½ foder heuwes. Hait noch eine wissch
auch van 1 ½ foder, ist ein erffwissch. Noch ein wisschgen, welchs effgudt,
irgents van ½ foder heuwes. Van allem vurss(reven) gifft er Mynem Gnedigen Hern
fur michaelsschuld 1 goltgulden 6 schilling. Item hait bemelter Joedenman noch
einen marcketkamp van 4 stucken, insaet 2 ½ schepel roggen, darvan er Mynem
Gnedigen Hern den tegeden gifft, und ½ punt was in die kercke. Item gifft er
ein vedt scholtswyn, es sei mast ader nit. Dienet van dem vurss(reven) gudt mit
einem halven span zu 14 dagen einen dag, und wan er dinget, gifft er jairlichs
fur solchen dienst 1 goltgulden, darzu thut er noch 4 fry diensten, wan der van
wegen Meins Gnedigen Hern begert werden. An holtzgelde 4 kortling; 2 hoener.
Johannen Lebur gifft er ein ossnabruggissche marck, weiss nit warvan. Wirdt van
jairen zu jairen gesteigert. Gifft noch in die kirch zur Halle 4 ossnabrugsche
schilling. 1558.
Godtschalck ist mit wyff, kindt, huiss und hoff Meins Gnedigen Hern eigen. Der
gard ist irgents van ½ schepel insaet. Hait an lendereryen wie volgt: einen
kamp, gnant Gotschalckskamp, van 3 stucken van insaet 1 ½ schepel. Gifft van
dem lande zehenden und fur dienstgeld 3 schilling. Thutt dannoch gleichewoll
etliche diensten, wan dat heuw gewonden wirdt und zum spinwerck 2 diensten. An
holtzgeld ½ grosschen. Erffdeillung und infort hait Mein Gnediger Her. 1559.
Gese uff der Kuillen ist mit wiff und kinder Meins Gnedigen Hern eigen
und besitzt van Seiner Furstlichen Gnade in meyerstadt eine kleine kotery,
darzu gehoerdt huiss und garden. Der gard ist van insaet ½ schepel. Hiervan
hait sie Mynem Gnedigen Hern bissanher geine schulde gegeven dan allein zu
holtzgelde 2 kortling. Noch einen grosschen zu wassgelde in die kirche. Thutt
Mynem Gnedigen Hern 4 lyffdiensten des jairs. Mein Gnediger Her hait die
besaet, erffdeillung und infart. 1560.
Heinrich uff der Marssche (alias Wever), (nunc Johan Essdar alias Ruhe), khompt sambt wyff
und kindt mit der koeteryen Mynem Gnedigen Hern zu. Hait einen garden van 3
becher insaet, noch einen flassgarden van insaet 1 schepel saet. Hait noch
einen kampt in der Heiden am Wydendich irgentz van 4 kleyner stucken van insaet
3 schepel roggen. Gifft darvan jairlichs in den khoehoff 20 khoseill und den zehenden
van dem lande. Van einer kleiner marcketewissch van einem ½ foder heuwes gifft
sie 6 pennynck Mynem Gnedigen Hern, noch zu holtzgelde 4 kortling, noch ½ punt
wass in die kercke. 1561.
Hullenbroick ist mit wyff und kindt, huiss und hoff Meins Gnedigen Hern eigen. Ist
ein heelspenner. Hait einen garden van insaet 1 schepel roggen, noch 2 kleiner
gerdtger van 1 schepel roggen insaet, noch einen kamp, die Grote Kamp gnant,
van 20 stucken, insaet 10 schepel roggen, noch einen kamp van 6 stucken, gnant
der Overenkamp, heldt insaet 2 ½ schepel roggen, ist nass, in dem Hesseler
Velde 16 stuck so klein und groiss van insaet 10 schepel roggen, under dissen
16 stucken sein 4 stuck, davan gifft er dem Bergheger in den zehenden 4
crosschen, hait noch im Westerfelde irgentz 40 stuck, so klein und groiss, van
insaet 12 schepel roggen, noch in demselven velde ein kempgen van 6 stucken van
3 schepel insaet, noch uff dem Laer 5 stuck van insaet 4 schepel roggen, noch
uff der Mullenbreidten einen kamp van 3 stucken van insaet 3 schepel roggen.
Hait eine erffwissch van 2 pletzger am hove gelegen an heuwgewass, darnach
dasselbige geriedt, 5 foder heuwes. Gifft van dissem allem vurss(reven) fur
michaelsgeldt 1 marck, 2 gulden fur eine vette khoe, noch 1 molt roggen, 1 molt
gersten, 1 molt haveren ossnabrugscher mass, 1 vett scholtswyn, es sei mast
ader nit, fur dienstgeldt 2 goltgulden, wan er des geldts nicht gifft, so dient
er zur wechen einen dag mit einem helen span, und wan er schoin das geldt
gifft, so moiss er dannoch 4 fry diensten thun, 2 by grassse und 2 by stroe.
Lubbert die Wende und marschalck Spiegell boeren den zehenden derglichen die
affhorst. Gifft fur holtzgeldt 4 kortling; 2 hoener. Besaet, erffdeillung und
infort khommen Mynem Gnedigen Hern zu. 1562.
Die Goltschmidt ist mit wyff und kindt sambt
huiss und hoff Meins Gnedigen Hern eigen. Ist ein geringe koeter und hait van
Mynem Gnedigen Hern ein huisgen und darby ein klein kempgen van insaet 2
schepel roggen. Van dissem vurss(reven) khamp hefft Mein Gnediger Her den zehenden. Dienet jairs mit dem lyff 4 mall.
Gifft fur holtgeldt 2 kortling, auch in die kirche 2 punt wass. Item hait Mein
Gnediger Her die besaet, erffdeillung und infart. 1563.
(Nolte) Hudepoill ist ein koeter, gehoerdt Mynem Gnedigen Hern sambt
wyff, kindt und koeteryen zu. Hait einen garden van einem schepel saet. Hait
einen kamp, gnant der Nye Kamp, van 5 stucken van insaet 4 schepel roggen,
gifft hievan Mynem Gnedigen Hern tegenden uff das huiss Ravenssberg, noch einen
kamp, gnant der Grote Kamp, van 10 stucken so klein und groiss van insaet 4
schepel roggen, noch einen kamp, gnant der Heidtkamp, heldt auch 10 stuck van
insaet 5 schepel roggen. Gifft van der vurss(reven) lenderyen, huiss und hoff
zu michaelsgeldt 15 schilling, van einer marcketewissch, uff der Havickhorst
gelegen, anhaldende ungeferlich 3 foder heuwes, gifft Mynem Gnedigen Hern 2
schilling marcketegeldt, van holtzgeld 1 grosschen, wan mast ist ein holtzswyn.
Dienet van dem vurss(reven) gudt mit dem live alle wechen 1 dag, und wan he
nicht dient, gifft er einen ½ goltgulden. Darzu thutt er noch 10 diensten, 1
hoen alle jairs. Erffdeillung, besaet und infurt. 1564.
Driess Mulner ist mit wyff und kindt sambt huiss, hoff und gude Meins Gnedigen Hern
eigent, ist ein halffspenner, das gehufft ist mit groven eichen bewassen und
der massen so gestalt, wanehe das echer woll geriedt, khan man irgentz, wie man
nahe der handt bericht, 30 vercken echeren. Hait einen garden van einen schepel
saet roggen. Hait an lenderyen wie volgt: einen kamp, gnant der Nye Kamp, van 8
stucken, insaet 5 schepel roggen, einen kamp uff dem Ellerbroich van 4 stucken,
insaet 2 schepel saet, einen kamp uff den Heggen van 3 stucken, insaet 3
schepel roggen, einen kamp uff den Roden Kamp van 10 stucken, insaet 6 schepel
roggen, einen kamp uff dem Ebbeken Rode van 8 stucken, insaet 5 schepel roggen,
einen kamp uff dem Nyen Lende van 9 stucken, insaet 6 schepel roggen, einen
kamp uff der Nylensschen Heiden anhaltendt 12 stuck, insaet 10 schepel roggen,
uff dem Laer einen kamp van 8 stuck ist van insaet 4 schepel roggen, hiervan
hait Mein Gnediger Her die 4 te garff, noch uff dem Ebbeken Raide 2 stucke und
noch etlich kort landt darby zusamen van insaet 2 schepel. Hait eine erffwissch
by synem huiss und hoff ligen van 10 foder heuwes, und ligt in derselvigen
wissch ein ort, furmals uss der marckete darin geschlagen, van einen foder
heuwes, gifft davan zu marckete geld 1 schilling. Ein ortgen heuwgewass by dem
Nyen Kamp gelegen van 1 foder heuwes, gehoert zum erffe vurss(reven). Van dem
vurss(reven) gude gifft er zu michaelsschatz 3 ½ goltgulden, 5 schilling. Noch
hait er ein wassermullen mit einem gewerff, derglichen einen olichsschlag und
henffbocher, davan er nichts gifft, sonder moiss, sovill man zum huiss
(Ravenssberg) bedarff, umb sunst malen. Noch gifft er alle jair ein vet
scholtswyn, zu holdtgeld 4 kortling, zu dienstgeld 1 goltgulden, und wan er
nicht den gulden gifft, dienet er mit einem halven gespan alle wechen 1 dag und
thut darbeneven 2 diensten, einen tho grass und einen zu stroe. Erffdeillung,
besaet und infart hait Mein Gnediger Her. 1565.
Die Kulcker sambt wiff und kinder, hiuss
und hoff sein Meins Gnedigen Herrn eigen uns ist ein koetery. Darzu gehoerdt
ein gard van 1 ½ schepel roggen saet. Hait an lenderyen einen kamp, gnant der
Nerenkamp, van 7 stucken, so klein und groiss, van insaet 2 schepel roggen,
davan hait Mein Gnediger Her auch den zehenden, einen kamp uff dem Haverlandt
hart nahe by dem huiss van 3 stucken van insaet 1 ½ schepel, gifft darvan 2
merjengrosschen uff den Berghagen in den tegeden, Mynem Gnedigen Hern
zustendig, noch 4 stuck landes uff der Nate van insaet 3 schepel roggen, van
den 3 stucken krigt Lubbert die Wende den zehenden, noch uff der Acheldemen 1
stuck van insaet 1 schepel boert, noch uff der Essske 3 stuck, insaet 1 ½
schepel roggen, hievan hait Lubbert die Wende auch den tegeden. Geven van
vurss(reven) gude zusamen zu michaelsrenthen 1 molt havern. Dienen van dissem
gude umb die 14 dage einen dag mit dem lyve, wan sie aver nit dient, gifft sie
jairlichs darfur 6 schilling, doint darzu auch noch frydienst. Die affhorst
krigt Lubbert die Wende. Hait noch ein marcketewisch van 2 foder heuwes, geven
darvan 2 schilling Mynem Gnedigen Hern und 1 punt wass in die kirch, gifft fur
holdtgeldt 3 cortling. Dem ghogreven tho Melle gifft sie umb das 3 te jair 2 ½
becher (roggen) damit sie dem halssgericht nit folgen durff. Besaet,
erffdeillung und infart khompt Mynem Gnedigen Hern zu. 1566.
Schuyrman ist mit wyff und kinder sambt huiss und hoff Mynem Gnedigen Hern
eigenbehoerig, haven aver geine kinder, dweill die frauw zu aldt. Hait einen
garden irgentz van einem schepel satt. Hait einen kamp, gnant Gerwinsskamp, van
6 stucken, so klein und groiss, van insaet 2 ½ schepel roggen, einen kamp, die
Wordt gnant, anhaldent 8 stucke van insaet 2 ½
schepel saet, noch hait er im Osterfelde ligen 20 stuck ungeferlich van
insaet 2 molt roggen, am Laervelde 90 stuck so klein und groiss, darinnen
etlich undoglich landt mit gezalt, van insaet, wan es in all gesehet soll
werden, 2 molt, einen garden tho hannep (Henneff) van insaet 1 ½ schepel. Hait
eine erffwissch am hove ligen van 4 wagen heuwess. Gifft van dem allen
vurss(reven) zu michaelsgeld 6 goltgulden. -
Nota: gifft gein scholtswyn, sondert wan mast ist drifft er mit in das
Kulckebroich (Kölckeberg) und gifft ein holtswyn; gifft zu holtgeld 4 kortling.
Ist ein heelspenner. Dienet alle wechen mit einem heelen span einen dag,
wannehe er den dienst dinget, gifft er 2 goltgulden dafur, thut alssdan noch zu
solch geld 2 dienst by stroe und 2 by grass, und wan thor holtvynen gefurt
wirdt und in der saedtzeit einen dienst. Gifft dem capittel zu sanct Johan zu
Ossenbrug 2 schilling tegentloiss. -
Nota: steit auch zu befehlen, ob dasselbig zu loesen, dweill die herren
vurss(reven) der losen gutwillig. Gantze besaet, effdeillung und infurt (hat
Myn Gnediger Her). 1567.
Rodenbroick ist ein heelspenner, mit wyff und kinder, huiss und hoff Meins Gnedigen
Hern eigen. Hait einen khollgarden van insaet 1 schepel roggen. Hait noch einen
henffgarden van insaet auch 1 schepel roggen. Hait noch an lenderyen wie volgt;
einen kamp, dat Nye Lehen, van 6 stucken van insaet 3 ½ schepel roggen, noch
schuit zu demselbigen land 4 stuck van insaet 2 schepel roggen, up dem Neerkamp
7 stuck van insaet 5 schepel, die Wienbre anhaltent 10 stuck van insaet 6
schepel roggen, im Osterfelde 4 stucke, genannt der Heidtkamp, insaet 2 ½
schepel roggen, im selven felde 2 stuck, gnant die Anwendestuck insaet 1 ½
schepel roggen, ein stuck, hardt by dem vurss(reven)
Anwendenstuck gelegen, insaet 2 schepel roggen, 2 stuck, gnant die Meybre
(Meyborg), insaet 2 schepel roggen, 1 stuck, gnant die Solewandt (Solewardt),
insaet ½ schepel roggen, im Westerfeld 2 stuck, gnant die Hanwondt (Handtwurt),
van insaet 2 schepel roggen, im selven Westerfeld 4 stuck, gnant die
Westerbreide, insaet 4 schepel, uff dem Kippe 2 stucke van insaet 2 schepel
roggen, by dem Kyppe vurss(reven) ein stucke van insaet nicht alle ein schepel,
daby 2 kleyne stuck van insaet ein bortschepel (breitscheppel) roggen, in der
Acheldennen 2 stuck landts van insaet 2 schepel roggen bynahe, in derselver
Acheldennen 1 stuck van insaet 1 schepel roggen, uff dem Laer 4 stuck undugents
landts, stein und sendig, van insaet, wan es besehet wirdt, 2 schepel, uff dem
Wolffhasell 4 stuck van insaet 2 schepel, uff der Mergelskuilen 4 stuck van
insaet 1 ½ schepel, 3 stuck fur dem hove van insaet 4 schepel saet, (noch ein
stuck im Kleveschen Velde van insaet 1 schepel roggen), den Radtbringk (Rodtbruch),
so klein und groiss, 11 stuck van insaet 6 schepel, im Hessel, so klein und
groiss, 5 stuck van insaet 5 schepel roggen, wirdt aver selden mit roggen
besehet, uff dem Willenkamp 2 stuck van insaet mit 1 schepel, der Ruwenkamp 2
stuck van insaet 2 schepel roggen. Eine erffwissch fur dem hove van 8 foder
heuwes, wan dasselbig woll geriedt, eine erffwissch by dem hove gelegen
ungeferlich van einem foder heuwes, ein klein wiessgen an der Bondtenmullen van
einem 4 ten dheill eines foder heuwes. Hait an hohen boeckenholt und mit eichen
gemengt sovill, das man woll 8 swyn ader 9, wan das echer woll geriedt, vedt
machen khan. Gifft zu michaelsgeld 3 goltgulden 3 schilling, zu dienstgeld 1 ½
goltgulden, und wan er die nit gifft, moiss er alle wechen dienen 1 dag; darzu
moiss er noch dienen, wan er schoin das geldt gifft, 4 frydiensten, 2 by grass
und 2 by stroe, noch 2, eine in der saetzeit und einen zu der holtvynen zum
huiss. Und van allem synem lande krigt Lubbert die Wende den tegeden, auch den
affhorst. Gifft gein scholtswin, sonder wan mast ist, ein holtswyn, zu
holtzgeld 4 kortling. Hait noch ein ortgen wisschen an einer landtwher, davan
er dem pastor zue Holthussen gifft 1 par hoener. Dem ghogreven zu Melle uber
das dritte jair 5 becher roggen, noch 2 maten roggen in die kirch zu Halle.
Gantze besaet, erffdeillung und infort khommen Mynem Gnedigen Hern zu. 1568.
Johannigessman, (heelspennig erb), ist mit wiff
und kindern sambt synem gude Smisincks eigen. Gifft Mynem Gnedigen Hern nichts
dan allein das holtgeld nemlich 4 kurtlinck. -
Nota: gifft gein holtzswyn, dan wan mast ist, drifft er mit in das
Kulckebroich, aver gifft gein holtzswyn. Thut geine diensten dan allein uff
bith. -
(Nota: zeigt der rentmeister und vogt an, das Johan Segewins und
Johanningsmans erb zu Hesseln hiebevor ein erb gewesen sei und dem graven von
Ravenssberg zugehort, und hab Sein Gnade domals bewilligt, das uss diesem erb
das capittel zu S. Johan binnen Ossenbrug jarlichs etliche schulde haben soll.
Wie das erb aber itzt verteilt und Smisink an das Johannings erb komen, ist
niemant bewust, hiervan weiteren bericht zu sehen bei vurg, capittel.) 1569.
Jurgen uf dem Vorde ist ein koeter, mit wiff und kindt sambt koteryen,
die geringe, Mynem Gnedigen Hern eigen. Hait einen garden van ½ schepel saet,
darin er syne koell post, noch ein kleine kempgen anhaltend 3 stuck van insaet
1 ½ schepel roggen. Gifft hievan Mynem Gnedigen Hern den zehenden, 12 khoeseill
in den vehoff Ravenssberg und darzu 1 ½ schilling. Hait noch ein marcketewisch,
davan er in die kirch gifft 1 ½ punt was (und Meinem Gnedigen Hern 1 ½
schilling). -
Nota: krigt Mein Gnediger Her nichts davan. Gifft zu holtzgelde 2
kortling. Moiss dienen so duck man seiner bedarff. Besaet und infurt,
dergleichen erffdeillung hait Mein Gnediger Her. 1570.
(Ludeke) Straker Jan khompt sambt wiff und kindt und synem gude Frantzen
Luyninck zu. Ist ein koetery. (Hait einen garden van ½ schepel insaet). (Ist
ein marckkotter, huiss und garden mit einem kamp 2 ½ scheppel. Der Niderkamp 8
scheppel, ein marckwisch bei der Hessel 4 foder. Gibt Luyninck vur marckgelt
und schulde 22 groschen und dienet ime 2 mal mit dem leib). Thut an holtzgeld 3
kortling. Drifft mit in den Kulckenbroich und gifft das holtzswyn Frantzen
Luninck und nicht Mynem Gnedigen Hern. BURSCHAFT KUNSEBECKER
(KÜNSEBECK) 1571.
De Molner to Kunssbecke, ein
kotterie, is mit sampt wiff und kinder Meinem Gnedigen Fursthen und Heren eigen
zubehorich, hefft van Siner Furstlichen Gnade nach berchhagenrechte in gewyn
nachbescr(even) gudt 24 jar, welche 12 jar vorby syn, und nach verloffe der
anderen 12 jaren muss er die lifzucht nemen und uberlassen den furkindern, dar
de oldern van verstorven syn, diss guidt. Darzu gehort huiss und hoef. Hait
einen garden tho hannep, flasse und koell van insaet 2 schepel roggen. Hait
noch an lenderie wie volgt: de Holmesche Brede holt 10 stuck van insaet 6
schepel roggen, iss sandich landt, wirdt selden geseyet, einen kamp, dat
Luleffs Roet gnant, van 7 stuck, insaet 4 schepel roggen, ein kamp, dat Harlandt,van
5 stuck, helt insaet 4 schepel, einen kamp, de Hove, van 5 stuck, helt insaet 5
schepel roggen, iss sandich, wirdt umb 5 of sess jar geseyet, noch hat er einen
kamp an der Hilligen Kluss van 4 stuck van insaet 1 ½ schepel, hait noch
lenderie in der Focken Deine (Soevendenne) an dem Berge 4 stuck, insaet 2
schepel roggen, wirdt selden geseyet, iss sendigh, ein stuck, heyst de
Sonnenbringk (Sommerbrügk), van insaet 1 schepel roggen, einen kamp, de
Hollemans Hof (Hellemans Horst) gnant, van vier stuck, insaet 2 schepel roggen.
Saget, have eine erfwisch, de he mit anderen vurs(creven) lenderie insampt
verpechte und geve aber in de kercke zur Halle darvan ein pundt wasss. Hait
noch ein wassermolle mit twen glinden zu korne zu mollen, auch olie slage und
hennep boken, darzu er baven der mollen noch einen cleinen dick hait. Van allen
vurs(creven) lenderie, mollen und anders gift er Mynem Gnedigen Fursthen und
Heren jars uf Michaelis 2 goltgulden 16 schillingk, gift alle jars ein veth
schultswyn, noch 2 par honer, gifft, wanner er schaffe helt, Mynem Gnedigen
Heren ein hoefschaff, gift to holtgelde 1 schillingk. Deinet van dissem guide
mit dem lyve alle weche einen dach, und wan er den dinst dinget, gift er jars
davor Mynem Gnedigen Heren ½ goltgulden; moit dannoch gelichwol 2 frige deinste
thun mit der eggeden in der saettidt, eins by grese und eins by stroe, und
dannach etzliche dage, wan man siner begert, mit dem lyve deinen. Mein Gnediger
Furst und Her hefft uber duitt guidt gyne erfdelunge dan den kurmude nach
hagenrechte, also wan einer derselbigen besitter mit tode abgenge, hait Myn
Gnediger Furst und Her das beste perdt. Die besaethe und invart hat Myn
Gnediger Her und mussen Syner Furstlichen Gnade danach mit eigendomb
verplichtet werden. Gift noch Mynem Gnedigen Fursthen und Heren to hochtinge
(holtinge) uf einen eigentlichen tach, wan de im hagen zusamen komen, van iderm
foellen, wan ers heftt, 1 herenpfeningk und vam kalve 1 hellinck und 6 pfeningk
zu hovegelde. Den thenden hefft de Negelsche tor Konninkbruggen (Konnebrügge),
auch den affhorst an honer, gensen, und von dissem gude nit mher. 1572.
Kaman, ein kotter, der drie ein span
machen, ist mit sampt wif und kindern Mynem Gnedigen Fursthen und Heren eigen
zubehorich und heft van Syner Furstlichen Gnade in meierstaidt huiss, hoef und
einen kolgorden; deselbige ist van insaet 1 schepel roggen. Hait an lenderie
wie nachvolgt: hait in der Hove 10 stuck van insaet 6 schepel roggen, einen
kamp, gnant de Gartbrede (Garberg), van 10 stucken helt insaet 8 schepel
roggen, hait noch einen kamp, de Beckebrede (Beckebende) gnant, van 4 stucken,
insaet 2 schepel roggen, einen kamp, de Thonieskamp, van 10 stucken sandiges
landes, insaet 5 schepel, uffer Stukenbreden hait er 11 stuck, insaet 3 schepel
roggen, ist leych landt, wirdt selden geseyet, hirby licht noch an des Molners
Kamp 4 stuck van insaet 2 schepel roggen, hait noch uf des Molners Kamp
schettende 3 kleine stucke van insaet 1 schepel, hirby noch de Apelerbrede van
5 stucken holden insaet 3 schepel roggen, sendig lant, ahm Berge uper Patlit
hait er 8 stucke van insaet 4 schepel roggen, ist unartich landt, nit zu
roggensaet deinlich, uper Lutken Patlit 3 cleine stuck van insaet 1 schepel,
licht darby noch ein stuck van 1 schepel roggen saet, hait noch am berge vor
der Schachtboeken (Schlachtböcken) 4 stuck van insaet 1 1/2 schepel roggen,
schroelant, hirby ufer Hoenhuren Hohenhuren) liggen 6 stuck van insaet 3 1/2
schepel roggen, noch hat er einen kamp, de Stroetkamp (Straetkamp) gnant, van 4
stucken, helt insaet 2 1/2 schepel roggen, noch by synem have, geheissen de
Over Kamp, darin hait er 3 stuck van insaet 1 schepel roggen, hait noch einen
kamp, de Nerenkamp, van insaet ein bortschepel roggen, noch im Snakenfelde 4
stuck van insaet 1 1/2 schepel roggen. Hait noch eine erfwisch by des Drogen
huiss von 3 foeder hoeuwes, noch eine wischs beleigen in dem Vlotte, wan es wol
wesset, van vier foeder hoiwes, hefft deselben vormals gebutet van dem
Kunsemolner fur erflandt nemlich fur die Vocken Deine (Vackendenne) und einen
ortken im garden; hait noch ein ort an der Elbracht (Albrecht), welcher is mit
allerlei schachtholte (schlachtholtz), ellern, widen, zu thunholte deinlich,
bewassen, doruss er jars ein hop hoyes genust. Van vurss(creven) gude gift er
Mynem Gnedigen Fursthen und Heren jars uf Michaelis 3 goltgulden, alle jars ein
veth schultswyn (holtschwein), 2 par honer, gift ein schaff Mynem Gnedigen
Fursthen und Heren, wan ers hefft, gift to holtgelde 3 korteling. Hait noch ein
stuck landes uth der marcke, davan gift er jars marckegelt 2 herrenschillingk.
Deinet van dissem guite mit noch zwen anderen, de zusamen ein helspan machen,
alle weche einen tach und wan er den dinst dingt gift er .....(dienet dem
vogten) Gantze besate, erfdelung und invart hait voer diss gudt Myn Gnediger
Her. Den thenden hefft uber duit gudt de Negelsche tor Koningkbruggen
(Konnebrüg), auch den affhorst. Den vogt gift er ein ferdell van einem voder
hoyes. 1573.
Johan Runde is ein clein kotter und mit sampt wif und kinder Mynem Gnedigen Fursthen
und Heren egenbehorich. Hefft van Siner Furstlichen Gnade huiss und hoeff und
twe garden, de kolgarde iss van dren becker roggen saet, de ander garde van 6
beckern. Hait noch einen kamp an synem have belegen, van 6 stucken 2 1/2
schepel roggen saeth. Gift van vurs(creven) gude, marcket, kotterie jars uf
Michaelis Mynem Gnedigen Heren 2 schillingk 6 pfeningk, gift to holtgelde 2
kortelinge. Deinet mit dem lyve 2 dinste jars. De besaete, erfdelung und invart
hefft Myn Gnediger Fursth und Her. 1574.
De Meier to Kunssbecke, ein kotter, ist sampt wif und kinder Mynem Gnedigen
Fursthen und Heren eigen. Hait huiss, hoef und garden. De garde is van insaet 1
schepel roggen. Hait lenderie wie volgt: uf den Osterkempen hait er so clein
und groiss 20 stuck van insaet 6 schepel roggen, is saentlandt, noch ufm
Nienkampe 6 stuck van insaet 2 schepel roggen, upm Blawsterten 4 stuck van
insaet 2 schepel roggen, in der Hove 8 stuck van insaet 4 schepel roggen, vur
dem Berge an dren plessen 11 stuck van insaet 4 schepel, leych lant. Hait noch
in twen pletzen, eine by dem have und der ander im kampe, hoygewaiss tosamen 2
foder, hait ein geringe holtgewass to 2 swinen mast. Van vurgescr(even) gude
gift er Mynem Gnedigen Fursten und Heren to michaelisschulde 1 goltgulden, ein
veth schultswyn alle jar, 2 par honer, gift ein schaff, wan ers hatt, gift 1
groisschen to holtgelde. Deinet Mynem Gnedigen Fursthen und Heren alle weche
einen tach mit dem lyve, und wan er dinget, gift er vur synen dinst 1/2
goltgulden, moth dannoch in der sadelltidt zwe moll deinen mit einer egeden.
Den zehenden gift er der Negelschen tor Koningkbruggen (Konnebrüggen), auch den
afhorst. De gantze besate, erfdelung und invart hat myn Gnediger Fursth und Her
uber diss gut. 1575.
Herman Huissmann (alias Berckenmeier), ein marcketkotter, iss mit
wif und kindern Mynem Gnedigen Heren eigen zugehorich. Hait van Siner
Furstlichen Gnade huiss, hoef und ein garde, dat ein kempken mit iss, tosamen
van insaet 3 1/2 schepel roggen. Hir van gift er jars 4 schillingk 1 pfeningk.
Hait noch eine marckewisch by dem Kolkebroke geleigen van hoygewass 1 foeder,
wan eth wol wasset. Gift darvan in de kercke tor Halle 1 1/2 pundt wasses und
Mynem Gnedigen Heren nit. Tho holtgelt gift er 1 1/2 kortelingk. Deinet breve
to dregen und wan man sunst syner bederft mit dem lyve. Besaete und erfdelung
auch invart gehort Mynem Gnedigen Heren zu.
1576.
Schonnewech (Schonneweit), ein kotter, ist mit wif und kinder Mynem Gnedigen
Fursthen und Heren zugehorich. Hefft van Siner Furstlichen Gnade huiss, hoef
und garde. Auch nachfolgende lenderie: de garde van insaet 1 schepel roggen,
hait uf dem Hervsskampe (Hervestkampe) 21 stuck, holden insaet 7 schepel
roggen, der Heidkampt van 4 stucken insaet 2 schepel roggen, noch upm
Wickenkampe 7 stucke insaet 3 schepel roggen, der Sandtkamp van 4 stucken
insaet 3 schepel roggen, der Koningkschkamp van 5 stuck insaet 3 schepel
roggen, der Niekamp inhalt 6 stuck van 3 1/2 schepel roggen, upr Kerckbreden 11
stuck insaet 4 schepel roggen, der Hollenkamp holt 5 stuck insaet 2 schepel
roggen, de Duvenbrede (Duvenbreide) inholt 7 stuck van insaet 3 1/2 schepel,
vur der Hasenkamern 8 stuck van 4 schepel roggen saet, wirdt selden geseyet, im
Kunssbierfelde (Künsebeckerfelde) noch 8 stuck landes van insaet 6 schepel,
wirdt selden geseyet ist ser schroe, noch 3 stuck in der Ruwenmarsch van insaet
1 schepel roggen. Hait noch einen hannepgarden van insaet 1 1/2 schepel roggen.
Van vurs(creven) guide gift er de schulde in de kercke toe Halle 1 gulden 7
schillingk. Hait eine marcketwisch, daruss gift er Mynem Gnedigen Heren jars an
marketgelt 2 schillingk, in de kirche 1 1/2 pundt wass. Gift to holtgelde 1 groschen. Saget, das er nit deine. Myn Gnediger Her
hait besaete, erfdelunge und infart uber diss gut. De Negelsche tor
Koninckbruggen (Konnebrüggen) den thenden, auch afhorst. 1577.
Niemann gehoret mit wif und kinder den Steinhuser zu der Neddermollen und dat
gantze gudt, und gift Mynem Gnedigen Fursthen und Heren nichts dan das holtgelt
1 grosschen. 1578.
Kunssbecke iss ein helkotter, machet mit zwen andern ein helgespaen, so dem vogt
deinet. Is mit wif und kinder Mynem Gnedigen Fursthen und Heren eigen. Hait van
Syner Furstlichen Gnade huiss, hoef und garden, de garde zu koll und hannep,
tosamen van 1 1/2 schepel roggen saet. Hait lenderie wie volgt: Buddenkamp helt
3 stuck van insaet 1 schepel roggen, de Vlaestert (Vlaesort) helt 6 stuck van 2
schepel saet, de Heidtbrede 3 stuck, 1 1/2 schepel roggensaet, de Niekamp helt
8 stuck, insaet 6 schepel roggen, de Rovekamp helt 6 stuck insaet 2 schepel
roggen, upn Stucke (uffm Reke) 1/2 schepel roggen saet, upm Cley 10 stuck van
insaet 6 schepel roggen, werdt nummer mit roggen geseyet, im Kunssbeckervelde
ungeferlich liggen 14 stuck van insaet 6 schepel, ist sandigh landt. Hait noch
eine erfwisch uss einem dicke gemaket van einem halven foder hoyes, noch ein
erfwisch van 1 foeder hoyes, noch eine erfwisch uss lande gemaket liggt ufm
Busche van 4 foder hoyes,noch eine wische van 3 foder hoyes in synem kempen,
noch ein kamp is wisch und landt tosamen, dat landt iss van 2 schepel saet, de
wisch ein rinxen hoyes. Hait holtgewass, eken und boeken, to 6 swinen mast
ungeferlich. Van vurs(creven) gude gif er Mynem Gnedigen Fursthen und Heren to
michaelisschatte 2 1/2 goltgulden 7 schillingk, ein veth schultswyn alle jar, 2
par honer, gift, wan ers hefft, Mynem Gnedigen Fursthen und Hern ein schaff,
tho holtgelde gift er 1 grosschen. Deinet van dissem gude Mynem Gnedigen
Fursthen und Heren mit noch zwen andern, de zusamen ein helgespann machen, alle
wechen einen tach, und wan sie dingen, gefft er vur den dinst 1 marck (nota,
deint dem vagde, so ine zugelassen). De thende hait de Negelsche tor
Konninckbrugge (Könnebrüggen), auch den afhorst. De besaet, erfdelung und
invart hefft Myn Gnediger Her. 1579.
De Juncher gehort Engelbert van Ilsen (Elsen) zu mit wif und kindt, huiss, hoef
und alles, was er hett, und gif Mynem Gnedigen Heren nichts dan zu holtgelde 1
grosschen. 1580.
De Droge (Dröge), ein kotter, machet mit zwen zu jene ein helgespaen.
Is mit wif und kinder Mynem Gnedigen Fursthen und Heren eigen und hait van
Siner Furstlichen Gnade huss, hoef und garde, auch obg(eschreven) lenderie. De
garde zu koil und hannepe ist tosamen van insaet 1 schepel roggen. Hat upn
Toggenkampe (Beggenkampe) 6 stuck van insaet 4 schepel roggen, hait upn
Mollenkampe 4 stuck van insaet 2 schepel roggen, de Korte Bringk (Kantebringk)
helt 6 stuck van insaet 3 schepel roggen, upr Breden 7 stuck van insaet 4
schepel roggen, upm Busche 5 stuck van insaet 2 schepel roggen, noch ein kamp
im Rode von 5 stuck insaet 2 schepel roggen, im Knussbeckerfelde tosamen liggen
10 stuck und noch einen bringk tosamen van insaet 7 1/2 schepel roggen, noch
einen kamp, der Niekamp gnant, helt 5 stuck van insaet 3 schepel roggen. Hait
noch dre erfwische an dren enden beleigen tosamen van 7 foeder hoygewasses.
Hait noch einen echenbusch van ungeferlich 6 swyne masth. Van vurs(creven) gude
gift er Mynem Gnedigen Heren jars Michaelis 3 goltgulden 4 schillingk, ein veth
schultswyn alle jar eth sy mast oder nit, 2 par honer, gift Mynem Gnedigen
Heren ein schaff, wan er dar ist, gift holtgelt 1 grosschen. Deinet Mynem
Gnedigen Heren mit noch twen anderen, so tosamen ein helgespan machen, und dem
vogde zur Halle verwyset, alle weche einen tagh, und wan er dinget, gift er 1
marck. Den thenden hefft de Negelsche tor Koningbruggen (Könnebrüggen), auch
affhorst. Gift dem pastor van einem ort berckholtz (brenholtz) in de kercken 2
grosschen jars. Besaete, erfdelung und insaet hefft Myn Gnediger Fursth und Her
uber diss gudt. 1581.
Brinckman ist Engelbert van Ilsen (Elsen) mit wif und kinder eigen, und alles,
wat er hait, und gift Mynem Gnedigen Fursthen und Heren nichts dan zu holtgelde
1 grosschen. 1582.
Cort Koer, ein marcketkotter, is mit wif und kinder Mynem Gnedigen Fursthen und
Heren eigen, hefft heuss und hoef auch van Siner Furstlichen Gnade, darzu einen
garden van insaet 1 schepel stede roggen. Hirvan gift (er) jars Mynem Gnedigen
Heren to marcketgelde 1 schillingk, gift to holtgelde 1 1/2 kortelinck. Deinet,
wan man bederftich, nach siner geleigenheit mit dem lyve. 1583.
(Herman) Huissman, ein kotter, is Myns Gnedigen Fursthen und Heren
undervogt und Syner Furstlichen Gnade mit wif und kindern eigen. Hefft van
Mynem Gnedigen Fursthen und Heren huss, hoeff und garden. De garde ist van
insaet 1 schepel roggen. Hait auch nachfolgende lenderie van Mynem Gnedigen
Hern: nemlich 7 stuck upn Holle van insaet 3 schepel roggen, noch einen kamp,
de Essenkamp gnant, van 7 stucken , insaet 3 schepel roggen, noch upn
Kottenkampe 2 stuck van insaet 1 1/2 schepel roggen, noch upm Lutken Kampe
(Sudtkampe) 3 stucke insaet 1/2 schepel roggen, vor dem Berge ligende 7 stuck,
tosamen insaet 3 schepel roggen, wirdt numer mit roggen geseyet, in der hove hait
er 3 stuck van insaet 1 schepel roggen, hait noch eine wisch de ime van
Henrichen Gisen, renthemeistern saligen, uf behaich Myns Gnedigen Heren
ingedaen, helt jars 1/2 foeder hoyes. Van vurs(creven) gude gift er Mynem
Gnedigen Heren jars uf Michaelis 1 marck. Hait noch ein stuck marcketlandes van
4 schepel saet, davan gift er Mynem Gnedigen Heren marcketgelt 4 schillingk 6
pfeningk. Hefft den dinst quidt, so als er Myns Gnedigen Heren undervogt und
frone ist. Gift holtgelt Mynem Gnedigen Heren 1 grosschen, gift den kirchern,
weiss nit (wavan), (1 hoen). Duet ouche jars einen dinst mit der eggeden. De
besaete, erfdelung und invart hait Myn Gnediger Her uber duss gudt. De
Negelsche tor Koningkbruggen (Könnebrüggen) hait den thenden, auch affhorst. 1584.
(Segewin Houcker (Hauker) ist Johann von Quernem eigen, hait von Meinem
Gnedigen Hern nichts, gibt auch nichts dan seine quoten zum holtgeld.) ETHLICHE IN DER BURSCHOP
KUNSEBECK (KÜNSEBECK) 1585.
Deppe Upmann ist ein halfspenniger mit wife, kinde und gudern dere von Rennenberge
eigen, hait von Meinem Gnedigen Hern nichts dann an holtze und unlande so viel,
darin man seigen mag 4 schepfel roggen. Hait sust lange davon nichts gegeben. 1586.
(Johan) Krest (Kross) ist ein koter, gehoret mit wief, kindern und gute
den Steinheusern zum Steinhauss, gibt den alle schulde und dienste, hait aber
von Meinem Gnedigen Hern eine marckewisch von 2 foider hewess, gibt davon 2
schillinge; noch einen kamp (marck), von 2 schepfel roggen insait, gibt davon 3
schillinge Meinem Gnedigen Hern; (noch 1 marckkamp bei dem hove 1 scheppel mit
etlichem dustholtz). 1587.
De Schulte ist ein halbspenniger, gehort Meinem Gnedigen Hern mit wief und
kindern. Gibt Seiner Furstlichen Gnade zw jarlicher schulde 2 1/2 gulden und 3
schillinge, thut den halben dienst oder gibt davor, wan ehr nicht dienet, 1
gulden, thut 4 beidienste, zwei bei grase und 2 bei stroe, gibt ein
schultschwein, 4 honere. Den zehenden von alle seinem lande nimbt die von
Quernem zum Boekell; gibt auch der frawen von Herforde 2 daler und 1 par
honere. Seiget 1 molt roggen, 1 schepfel gersten, 2 schepfel habern. An unlande
von 1 ½ schepfel roggen sait. 1588.
Des Berckemeigers gelassene wedwe Else ist frei mit iren kindern,
ist ein marckkotersche. Gibt Meinem Gnedigen Hern 2 1/2 schillinge von einem
kampe, dar man in seiget 1 schepfel roggen. 1589.
Hartman (Nieheck) ist ein halfspenniger, gehort Meinem Gnedigen Hern
eigen mit wief und kindern. Gibt Seiner Furstlichen Gnade 2 gulden und 6
schillinge, ein schultschwein, 4 honere. Thut den halben dienst oder gibt des
jars davor 1 goltgulden. Gibt Meinem Gnedigen Hern den zehenden von alle seinem
lande, wirt gefurt in die zehentschueren im Bruechagen (Gevershagen). Seiget 1
molt roggen, 2 schepfel gersten, 6 schepfel habern. 1590.
Nolte Hagedorn ist ein markekoter, ist mit seiner lesten frawen und den davon geburn
kindern Meinem Gnedigen Hern eigen. Gibt zw jarlicher schulde 1 goltgulden.
Thut alle manat einen liefdienst oder davor 6 schillinge, noch 2 beidienste
einen bei grase und einen bei stroe. Gibt in die kirchen zur Halle 3 ort
goldes. Seiget in landt und garden 8 schepfel roggen.Hait wiesewachs zw 4
foider hewes. -
Nota, dieser Nolte Hagedorn beclagt sich, das seine cotherei mit
jerlichen pechten und schulden viele zw hoich beschwert sei, dann ehr habe nit
mehr landes dan zw 8 schepfel sait roggen und zw 4 foider hewes wiesewachs,
musse gleichwoll Meinem Gnedigen Hern geben 1 goltgulden und in die kirchen zur
Halle 3 ort; habe doch nichts davor. Wan ime sulches nit zw linderer pacht
gesettzt werde, so konne ehr sich mit seinen armen kindern, der 7 sein, nit
daruf erhalten. Bittet umb gottes willen, sulche seine beschwernuss Meinen
Gnedigen Hern underthenichlichen zuvormelden. 1591.
Bile ist ein koter, gehort mit wief und kindern dere von Quernem zum Bokell.
Hait von Meinem Gnedigen Hern eine wese in der marcke, kriget daruss 2 foider
hewesss, gibt davon 1 1/2 hernschillingk. BURSCHOP ALDENDORF IM
KERSPEL HALLE (OLDENDORF) 1592.
Temme ist ein halbspenniger, mit wief und kindern Unsers Gnedigen Hern eigen
gehorich. Gibt jerlich 5 goltgulden von seine hofe, lenderei und gutern. Ist
ein halfspennig erbe. Seiget darin 1 molt roggen, 1 molt gersten, 4 molt
habern. Hait eine erfewisch ungeferlich von 3 foider hewesss. Item ein
schultschwein gibt ehr. Thuet einen halben dienst oder gibt davor 1 daler
jerlichs, thuet auch sunst, wan es die noittorft erfordert und begert wirt,
etliche beidienste. Gibt 3 honer. Gibt von alle seiner lenderei den zehenden
Spiegele und Lubberde dem Wende, item eine gans und ein huen zur afhorst
denselbigen (noch vermugh rechnung de anno 1632 aussgeben 3 schilling). 1593.
(Heinrich) Beckman gehoret den Steinheusern zur Nedermolen mit wief und
kindern. Hait eine marckewisch von Unserm Gnedigen Hern, ungeferlich von 2
foder hewes. Gibt davon 2 hernschillinge. Gibt sunst Unserm Gnedigen Hern
nichts. (Seinem guthern gibt ehr 20 schepfel roggen, 20 schepfel gersten und 10
schepfel habern, 1 schultschwein, 2 pahr honer). 1594.
Godeke gehort den Steinheusern zum Steinhaus mit wief und kindern. Gibt Unsrem
Gnedigen Hern nichts. In die kirchen zw Borcholtzhuisen 1 schepfel gersten von
einer wisch mues ehr jarlich
entrichten. 1595.
De olde Beckmann ist
lieftzüchtiger, hait von dem gute nichts. 1596.
De olde Godeke ist gelich ein leibtzüchtiger, gibt und hait von dem gute auch nichts. 1597.
Dangenberg gehoret den Steinheusern zum Steinhauss mit wief und kindern eigen,
hait von Unserm Gnedigen Hern nichts, gibt auch nichts. 1598.
Kleige (Fleige) gehoret Jasper Fincken eigen mit wief und kindern, hait vom Hern
nichts, gibt auch nichts. 1599.
(Ludeke olim Johan) Strakerjaen mit wief und kindern Unserm Gnedigen Hern
eigen, ist ein halbspennich erbe, hait lenderei, dar man inseiget 4 schepfel
roggen, 4 schepfel gersten, zwei molt habern. Gibt von hause, hofe und der
lenderei 1 goltgulden und 14 schillinge. Hait eine markewisch von 2 foider
hewes, gibt davan (Meinem Gnedigen Hern 2 schillinge), in die kirchen zur Halle
davon auch ein pfundt wachs. Gibt 1 schultschwein, 1 pahr honer; von alle
seiner lenderei den zehenden Spiegele und L(ubberde) dem Wende. Thuet einen
halben dienst oder gibt davor 1 goltgulden, thut auch, wan es begert wirt,
etliche beidienste, drei oder vier, oder wol, woe es nicht notig ist, einen oder
keinen. Gibt dem gogrefen zw Melle gogrefenkorne umb das dritte jar 2 1/2
becker roggen wie auch die andern Aldendorper thun (die andern dörffer). 1600.
(Gercke) (Niemeier) Nigemeiger gehort den Steinheusern zur Nedernmolen mit
wief und kindern. Hait von Unserm Gnedigen Hern nichts dan eine marckewisch von
2 foider hewes, wen es woll wechset. Gibt jerlich davon 2 schillinge. Gibt zum
gogrefenkorne gen Melle umb das dritte jar 5 becker roggen. 1601.
Johann im Meigerhofe ist ein koter, gehort den Steinheusern zur
Nedernmolen. Hait von Unserm Gnedigen Hern nichts, gibt auch nichts. 1602.
De Ovelgonner (Ovelgünner) gehort den Steinheusern. Hait von Unserm Gnedigen
Hern eine marckewisch von einem foider hewes, gibt davon 1 schilling. Diese
Aldendorffer burschop gibt insampt jerlich Unserm Gnedigen Hern zw holtgelde 8
hernschillinge, davor hait ein ider in gemeiner marcke die gerechticheit, das
ehr zw seiner noittorft holtz hawen mag. Doch sein etliche malleute verordenet,
die daruf sehen, das sie uber gebuer nit hawen sollen; wer aber daruber sich
vergehet, der wirt vor die holtingesbangk (holtzungsbanck) gefordert und nach
befindunge gestraffet mit gelt buesse. Diese semptliche Aldendorffer menner
geben dem gogrefen zw Melle ins stift Osnabrugk uber das dritte jar
gogrefenkorne, nemlich 2 schepfel roggen. BURSCHOP EGGEBERCH
(EGGEBERG) 1603.
Schlichtehaver gehort mit wief und kindern den Kerssebrochen zw Brincke, gibt den
seine schulde und pechte. Gibt Unserm Gnedigen Fursten und Hern von alle seiner
lenderei den zehenden; hait bisher darvor jerlich betzalt 14 schepfel habern
und 7 schepfel gersten. Vor 7 oder 8 jaren ist dieser buerschop der zehende
vorhoget mit 1 molt habern; haben inen
angenomen 12 jarlangk, der sein ungeferlich 8 oder 9 jar verschienen; haben der
zeit zw weinkauf gegeben 4 goltgulden. Gibt 2 honer und 30 eigere, gibt 7 1/2
pfeninge zu hofegelde. Bekennen damit und soll eine urkunde sein, das sie freie
berchhegers sein. 1604.
De Kisker gehort Unserm Gnedigen Fursten und Hern mit wief und kindern eigen.
Ist ein halbspenniger. Hait lenderei, dar man in seiget 8 schepfel roggen, 7
schepfel gersten, 4 molt habern. Hait gar keine wisch. Gibt von huse, hofe,
garden und der lenderei jerlicher schulde drei goltgulden und 6 schillinge.
Gibt den zehenden und davor 7 schepfel gersten, 14 schepfel habern, ein
schultschwein, 5 honer, 22 eigere. Thuet einen halben dienst. Gibt jerlich
davor 1 goltgulden. Thut noch, wan es begert wirt, etliche beidienste. Item
noch 6 pfeninge zw hofegelde. Hait an unlande, büsche und holtze so viel, alss
man daruf seigen mag 3 molt habern. 1605.
Henckelman gehoret mit wief und kindern eigen denen von Kerssenbruech zw Brincke.
Gibt seine schulde genenten seinen guthern, aber von seiner lenderei den
zehenden Unserm Gnedigen Hern. Hait jars davon entrichtet 5 schepfel gersten
und 14 schepfel habern. Der zehende ist, wie auch der andern seiner mitbauren
zehenden, 12 jar langk gedingt, haben zusamen gegeben 4 daler. Gibt ein pahr
honer, 20 hofe (hüner) eigere. 1606.
Wesselmann ist ein erbkoter, gehort Unserm Gnedigen Fursten und Hern mit wief und
kindern eigen. Gibt vor jerliche schulde und pacht 1 goltgulden und 1 hernmarck
von hauss, hofe, garden und lande. Seiget darin 4 schepfel roggen, 2 schepfel
gersten, 1 1/2 molt habern. Hait eine marckewisch von 2 foider hewes, gibt
davon 18 pfeninge, gibt 7 1/2 pfeninge hofegelt und 1 stige eigere(20 eyer), 4
honer. Thuet einen leibdienst alle wochen einen tag, ist mit sulchem dienste
dem rentemeister zw Ravensperge zugewesen; wan ehr ime nit dienet, so gibt ehr
ime des jars davor ½ daler 1607.
De olde Wesselman ist ein leibtzuchtiger, hait mit der koterei nichts
zu thun. 1608.
Grope ist ein halbspenniger, gehort Meinem Gnedigen Hern mit wief und
kindern eigen. Gibt vor jerliche schulde und pacht von huse, hofe, garden und
lenderei 3 goltgulden und 6 schillinge . Seiget ergent 5 schepfel roggen, 6
schepfel gersten, 4 molt habern. Gibt 1 goltgulden vor den dienst, ein
schultschwein, 5 honer, 30 eigere; von seiner lenderei den zehenden 7 schepfel
gersten, 11 ½ schepfel habern davor jerlich. Hait an unlande, clippen und
siekholte und busche so viel, das man darin mocht seigen 3 molt habern
ungeferlich. 1609.
De Schnedeker ist ein halbspenniger, gehort Unserem Gnedigen Hern mit wief und kindern
eigen. Gibt zw pacht und jerlicher schulde 3 1/3 goltgulden, 1 gulden vor den
dienst, ein schultschwein, 5 honer, 30 eigere. Gibt den zehenden und davor 7
schepfel gersten, 11 schepfel habern. Seiget in seine lenderei 8 schepfel
roggen, 7 schepfel gersten, 3 molt habern. Hait an unlande zw dren molt habern
insait. Gibt 7 1/2 pfeninge hofegelt. Thut sunst auch beidienste. Gibt Johann
Ledebaur zur Wiederburg 1 goltgulden wie seine voreltern alle zeit her gethain,
weis aber nit worvon. Er ist mit seinem wochendienste wie gleichsfals auch
Rodenbroch dem rentemeister zw Ravensperg verwesen; thut die beidienste, wan
ehr dartzw gefordert wirt, gleich den andern. 1610.
Rodenbruech ist ein halfspenniger, gehort mit wief und kindern Meinem Gnedigen
Hern eigen (NB, hat sich in anno 1615 frey gekaufft mit weib und kindern, gibt
jährlichs dafür 2 goltgulden). Gibt vor schulde und jerliche pacht 5 goltgulden
und 1 gulden, wan ehr den dienst nit thut davor. Gibt den zehenden von allem
lande, davor 7 schepfel gersten, 14 schepfel habern. Gibt ein schultschwein, 5
honer, 30 eigere, 7 1/2 pfeninge hovegelt. Thut auch die beidienste. Seiget 10
schepfel roggen, 4 schepfel gersten, 3 molt habern. An unlande hait ehr so
viel, dass man ungeferlich 2 ½ molt habern mocht darin seigen. 1611.
Der Oestmeiger wonet in der vogedei Werter, den mach man aldar schreiben. Diese 7
menner in der burschop Eggeberch geben jeder jars Unserm Gnedigen Fursten und
Hern zw holtzgelde zusamen 6 schillinge. Dieselbigen geben auch den afhorst, nemlich
von einem jungen imme 1 pfeningk, von einem follen, das jars gefallen 1
pfeningk und von einem jungen kalfe 1/2 pfeningk. Welcher schaefe und lammere
hait, die geben ein meylam und zw herfeste ein schaeff; wan sie aber keine
haben, geben sie auch nicht. Und sei diess die ursache, wie die menner
angetzeigt haben, das sie keine schaef halten, dweil sie zwei, nemlich schaef
und lam geben mussen; meinen nun die
leut, wan sie nit hoher dann mit einem teil zu geben verhaft weren, so hetten
sie bessern lusten, schaef zu halten. Steet sulchs zw Unserm Gnedigen Fursten
und Hern und zw Seiner Furstlichen (Gnade) hochweisen rethen, ob es solle
moderert (mutiret) werden oder nit. BURSCHOP ASCHELODER
(ASCHELOH) 1612.
Duvelssiegk, heger, ist ein halbspenniger, gehort mit wief und kindern Meinem
Gnedigen Hern eigen. Gibt zw jerlicher schulde 3 1/2 goltgulden und 1 schilling
von hauss, hofe, garden und lande. Seiget darin 6 schepfel roggen, 6 schepfel
gersten, 4 molt habern. An unlande so viel, alse man ein molt roggen mocht
drein seigen. Gibt von allen lande den zehenden, darvor 7 schepfel gersten und
14 schepfel habern, ein schultschwein, 5 honer, 25 eigere, 5 1/2 pfeninge
hofegelt, 1 1/2 groschen holtgelt. Thudt den halben dienst oder gibt davor 1
goltgulden, doet beidienste (beiderdienste), 2 bei grase und 2 bei stoe, thut
noch woll, wan es vonnoten, etliche mehr. Hait einen son, Herman genant, zw
Hildensem wonende, der ist noch eigen. 1613.
Barthold ufm Hagen, heger, ist ein koter, Meinem Gnedigen Fursten und
Hern mit wief und kindern eigen. Gibt Seiner Furstlichen Gnade jerlicher
schulde 13 schillinge. Gibt den zehenden von alle seinem lande 3 schepfel
gersten und 4 schepfel habern, 3 honer, 8 eigere, ein schultschwein, dieser
clagt, wie ime das schultschwein zu geben hoich beschwerlich sei; 1 1/2
pfeninge zw hofegelde (holtgelde). Thuet die wochen einen leibdienst, ist dem
voigte mit dienste zugeweiset. Seiget 3 schepfel roggen, 2 schepfel gersten und
1 molt habern. Hait einen son zw Lemgo wonende, Hermann genant, ist noch eigen.
Hait noch einen son, Johan genant, bei dem Dingenberge wonende. 1614.
Fonne Wilhelmes, heger, ist ein halfspenniger und vor seine person frei, sein fraw und
kinder aber sint eigen. Gibt Meinem Gnedigen Hern zw jerlicher pacht 3 1/2 gulden
und 3 schillinge, ein schultschwein, 5 honer, 20 eiger. Gibt von alle seinem
lande den zehenden und jerlich darvor 7 schepfel gersten, 11 schepfel habern.
Seiget 4 schepfel roggen, 3 schepfel gersten, 3 molt habern. An unlande sovil,
das (man) mocht seigen darin 8 schepfel habern, 4 kortlinge holtzgelt, 5 ½
pfeninge hofegelt. Thuet einen halben dienst oder gibt darvor 1 goltgulden,
thut auch noch etzliche beidienste wie die andern, zwei bei grase und zwei bei
stroe. 1615.
De Dueker, heger, ist ein halfspenniger, Meinem Gnedigen Hern mit wief und
kindern eigen. Gibt jarlich zw pacht 2 goltgulden 4 schillinge und 6 pfeninge.
Gibt den zehenden, darvor 5 schepfel gersten und 10 schepfel habern, ein
schultschwein, 4 honer, 14 eigere, 4 kortling zw holtgelde, 3 1/2 pfeninge zw
hofegelde. Thut den halben dienst oder gibt davor 1 daler. Seiget 3 schepfel
roggen, 2 schepfel gersten, 3 molt habern. Unlande von 6 schepfel habern. Thuet
beidienste (beiderdienste) wie die andern. 1616.
Henrich Butenuth, heger, ein halfspenniger, Meinem Gnedigen Hern mit
wief und kindern eigen. Gibt 4 goltgulden 2 schillinge jerlicher schulde. Gibt
den zehenden von alle seinem lande, darvor 7 schepfel gersten, 11 schepfel
habern, ein schultschwein, gibt 4 honer, 14 eiger, 5 1/2 pfeninge zw hofegelde,
4 kortlinge zw holtgelde. Seiget 4 schepfel roggen, 3 gersten, 1 1/2 molt
habern. Unlandt zw 2 molt habern. Thut den halben dienst oder gibt darvor 1
goltgulden. Thut die beidienste gleich den andern berchhegern. 1617.
De grosse Butenuth, heger, ein heilspenniger, vor seine person mit
zweien vorigen kindern Meines Gnedigen Hern eigen, aber die itze fraw ist frei,
und wass davon geburn wirt, bleibt auch frei. Die vorigen eigenen kindere
pleiben bei dem gut, woe die aber verstorben und solte dieser kindere von der
lesten frawen ein daruf komen, so muess sich das eigen geben. Und ist diess die
ursach, das die fraw frei pleibt: sie hait zw brautschatz eine wisch von 2
foider hewess bei das erbe bracht, welche erblich dabei pleibt. Gibt zw jerlicher
pacht 2 goltgulden minus 2 schillinge Meinem Gnedigen Hern, item 2 honer, 24
eigere, 7 pfeninge zw hofegelde, 4 kortlinge zw holtgelde. Gibt Meinem Gnedigen
Hern den zehenden, davor 7 schepfel gersten, 15 schepfel habern. Seiget 8
schepfel roggen, 8 schepfel gersten, 4 molt habern. Unlandt von 2 molt habern.
Gibt Philipse Steinhauss zw Beilfelt 4 goltgulden pachtgeld, 2 goltgulden vor
den dienst, ein schultschwein, 2 honer. -
Nota: zu gedencken, dass anno etc. 1581 den 28 february ist
verabscheidet, auch der grosse Butenuth freywillig angenohmen dass er,
Butenuth, ihme Steinhauss, alle jahr 6 beidienste, so lange es mit gelde
gedinget, gutwillig thun woll und soll; so viel die anfurderung der zweien pahr
hüner belangent, soll er nur 1 pahr ihme, Steinhausen, verrichten. 1618.
De Dulige, heger, ist ein koter, mit wief und kindern Meinem Gnedigen Hern eigen.
Gibt Meinem Gnedigen Hern 2 goltgulden 3 schillinge jerlicher pacht. Thuet den
leibdienst oder gibt jars davor ½ gulden. Gibt den zehenden und davor 4 schepfel gersten, 6 1/2 schepfel
habern, ein schultschwein, 4 honer, 14 eigere, 3 1/2 pfeninge zw hofegelde, 4
kortling zw holtgelde. Thuet beidienste gleich wie andere. Seiget 5 schepfel
roggen, 3 1/2 schepfel gersten, 18 schepfel habern. Unlandt von 7 schepfel
habern. Gibt in die kirchen zur Halle 2 1/2 schillinge von einem stucke landes
geheissen Unser Lieben Frawen Landt. 1619.
Steinbeck, heger, ein halfspenniger, gehort Meinem Gnedigen Hern eigen mit wief
und kindern. Gibt jarlich zw schulde 3 goltgulden 8 schillinge, 1
schultschwein, 5 honer, 30 eigere, 7 pfeninge hofegelt, 1 1/2 groschen zw
holtgeld. Thuet den dienst oder 1 gulden davor, beidienste wie andere. Seiget 6
schepfel roggen, 4 schepfel gersten, 2 1/2 molt habern. An unlande von 1 1/2 molt
habern. Den zehenden von allem seinem vorgeschrieben lande einem beneficiaten
zw Osenbrugk, hern Johan Hiltermann genant, vicarien im dohme, gibt davor 9
schepfel gersten, 3 schepfel habern. Sol sothan zehende mit etlicher
nachfolgender leut zehenden von einem grafen zw Ravensperge an das lehen
corporis Christi im dome zw Osnabrugk perpetuert sein laut brief und siegel,
davon hertzoch Johan loblicher gedechtnusse copeien davon zugestalt. Per informationem prefecti. 1620.
Johan Kotman, heger, ein koter, gehoret Meinem Gnedigen Hern eigen mit wief und
kindern. Gibt jerlicher pacht 3 schillinge. Hait eine marckewisch von 2 foider
hewes, gibt davon 2 schillinge, gibt 2 honer, 1 mergengroschen zw holtgelde.
Thuet keinen dienst, alleine dasss ehr einen brief zw zeiten dregt. Seiget 2
schepfel habern. 1621.
Berndt Godeken, heger, ein koter, mit wief und kindern Meinem Gnedigen Hern eigen. Gibt
zw jerlicher pacht 1 gulden 8 schillinge, 1 schultschwein, 4 honer, 14 eigere,
3 1/2 pfeninge hofegelt, 4 kortling holtzgelt. Seiget 5 schepfel roggen, 3
schepfel gersten, 18 schepfel habern. An unlande von 3 schepfel habern. Thuet
einen liefdienst (beiderdienst), den hait itzo der voigt zur Halle. Den
zehenden gibt ehr gen Osnabrug wie der forige, jerlich davor 7 schepfel
gersten. Diese beiden clagen beschwerung von unlande, das inen von den
Werterschen mach und soll entwendet sein. Daruf inen bevohelen, sie sollen ire
noittorft in schriften ubergeben. 1622.
Peter Mile, heger, ein halfspenniger, Meinem Gnedigen Hern eigen, noch unbestadet.
Gibt zw jerlicher schulde 4 goltgulden, 6 schillinge, 1 schultschwein, 5 honer,
30 eigere, 5 1/2 pfeninge zw hofegelde, 4 kortling zw holtgelde. Thudt den
dienst oder gibt davor 1 goltgulden, beidienste wie die andern. Seiget 8
schepfel roggen, 4 schepfel gersten, 20 schepfel habern. An unlande von 4
schepfel habern. Gibt den zehenden gen Osnabrug wie die zwei vorigen und davor
9 schepfel gersten, 3 schepfel habern. 1623.
Leiffermann, ein halfspenniger, Meinem Gnedigen Hern mit der frawen eigen, hait
keine kindere. Gibt jerlich zw pacht 4 goltgulden, 1 schultschwein, 5 honer, 20
eigere, 4 kortling zw holtgelde, 5 1/2 pfeninge zw hofegelde. Thudt den dienst
oder gibt davor 1 goltgulden, beidienste gleich wie andere. Seiget 9 schepfel
roggen, 5 schepfel gersten, 1 1/2 molt habern, 2 schepfel wicken in sein erfe.
Unlandt zw 2 molt habern. Hait eine marckewisch von 2 foider hewes. Gibt davon
2 schillinge und in die kirchen zur Halle von derselbigen wisch 1 pfundt wachs.
1623
a.
Hait auch ein gut, die Kinderinges Hofe genant,
sint drei kempe, darin man seiget 2 1/2 molt habern. Davon hait ehr voriger
jare gegeben Wilhelme Ledebaur, deme es, wie der bericht lautet, zukomen und
gehoren soll, 1 goltgulden und Meinem Gnedigen Fursten und Hern jerlich 8
schepfel habern zw besate und 3 pfeninge hofegelt. Nun haben die Ledebaurn in
anno 1533 diesem Leeffermanne agedrungen, das ehr sothane kempe zw jarmalen
hait mussen annemen, und wiewoll das erste mall 1 goltgulden davon gegeben, so
sei es doch seither zweimall mit der jarlichen pachte versteigert zum andern
mit 1 goltgulden und zum dritten noch mit 1 goltgulden, also das ehr 3
goltgulden davon geben muess; sein auch die jare verkurtz, also das die
vermeigerung auf funf jar gestellt ist. Gibt den zehenden von seinem lande gen
Osnabrug, nemlich 9 schepfel gersten und 3 schepfel habern. Hait unlandt zw 4
schepfel habern. 1624.
Peter Meiger, heger, ein halfspenniger, ist mit wief und kindern Meinem Gnedigen
Hern eigen. Gibt zw jerlichem pacht 2 1/2 goltgulden 1 schilling, 1
schultschwein, 5 honer, 20 eigere, 6 pfeninge zw hofegelde, 4 kortling zw
holtzgelde. Thudt den dienst, gibt davor 1 gulden, doet die beidienste. Seiget
8 schepfel roggen, 4 schepfel gersten, 18 schepfel habern, 1 schepfel wicken.
Hait eine erfwisch von 2 foider hewes. Gibt davon in die kirchen zur Halle 1/2
goltgulden. Hait unlandt von 12 schepfel habern. Gibt seinen zehenden gen
Osnabruck 9 schepfel gersten, 3 schepfel habern. 1625.
Herman Prange, heger, ein koter, gehort mit wief und kindern Meinem Gnedigen Hern
eigen. Gibt jerlicher schulde 1 goltgulden 5 schillinge, 1 schultschwein, 4
honer, 10 eigere, 3 pfeninge zw hofegelde, 4 kortling zw holtgelde. Thut den
dienst oder gibt 1/2 f(loren). Seiget 6 schepfel roggen, 2 schepfel gersten, 8
schepfel habern. Hait eine marckewisch von 1 1/2 foider hewess, gibt davon 2
schillinge 6 pfeninge und 3 fertel wachs darvon in die kirchen zur Halle. Den
zehenden gibt ehr gen Osnabrug, nemlich 5 schepfel gersten. 1626.
Anna Prangen ist eine marckekotersche, gehoret mit irem son Meinem Gnedigen Hern
eigen. Hait uss der marcke zwei cleine gordeken, in einen seiget man 1/2
schepfel gersten, in den andern 4 becker hannep sait. Gibt nichts Meinem
Gnedigen Hern dann zum holtzgelde einen halben groschen. Ist dieser gestalt der
kote bei Prangen hof gesetzt, wan die Anna Prange nit lenger am leben ist, sol
der kote widder abgethan werden, wie Herman Kerckman, der voigt, berichtet.
Signatum 17 ten Junii ann 1556. 1627.
Johann Kore, heger, ein koter, ist Meinem Gnedigen Hern eigen mit frawen und
kindern. Gibt jerlicher schulde 1 goltgulden und 3 schillinge, 1 schultschwein,
4 honer, 8 eiger, 4 pfeninge hofegelt, 4 kortling holtgelt. Thut den liefdienst
oder gift 1/2 f(loren). Seiget 4 schepfel roggen, 2 schepfel gersten, 10
schepfel habern. An unlande zw einem molt habern. Hait einen markekamp von 4
schepfel roggen (van raum aber nit dögede), gibt davon 2 schillinge (Meinem
Gnedigen Hern). Gibt den zehenden gen Osnabrug nemlich 6 schepfel gersten. Hait
einen son, ist noch unbestadet, Johan genant, soll sein ein fuesknecht bei
grafen Johan von Schawenburg. 1628.
Johann Kotenschrader (Kottenschnider), heger, ein koter, vor seine
person ist ehr Meinem Gnedigen Hern eigen, die fraw frei, haben keine kindere.
Gibt jerlicher schulde 2 schillinge, 2 honer, 1 merg(engroschen) zw holtgelde.
Hait eine marckewisch von 1 1/2 foider hewes, gibt davon 2 schillinge und in
die kirchen zur Halle 1 pfundt wachs. Seiget 2 schepfel roggen, 1 schepfel
gersten, 2 schepfel habern. Thuet keinen dienst alleine 1 dach zu hoigen. Gibt
1 schepfel habern zw zehenden gen Osnabrugk. 1629.
Herman Buesse, heger, ein kother, ist Meinem Gnedigen Hern mit wief und kinder eigen.
Gibt jerlicher schulde 1/2 goltgulden, 3 1/2 schillinge vor den dienst, 1
merg(engroschen) zw holtgelde. Seiget 2 schepfel roggen, 1 schepfel gersten, 2
schepfel habern. Gibt den zehenden davon der Nagelschen zur Koningkbrugk, den
lest sie vom felde samlen. BURSCHOP AMESSHUSEN
(Amshausen) 1630.
Fonne Herdelandt, heger, ist ein halfspenniger, mit wief Meinem
Gnedigen Hern eigen, hait keine kindere. Sein Furstliche Gnade hait eigendomb
und besate. Es gehoret auch Seiner Furstlichen Gnade das gantze gut. Seiget 14
schepfel roggen, 4 schepfel gersten, 3 molt habern. Gibt Meinem Gnedigen Hern 2
honer, 8 pfeninge hofegelt, 1 merg(engroschen) holtzgelt. Was ehr nun von
schulden und pechten mehr gibt, muess ehr Johan von Haetzfelt jerlich betzalen,
nemlich 2 ½ goltgulden, 1 schultschwein, 1 lam, 24 hofeeigere, 4 honer, und
thuet ime den halben dienst, hait den dienst nit dingen mogen, Kare
desgleichen. Unlandt zw 10 schepfel roggen. Gibt den zehenden gen Osnabrug
gleich wie etliche in der vorigen burschap nemlich 9 schepfel gersten, 4
schepfel habern. 1631.
Jakob Karen, heger, ein halfspenniger, gehort Meinem Gnedigen Hern mit wief und
kindern eigen. Hauss, hof und alle sein gut gehoret Meinem Gnedigen Hern zw, es
hait aber sein Furstliche (Gnade) nit mehr daruss dann 2 honer, 4 ½ pfeninge
hofegelt und 1 merg(engroschen) holtzgelt. Gibt Hatzfelde jerlichen 2
goltgulden, 1 schultschwein, 1 lam, wan ehr schaeffe hait, 4 honer, 20 eigere.
Thuet Haitzfelde den dienst mit Hardelande, seinem zuspenner, hait aber zum
dingen des dienstes nit komen konnen. Gibt den zehenden gen Osnabrug nemlich 8
schepfel gersten, 3 schepfel habern. Seiget 1 molt roggen, 4 schepfel gersten,
2 molt habern. Unlandt von 1 molt habern. Dieser sagt, ehr habe von seinem
vater gehort, das ehr und die andern an den Haitzfelt ader Cappeln komen sein
umb ergettzunge schadens, den der Cappel von wegen Meins Gnedigen Hern mag oder
sal genomen haben. 1632.
Joist Risteberg, heger, ist ein habspenniger, Meinem Gnedigen Hern mit wief und kindern
eigen. Sein gut allenthalben kumpt Meinem Gnedigen Hern zw. Gibt aber Seiner
Furstlichen Gnade nicht mehr daruss dann 2 honer, 6 pfeninge hofegelt, zw
holtgelde 1 groschen. Seiget 1 molt roggen, 4 schepfel gersten, 18 schepfel
habern. Unlandt zw 10 schepfel habern. Ristenberg gibt Meinem Gnedigen Hern den
zehenden nemlich 8 ½ schepfel roggen, 4 schepfel habern. Item gibt Haitzfelde
zw jerlicher pacht 3 goltgulden, 1 schultschwein, 4 honer, 30 eigere, ein lam.
Doet ime den halben dienst, kann nit zu dingen komen. 1633.
Raeman, heger, ist ein koter Meines Gnedigen Fursten und Hern, mit wief und
kindern eigen. Gibt Seiner Furstlichen Gnade davon nit mehr dann 2 honer, 7
pfeninge hovegelt, 1 merg(engroschen) zw holtgelde. Seiget 14 (schepfel)
roggen, 4 schepfel gersten, 2 molt habern. Unlandt von 1 schepfel haversaet.
Gibt den zehenden Meinem Gnedigen Hern und nemandt andern von seinem lande,
betzalt den mit 8 ½ schepfel roggen, 3 schepfel habern. Gibt Hatzfelde 3 daler,
4 honer, 1 schultschwein, 28 eigere. Thut ime die wochen einen leibdienst. 1634.
Gercke Schirenbeck, heger, ist ein halfspenniger, gehort Meinem
Gnedigen Hern mit wief und kindern zw, dessgleichen alle seine gutere. Seiget
18 schepfel roggen, 3 schepfel gersten, 1 molt habern. An unlande zw 6 schepfel
habern. Gibt davon Meinem Gnedigen Hern den zehenden, nemlich 9 ½ schepfel
roggen, ½ schepfel habern, 2 honer, 7 pfennige hofegelt, 1 merg(engroschen)
holtzgelt. Gibt Hatzfelde jerlichs 3 daler, 1 schultschwein, 4 honer, 28
eigere, 1 lam, wan ehr schaeffe hait. Thuet ime auch den halben dienst. Dweil nun diese
vorgeschriebenen funf menner mit wief, kindern und alle iren gutern Meinem
Gnedigen Hern gehoren und zukomen, ist gefragt worden der foigt, auch die
leute, wie sie mit den pechten und diensten an Hatzfelde komen sein. Sagen, sie
konnen nit wissen, wanne und welcher gestalt. Sie haben aber wol gehort, seine
vorfaren sollen sie von Meinem Gnedigen Hern uss gnaden bekomen haben. Ehr
Hatzfelt habe aber widder gebot noch verboth uber die leute zu straffen noch zu
pfenden, und clagen die leut, sie werden mit den wochendensten von ime fast
hart benotigt. Wollten woll, dass sie Meinem Gnedigen Hern geben und dienen
mochten. 1635.
Herman Droge, ist kein heger, ein halfspenniger, gehordt den Steinheusern zur Halle
eigen. Hait von Meinem Gnedigen Hern nicht. Gibt aber Seiner Furstlichen Gnade
von seinem lande den zehenden nemlich 2 schepfel roggen, 2 ½ schepfel habern. 1636.
Delbrugge, ist kein heger, ist ein halbspenniger und mit wief und kindern Meinem
Gnedigen Hern eigen. Gibt 3 goltgulden zw jerlicher schulde, 1 schultschwein.
Thut den halben dienst oder gibt davor 1 daler, 3 honer, thut auch die
beidienste und gibt 1 schaeff des jars. Seiget 2 molt roggen, 10 schepfel
gersten, 2 molt habern. Unlandt von 2 molt habern. Gibt der Nagelschen zur
Koningkbruggen den zehenden und 2 honer, 1 merg(engroschen) vor ein vercken, 1
lam. Gibt der ebdissin zw Herforde 1 ½ daler, 2 honer. Gibt keine kormede.
Muess werden geerbteilt. 1637.
Johann Rueman, ist ein halbspenniger, gehort mit wief und kindern Meinem Gnedigen Hern
zw. Ist kein bercheger. Gibt Seiner Furstlichen Gnade 2 goltgulden 4
schillinge, 1 schultschwein, 4 honer, 11 eigere. Thut den dienst oder gibt 1
gulden davor, thut auch beidienste, 4 pfeninge zw hofegelt, 1 merg(engroschen)
zw holtgelde. Seiget 1 molt roggen, 6 schepfel gersten, 1 molt habern. Unlandt
von 3 schepfel habern. Gibt Meinem Gnedigen Hern zehenden von der koterei
Siegkhuss im Berckhagen 1 schepfel roggen, 2 ½ schepfel habern. Gibt der
ebdissin zw Herforde 1 daler, 2 honer, der Nagelschen zur Koningkbruggen von
seiner lenderei den zehenden 5 lichte schillinge vor das vercken, 1 hoen. 1638.
Johann Stuttzell, berchheger, ist ein koter, Meinem Gnedigen Hern mit
wief und kindern eigen. Gibt Seiner Furstlichen Gnade 1 ½ goltgulden 7
schillinge, 1 schultschwein, 5 honer, 14 eiger, 3 ½ pfeninge hofegelt, 1
merg(engroschen) (zw) holtzgelt. Gibt den zehenden und davor 4 schepfel und 1
spint roggen, 3 schepfel habern. Seiget 1 molt roggen, 4 schepfel gersten, 1
molt habern. Unlandt von 6 schepfel habern. Thudt den dienst mit der handt, und
so man dessen zum hauss Ravensperg bedarf, muess ehr mit einer egeden komen.
Gibt auch, wan ehr die schaeffe hait, ein lam. Geneust berchheger
gerechticheit. 1639.
Peter Stuttzell (Strussel), ist ein marckekoter, gehort Meinem Gnedigen Hern mit
wief und kindern. Gibt Meinem Gnedigen Hern nicht mehr dann 2 ½ kortlingk zw
holtgelde. Thut keinen dienst. Ist ein gar arm man. Ist kein berchheger und
hait nur ein clein gerdeken, dar man in seiget 1 ½ spint roggen. 1640.
Hulsegge, heger, ist ein marckkoter, gehort Meinem Gnedigen Hern eigen mit wief
und kindern. Gibt Seiner Furstlichen Gnade nichts dann ½ schepfel roggen zu
zehenden. Seiget 4 schepfel roggen, 1 schepfel habern, 2 kortling zw holtgelde,
2 pfeninge zw hovegelde. (Gibt dem vogten 6 groschen vur seine schulde). Thut 2
liefdienste, 1 bei grase und 1 bei stroe. Geneust berchheger gerechticheit. 1641.
Hoheliet, heger, ist ein koter, Meinem Gnedigen Hern mit wief und kindern. Gibt
Seiner Furstlichen Gnade ½ goltgulden und 6 schreckenberger pachtgeld jerlich,
4 honer, 12 eigere. Gibt zw zehenden 4 ½
schepfel roggen, 3 schepfel habern, 3 pfeninge zw hofegelde, 1
merg(engroschen) zw holtgelde, 1 schultschwein. Thut den leibdienst, und so es
vonnoten ist, kumpt ehr in der satzeit mit den egeden, wan ehr aber nit dienet,
so gibt ehr ½ goltgulden vor den
dienst. Seiget 10 schepfel roggen, 2 schepfel gersten, 1 schepfel mengekorn, 18
schepfel habern. Unlandt von einem molt habern. Geneust des berchhegers gerechticheit.
Gibt ein schaef, wan ehr sie hat. 1642.
Johann Busenberg, heger, ist ein koter, gehort mit seiner person den
Ledebaurn zur Molenborg und die fraw mit den kindern Meinem Gnedigen Hern. Gibt
von einem cleinen gerdeken 1 merg(engroschen), 2 kortlingk zw holtgelde.
Geneust berchhagers gerechticheit. Wan aber der man doet ist, so gehort die
besate Meinem Gnedigen Hern zu gentzlich. 1643.
Holefosss, heger, ist ein koter, gehort Meinem Gnedigen Hern eigen mit wief und
kindern. Gibt Seiner Furstlichen Gnade 3 schillinge dienstgelt. Thut noch 2
leibdienste, 1 bei grase und eins bei stroe, gibt ein schaef, wan ehr die hait.
Seiget 5 schepfel roggen, 1 ½ schepfel gersten, 3 schepfel habern, 2 honer.
Unlandt von 2 schepfel habern. Geneust berchager gerechticheit. 1644.
Johann Bomhoder, heger, ist ein koter, eigen Meinem Gnedigen Hern mit wief und kindern.
Gibt Seiner Furstlichen Gnade 3 schillinge von einem marckekampe, darin mach
man seigen 3 schepfel roggen. Gibt sunst nit mehr. Geneust berchhager
gerechticheit und hait forteil, das ehr ein bomhoder ist, derohalben gibt ehr
widder honer noch eigere. 1645.
Johann Schamhardt, heger, ist ein erfkoter, ist mit wief und kindern
Meinem Gnedigen Hern eigen. Gibt Seiner Furstlichen Gnade 3 goltgulden und 4
schillinge pachtgelt, 1 schultschwein, 5 honer, 14 eigere, gibt 3 ½ pfeninge
hovegelt, 1 merg(engroschen) (zw)
holtzgelt. Gibt den zehenden von alle seinem lande und davor 7 ½ schepfel roggen. Doet den leibdienst, kumpt
auch wol, wan es notig ist, mit der egeden; wan ehr nicht dienet, so gibt ehr
12 schillinge. Seiget 18 schepfel roggen, 1 schepfel gersten, 6 schepfel
habern. An unlande 6 schepfel roggen. Geneust berchhegers gerechticheit. Gibt 1
schaef, wan ehr die hait. 1646.
De Juckemoller, heger, ist ein koter, gehort Meinem Gnedigen Hern mit wief und kindern
eigen. Gibt 3 ½ goltgulden 3 schillinge von seiner molen, lande und garden,
auch von einer wese, die von 5 foider hewes ist, ein schultschwein, 1 schaef,
wan die dar sein, 5 honer, 20 eigere, 2 ½
pfeninge hofegelt, 1 merg(engroschen) holtgelt. Seiget 20 schepfel
roggen, 4 schepfel gersten, 1 schepfel habern. Die mole hait 2 moleglindt und
eine olliemolen darbei. Doet einen liefdienst und kumpt sunst auch wol mit der
egeden; wan ehr nicht dienet, so gibt ehr davor 12 schillinge. Ist ein berchheger.
Hait unlandt von 6 schepfel roggen. 1647.
Johan Eickram (alias Eickmeier), heger, gelassene wedwe, eine koterinne, ist
alterfei zum lene und alter uf Ravensperge. Kann ire freiheit des jars mit
einem pfeninge verdegedingen; so sie aber uf Marie Magdalene tag den nit
verrichtet, so ist sie Meinem Gnedigen Hern eigen. Wann sie denne in sulcher
freiheit, die unvorbrochen (unverrichtet), sterbt, so geburt dem cappellane uff
Ravensperg von ir das overste cleit. Das konnen die freunde oder kinder mit einem
hernschillinge widderlosen. Gibt Meinem Gnedigen Hern von einem marckampe, dar
man in seiget 1 ½ schepfel roggen 3 schillinge und ½ schepfel roggen zu
zehenden. Thut zwei dienste, 1 bei grase und 1 bei stroe. 1648.
Johann ufm Heitlande, heger, ist ein marckoter. Ist vor seine person auch
ein alterfrei wie die fraw obgesetzt, die fraw und kindere sint Meinem Gnedigen
Hern eigen. Gibt Seiner Furstlichen (Gnade) zu jerlicher schulde ½ goltgulden,
5 hernschillinge vor denst, muess sunst alle manet, wan ehr nicht gelt gibt,
mit dem leibe dienen; thut noch 2 dienste, einen bei grase und 1 bei stroe.
Gibt den zehenden, davor 1 schepfel roggen; das kumpt zur Halle uff sanct
Katherinen lehn. Item 1 merg(engroschen) in die kirchen zur Halle zw wachsgelde
und Meinem Gnedigen Hern 1 merg(engroschen) zw holtgelde, 1 pfenningk zw
hofegelde. Seiget 4 schepfel roggen. 1649.
De Lohehover, heger, ist ein koter, gehort mit wief und kindern Meinem Gnedigen
Hern. Gibt Seiner Furstlichen Gnade 2 goltgulden, 5 ½ schillinge, 1 schultschwein,
5 honer, 10 eigere. Doet den liebdienst oder gibt darvor 12 schillinge, thut 2
beidienste, kumpt auch wol, woe vonnoten, mit der egeden. Gibt den zehenden,
darvor 8 schepfel roggen, 2 ½ pfeninge hofegelt, 1 merg(engroschen) zw
holtgelde, ein schaef wan ehr sie hait. Seiget 15 schepfel roggen, 4 schepfel
gersten, 6 schepfel habern. Hait ken unlandt. Geneust berchheger gerechticheit. 1650.
Poggenpoell, heger, ist ein markoter, vor seine personen frei, wief und kindere sein
Unserm Gnedigen Hern eigen. Gibt Seiner Furstlichen Gnade ein marck zw
jarschulde, 1 merg(engroschen) zw holtgelde, 2 pfeninge zw hovegelde. Gibt den
zehenden, davor 3 schepfel roggen. Thuet alle manat einen liefdienst, wan ehr
aber nicht dienet, so gibt ehr 5 schillinge davor. Hait eine marckewisch von ½
foider hewes, gibt davor 2 schillinge, gibt ½ pfundt wachs zur Halle in die
kirchen. Ist hagenfrei. Seiget 7 schepfel roggen. 1651.
Wischmann, heger, ein koter, ist Meinem Gnedigen Hern eigen mit wief und kindern.
Gibt Seiner Furstlichen Gnade 4 goltgulden 4 schillinge, 1 schultschwein, 5
honer, 9 eigere, 1 merg(engroschen) zw holtgelde, 2 ½ pfeninge zw hofegelde.
Gibt zw tegeden 10 schepfel roggen, 3 schepfel habern; 1 schepfel roggen uf
sanct Katerinen lehn in die kirche zur Halle. Thuet den leibdienst und wan es
vonnoten, komet ehr mit der egeden. Seiget 21 schepfel roggen, 4 schepfel
gersten, 6 habern. An unlande zw einem molt habern. Ist hagenfrei. Gibt ein
schaef, wan ehr die hait. 1652.
Grete Drogen, heger, wedfraw, ein koterin uf der marcke, gehort Meinem Gnedigen Hern
eigen. Gift von einem garden uss der marcke gemacht 2 schillinge. Ist
hagenfrei. 1653.
Tuphorn, ist ein halfspenniger, gehort mit wief und kindern denen vom Closter
eigen. Hait eine markewisch von 3 foider hewess, gibt davon 3 schillinge.
Gibt auch Meinem Gnedigen Hern 5 spint
roggen von einem markekampe, dar man in seigen mag 4 schepfel roggen, 1
mergengroschen zw holtgelde. 1654.
Stockhecke ist nit erschienen, soll auch, wie die nachpaurn berichtet haben,
nichtes haben, davon ehr zu geben schuldig. BURSCHOP BOCKEL (Böckel) 1655.
Ludolff zu Bokel ist des marschalcks Spegell
eygen und gibt Mynem Gnedigen Herren nichtz dan allein, wan landtschatzung ist,
und gifft die burschop Bokel 10 schillinge houltzgeltz van der Halscher marck,
da sie bei geseten sein, und gifft davon zu baten der 10 schillinge einen
grosschen. 1656.
(Johan) Hantelman, (erbkotter), khumpt zu Smising mit weib und khint.
Plag Mynem Gnedigen Herren zu geben 8 herrenschillinge, der bezalten er van
wegen eins khamps 3 schillinge und van wyesen 5 schillinge, aber nu ein
zeitlangk hatt er die Smisingk gegeben, aber weiss nit, was bevelhs Smisingk
davon hatt. Gifft van 10 schillinge houltgeltz 2 penninge weniger dan 1
grosschen. Uss der marckenwiese krigt er underweilen 5 foder heuwes. Der khamp
ist ungeverlich 2 ½ schepfel korns. 1657.
Anna Vortmans (leibzucht) ist gestorben und hat zugehort Hynrich Smisingk, und Peter
Vortman verdedingt noch iren koten, und geben Mynem Herren nichtz dan allein
zufollest der 10 schillinge houltzgeltz 1 groschen. 1658.
(Kerstgen) Betman, (heelspan erb)(halbspenniger), khumpt zu dem drosten
Smisingk. Gibt Mynem Herren nichtz dan allein zu dem houltgelde 2 penninge
weniger dan 1 grosschen. 1659.
Willeman hort zu den Steinheuseren mit weib und khint. Gifft Mynem Gnedigen
Herren van marckengelde 1 1/2 schillinge, ist anderthalben schepelsaet. Gifft
zu dem houltgelde 1 groschen weniger 2 penninge. Gifft in die kirche 4
grosschen und 1/2 punt wass van kyrchenlande. 1660.
Helleman ist Gerhart Steinhuyss eygen mit weib un khint. Gifft Mynem Gnedigen
Herren 5 schillinge van einer marckewyesen. Gifft zu holtgelde 1 grosschen
weniger 2 penninge. 1661
Bonnemeyer sitzt uff (Ludolfe) (Luyningks) guet und hefft nichtz eygens, auch
nichtz van der marck. Gyfft Luleve zu stuyr einer pacht 1/2 marck osenbrugks.
Gifft landtschatzung Mynem Gnedigen Herren. 1662.
Hetlagen (Heitlagen) khumpt Mynem Gnedigen Herren zu mit weib und khint.
Gifft Mynem Gnedigen Herren an staender jaerpacht 1 goultgulden und 15
herrenschillinge van der haussstede, garden und lenderyen. In den garden khan
er 1 schepel hanepsams und sein kaul sehen. Die lenderien kan er besehen mit 2
molt hardes korns, roggen und gersten. Hefft 3 verscheidene erffwiesen und
hefft in den 3 ungeferlich jaers 8 foren. Hefft gein sonderlich houltgewass dan
allein in den wiesen und heggen (hägen). Sunst grefft er torff, gleit sein
beesten in die Halssche marck. Hefft gein unlandt. Ist berechtigt im
Kulkenbroick und gifft jaers ein vett swein, wan geine eyckelen sein, so mest
es mit korn. Dint mit dem lieb alweken 1 dinst oder gifft 1 marck und in der
saet dint er mit eyner egen 2 oder 3 mael. Wan man am hauss sunst zu doin hat,
so dienen sy auch noch ein mall oder 2, darnach das man sey fordert. Gifft
jaers 3 hoener. Gifft van kirckenlande in die kirch 1/2 gulden, mit 2 schepell
khan man das besehen. (Hefft einen unechten sohn, Evert genannt, eygenbehorich
Mynem Gnedigen Herren). Hefft 4 echte khinder, 2 jungen und 2 dochter, die er
noch bei sicht hefft. Gifft van houltgelde 1 grosschen weniger 2 penninge. Mein
Gnediger Her hat die besaet, erffdeilung, infart, weinkop. Hefft gein wyer. Den
zehenden kriegen die dhumherren van Osenbrugge. 1663.
Joest Kamp, (erbkotter), khumpt Smisingk zu mit weib und khint. Gifft Mynem
Gnedigen Herren allein van der marckenlenderyen den zehenden. Gifft Smisingk
van marckengelde 4 1/2 schillinge, das er hiebevoir van Mynem Gnedigen Herren
mach erlangen haben, und in die kirch 2 punt wass. Gifft zu baten das
houlzgeltz 1 grosschen weniger 2 penninge. 1664.
Wilhelm Kamp, (heelspennig erb), khumpt Smisingk mit weib und khint zu.Gifft zu stuyr
der 10 schillinge houltgeltz 1 grosschen weniger 2 penninge. Hefft geine
marckede zuschlege. (gibt Meinem Gnedigen Hern von marckegelde 1 schilling). 1665.
Wyneke khumpt Schweder Steinhauss zu mit weib und khindt. Gifft Mynem Gnedigen
Herren zu marckedegelde 1 schilling, khan davon nit ein halbe foer heuwes zu
zeiten mehen. Gifft Steinhauss 1 swein. Gifft zu houltgelde 1 grosschen weniger
2 penninge. 1666.
Herman Wyneke khumpt auch Steinhauss zu. Gifft Mynem Gnedigen Herren nichtz. Gifft
auch gein houltgelde. 1667.
Der Terner (Tarner) ist gestorben und der sohn hilfft der moder. Ist
Mynem Gnedigen Herren eygen und gifft zu staende schulde 14 herrenschillinge,
fur dinstgelt gifft er 1/2 gulden, gifft 1 pachtschwein gemest, gifft 4 hoener,
dry schillinge van eyner wiesen, hefft 1 garden, darinnen khan man wall sehen 6
becher hanpsaem, wan der koell dabei geplantz wirt. In das art landt khan er
sehen ungeferlich 10 schepel, das landt ist nit doegent, noch ein stucksgen im
gemeinen felde, daruff man sehen khan 12 becher. Die erffwiese mit der
marckedewiesen sall sich erdragen in all uff 4 wagen heuwes. Der vader hatt gelassen
4 khinder, davon ist Herman der elster sohn, darunder Ila doechter. 1668.
Der Kemener khumpt eigen zu Zweder Steinhauss. Gifft Mynem Gnedigen Herren zu
follest des houltzgeltz 2 1/2 kortlein, ist 1 grosschen weniger 2 penninge.
Gifft zu marckengelde uss der wiesen 3 schillinge. Gifft den Steinheusen 2 par
hoener jaers. 1669.
Series und seine haussfrauwe und khinder seindt Myns Gnedigen Herren eygen.
Gifft zu jaerlichen schulden 6 schillinge. Er ist schuldig, mit dem lieb alle
wochen zu dienen und gifft darvon 1/2 gulden. In den haussgarden boven den
koell kan er sehen 1 1/2 schepel hanpsaem, in den khamp 4 schepel hardes korns.
Sein vader hat eyn mal houltschwin gegeben. Erffdeilung, infart etc kumpt Mynem
Gnedigen Herren zu. Gifft zu houltgelde zu den 10 schillinge 1 grosschen
weniger 2 penninge. (Item 2 marckwisch, ein in dem Mastbroich 3 foder, ein in
dem Broichhager Stroden 2 foder; gibt davan Meinem Gnedigen Hern 5 schillinge,
in die kirchen 3 fierdel wachs). 1670.
Johan Bantzen (olim Evert Bansten), (marckkoter), khumpt mit
weib und khint Heinrich Smisingk zu. Gifft Mynem Gnedigen Herren nichtz dann
uss der marcken 3 1/2 schillinge, die mach Smisingk erbeden haben van Mynem
Gnedigen Herren; die vor da gesessen, haben sei Mynem Gnedigen Herren gegeven.
Ist die wiese van 1 wagen, wan er woll wist, und der khamp van der marck van 2
schepel roggen. Gifft zu den 10 schillingen houltgeldes 2 kortlin ist disser
pfennige 8, deren 12 eynen grosschen maken. (Gibt Meinem Gnedigen Hern wan mast
ist ein holtzschwein). 1671.
(Johann) Die Bantzemeyer, (marckkott), khumpt Smisingk eygen zu mit weib und
khint. Hatt uss der marcken sein haussstede und garden. Den garden khan man mit
2 schepel korns besehen. Noch eyne wiese van 2 foeren heuwes, van disser lenderyen
und wiese. Gifft Smisingk davon 3 1/2 herrenschillinge. Ist disses dem
renthmeister vor zeiden gegeben worden. Gifft zu houltgelde 2 1/2 kortlein, ist
1 grosschen weniger 2 penninge. (Gibt auch wan mast ist Meinem Gnedigen Hern
ein holtzschwein). 1672.
Wellenbringk, sein haussfraw und khinder sein frei. Gifft Mynem Gnedigen Herren 3
schillinge 6 penninge van seiner wiesen uff 3 orden gelegen, davon kriegt er zu
zeiden 3 oder 4 kleiner foeren. Hefft noch eynen marckenkhamp van 2 schepel
saetz, davon gifft er Mynem Gnedigen Herren zehenden. Sein haussstede und
garden (marck) van anderthalben schepel henptsaems boven den koel, noch 1 kamp
von 3 schepel saet,(erb), noch 1 klein khempgen van 2 schepel saet, ist
erffguet zu dem koten, das landt ist nit guet, sonder roderachtig (rode
ackers). Ist verplicht, die vercken zu dryven an den Rhein helffen ohn inniche
belonung sonder allein die kost davon, und darumb gibt er nichtz van dem guede
dan wie vurss(reven). Gifft zu follest des houltgeltz 1 grosschen wenger 2
penninge. 1673.
Johan Lomp hoert Zweder Steinhauss zu mit weib und khint, und sein kott und
erffschaft ist uss der marck genomen. Er weis nyt, wie ers gegen Mynen Gnedigen
Herren verdedingt (vurdient). Hat zusamen unlandt und sehenland, sall nit mehr
laupen dan 3 schepel zu sehen, den garden 1 schepel und den koel. Gifft zu
marckengelde 5 schillinge 6 penninge uss der voriger gemarcken zuschlegen.
Dabei ist noch ein wiessgen van 1 kleinen foder heuwes. Gifft zu houltgelde zu
follest der 10 schillinge 1 grosschen weniger 2 penninge. 1674.
Stockdyck khumpt eygen zu Philips Steynhauss mit weib und khint. Van Mynem
Gnedigen Herren hat er nichtz dan marcketland, ungeverlich 3 schepel saet.
Davon gifft er den zehenden. Gifft zu houltgelde 1 grosschen weniger 2
penninge. 1675.
De Sprinckemeiger hoert eygen den Steinhauss zu Nydermoelen, davon hat
er ein erff. Gifft zu holtgelde 1 grosschen weniger 2 penninge. Sunst gibt er
nichtz mehr. 1676.
Mertyn khumpt zu Gerharten Steinhauss mit weiff und khint. Gyfft zu houltgelde
1 grosschen weniger 2 penninge. 1677.
(Johan) Serp, (erkotter), und sein moder khomen Smisingk zu und ist ein khote und
hat uss der gemarcke eine wiese van 2 1/2 foder heuwes. Noch an lande zu 3
schepel saet; davon gibt er Smisingk 6 1/2 herrenschillinge und ist formals
Mynem Gnedigen Herren gegeven, wie es aber Smisingk verdedingt, das weiss er
nit. Gibt zu follest der 10 schillinge houltgelz 8 penninge. 1678.
Claes Voith, (marckkotter), ist Myns Gnedigen Herren fryer man und wont uff Smisings
guet. Ist alles, was er hefft, marcket und gifft Smising darvon 9
herrenschillinge, die er zuvorn 2 mal dem seligen renthmeister zu Ravenssberg
gegeven. Das landz ist ungeferlich 4 1/2 schepel seetz und die wiese von 2
foder heuwes. Gifft zu houltgelde 1 grosschen weniger 2 penninge. 1679.
Nyhegge khumpt zu Johan Spegel, und sein frauwe und khinder hoeren Mynem
Gnedigen Herren eygen. Sitz uff eynem zuschlag uff der marck, darinnen man
sehet 6 schepel roggens. Gifft vam lande Mynem Gnedigen Herren den zehenden und
dint mit synem lyff dem Marschalken mit brieff dragen. Ist die berichtung, das
Spegell gehadt hat die besaet des mans und Myn Gnediger Herr der frauwen, und
der frauwen folgen die khinder, der khinder ist 7. Gifft zu staden des
houltgelz 1/2 grosschen. -
(Nota, hernach zu setzen die Kulckenbecker wie gleich folgt mit dissem
zeichen E) ( Gerade, hergeweide, churmude. Wilche die sein, die datt nachlatt
weisen der verstorben leuth. Warttgelt ist nit anders dan stedegelt. Der vaigt
zur Hallen gifft berichtung, wan die besaet beschicht dubbel). 1680.
Segewin Lodewich, freigreff und gogreef zu Verssmeld und Buyr, ist
frei mit weib und kindern. Huiss, hof und garden ist frei gut. Hait van Meinem
Gnedigen Hern nichtz mehe dan ein marckwisch van 4 foder, uf den Stockdiech
schiessende, ist bei Luynincks zeiten gewisen; ungeferlich van 3 foder das
uberig, ist aber vur 2 oder 3 jarn dartzu gemacht, ist noch ungesatzt. Noch 1
kamp van 8 stuck, das Nielend gnant, vur 100 jarn ungeferlich ussgerodt van 5
scheppel roggen. Schulde: gibt Meinem Gnedigen Hern 1/2 goltgulden 3 schillinge
verdedingsgelt (underdedingsgelt), van der wisch 3 schillinge, van dem kamp den
nachbarn ein fierdel Underhalt vurgenanten freigreven: van wegen des
freigerichtz 7 goltgulden, 1 kho oder 2 goltgulden, vur die kleidung des
gogerichtz 4 goltgulden, vur sein perd 4 molt haver, 2 fette schweine van wegen
des freigerichtz. 1681.
Herman Kerckman, zur zeit vogt
zur Hall, ist frei mit weib und kindern. Sein huis, hof und garden ist frei und
gibt niemandtz daruss. Darbei ein huissstede, gnant Lodewichs stede, betzimmert
mit einem garden 1 1/2 spint korns, davan er Meinem Gnedigen Hern jarlichs gibt
3 schillinge, ein marckkamp bei Joisten Eggerdes kamp 4 scheppel roggen, davan
er gibt 4 schillinge Meinem Gnedigen Hern, ein marckwisch in der Seggewusten
(Sogewösten) 4 foder gibt davan 4 schillinge Seiner Furstlichen Gnade, ein
marckkamp, der Luckenkamp (Buckenkamp) gnant, 1 scheppel roggen, gibt davan 6
penninge, ein wisch bei dem Kolckenbroich 1 1/2 foder hewsch. Sagt, das er
dieselbige wisch bei sein gut gemacht mit verwilligung der marckgenossen
ungeferlich vur 15 oder 16 jar, dweil er aber ein alter diener, so bitt er, das
man inen dabei woll lassen bleiben und nit uf gelt setzen. Underhalt des benanten
vogtes: van Meinem Gnedigen Hern 4 goltgulden zu einer kleidung, noch 5 mold
haver, noch 3 koter, faciunt 1 span, 2 leibdiensten. Van einem jedern
berchhager 1 scheppel oder 1 1/2 scheppel haver, so sie ime uss bitt geben und
nit gerechticheit. Ein boichenbusch, gnant der Fried (Freid), kompt Meinem
Gnedigen Hern zu und gebruicht der vogt allein der mast und nit des holtzes
ungeferlich zu 40 schweinen mast. Van einem kotter in dem Berchagen, der
Hultzeggen (Hülssey) gnant, 6 groschen. Van dem Terner zu Bokel 1 schepel
roggen. Uss dem kerspel Hosewinckel (Tarner) 6 par höner, so uss Meins Gnedigen
Hern honer genomen werden. Uss der vogtei zu der Hall 2 höner pacht (pahr).
Noch van dem Drögen und Meier und Kamen und Kunssbecken zu Kunssbeck zusamen 1 foder
hewsch. Van Tibben (Tebbe) zu Horste, Mussman und Stockdiecke 1 klein foder
hewsch zusamen. Noch einen busch, gnant die Kunsebeck, van 30 boichenbeumen
ungeferlich und krigt van den negsten nachbarn darbei gesessen zusamen 18
scheppel haver, wan mast ist, und bitt, dweil die vorigen vogten desselbigen
busches altzeit in gebruich gewsen, das er darbei bleiben moge. Noch hat er van
den berghegern zu paschen 30 eier zusamen. Der vogt zur Hall sampt seinem
swager, dem gogreven zu Verssmelde, Segewin Lodewig, zeigt an, wie der alter
vogt, seiner huisfrawen und des gogreven vatter, uss gemeiner marck ein wisch,
bei dem Berle und dem Fleer gelegen, gerodt und zu nutz gemacht und nhu solche
wisch den besitzern der dreier erben, so Mein Gnediger Her zu Hosewinckel hat
und zu besserung derselbigen uberlassen, wie dem drosten und andern in dem ampt
Ravenssberg bewust, van welcher wisch Sein Furstliche Gnade jarlichs hat 5
goltgulden. Dweil dan der vogt und gogreve so viel uss der gemeiner marcke
haben, das der vogt 11 1/2 schillinge und der gogreve 15 schillinge geben muss,
so ist demnach ir underthenig bitt, das Mein Gnediger Her solchen furdel, alss
Sein Furstliche Gnade van der vurgeschreven wisch haben (welche der
vertroistung auch uberlassen ist), gnediglich wolle behertzigen und inen das
marckgelt nachlassen, wie sie dan in vergangner vasten derhalb auch Sein
Furstliche Gnade supplicierend ersucht, aber gein bescheid bekommen. BURSCHAFFT BOECKEL und wonen
uff der Kulkenbecke (BÖCKEL) 1682.
Kulckenbecker ist mit wiff und kinder (Meinem Gnedigen Hern) eigen sambt huiss und
hoff, und ist der hoff irgentz van einem schepelseet. Hait an lenderyen wie
volgt: einen kamp, gnant die Hanenbrinck, heldt 8 stuck landts und zur insaet
ungeferlich 6 schepel roggen, noch einen kamp uff dem Plesschen (Ploschen)
ungeferlich van 4 stuck und van insaet 4 schepel roggen, hait noch einen garden
by der Beecke van 1 schepel seet, suir nass landt. Gifft van der vurss(reven)
huiss, hoff und anderer lenderyen jairlichs zu michaelsschatz 1 goltgulden, ein
holtswyn, wan mast ist. Ist diss vurss(reven) gutt und noch 2 ander guder, als
Sinderbrinck und Mencken, verplicht, jairlichs in Meins Gnedigen Hern khoehoff
zu Ravenssberg zu bringen 25 foider heyden, und kunnen des dags nit mehe dan ein
voer voeren. Saet, erffdeillung und infort. Hait ein marcketewisch irgents van
2 foder heuwes in 2 platzen belegen, sagt das er nicht besonders davan gebe,
sonder stae mit in dem vurss(reven) goltgulden pachts. Und gibt van allen
vurss(reven) gude noch in die Kirch 4 punt wass. Sagt, das er gein holtgeld
gebe noch auch ehe geben hab. 1683.
(Johan) Sinderbrinck ist mit wiff und kindt Meins Gnedigen Hern eigen
(freygekaufft). Huiss und hoff khompt auch Mynem Gnedigen Hern zu, und ist der
hoff irgents van 1 schepel seet. Hait an lenderyen wie volgt: nemlich uff dem
Hanenbrinck 12 stuck van insaet 9 schepel roggen, noch einen kamp uff der Beeck
van 4 stuck, insaet 4 schepel. Hait ein marcketewissch irgents van 6 foder
heuwes im Kulckenbroich gelegen. Sagt, das er jairlichs van vurss(reven) huiss,
hoff, lenderyen und wisschen gebe 1 goltgulden, gifft 1 holtswyn, wie
gewonlich, wan mast ist. Gibt, wie er sagt, gein holtzgeldt. Noch gibt er in
die kirch 4 punt wass. Dient mit, wie auch der voriger, die heide by zu fueren.
Mein Gnediger Her hait vam vurss(reven) gudt besaete, erffdeillung und infurt.
Gifft auch geinen zehenden. 1684.
Barlemeyer khompt Mynem Gnedigen Hern zu, die frauw ist fry. Huiss und hoff,
daruff er woint, khompt Mynem Gnedigen Hern zu. Und ist der gard van 1 schepel
seet roggens. Hait an lenderyen einen kamp, gnant des Barlemeyers kamp, van 30
stucken van insaet 2 molt roggen. Hait ein marcketewissche van 2 platzen
irgentz van 8 foder heuwes, wan es woll geriedt. Gifft van allem gude vurss(reven)
5 goltgulden. Gifft holtzswyn, darnach er uffdrifft. Dient Mynem Gnedigen Hern
alle wechen uff einen dag mit einem halffen span, und dweill er noch geinen
byspan, hait er bissanher noch jairlichs synen dienst mit 1 gulden geqwitt,
dient darbeneven noch uff dem Hesseldich, wan man seiner zu thun. Gifft noch in
der kercke zu Halle 2 punt wass, darzu noch 1 goltgulden. Van allem
vurss(reven) gude hait Mein Gnediger Her erffdeilung, infort und anders. 1685.
Dierich Barlemeyer ist fur seine person fry, aver frauw und kinder
Meins Gnedigen Hern eigen sambt huiss und hoff, und ist der hoff irgents van 2
schepel saet. Hait einen kamp by des Barlemeyers kamp ligen van 4 stuck, insaet
4 schepel saet. Noch in der Schuirenstede (Schwirenstette) 1 stuck van insaet 1
schepel. An wisschen 2 placken, ein am huiss und die ander am Hesseldick, beede
geachtet uf 3 foder heuwes. Gifft van allem vurss(reven) 1/2 goltgulden und fur
den dienst 1 ort. Ist noch ungesatz, wevill diensten er doin soll, wan er das
ort golts nit gebe. Wan mast ist, gibt er ein holtzswyn. Besaet, infort und
anders khompt Mynem Gnedigen Hern zu. 1686.
Gierken alias Johan (Johann Gercken), boemhoeder, ist disser
gestalt fry, so lange als er lebt; nach seinem doit mach Mein Gnediger Her
lassen erbdeillen. Solchs ist befurwort, als er uff das gutt khommen, doch mit
dem furbehaldt seinen nehsten verwanten das hergeweidt. Sein weiff und kindt
aver sein Mynem Gnedigen Hern eigen, und huiss und hoff khommen Mynem Gnedigen
Hern zu. Woint fur den Stockdieckerboem und schluist denselven. Der gard ist
van 1/2 schepel saet. Hait an lenderyen: den Ingwerskamp van insaet 3 schepel
saet, noch einen kamp, des Schroeders kamp, van insaet 2 schepel seet. Noch ein
wissch by seinem huiss irgents van 4 foder heuwes, wan es woll geriedt. Gifft
van allen vurss(reven) 4 schillinge marcketgeld. Und das er den vurss(reven)
boem schluist, hait er seine lendery fry. Gifft gein holtswyn. 1687.
Die Settelmeyer ist Mynem Gnedigen Hern eigen, sein frauw und kinder fry, und sein inen
nachfolgende bescheidt uff ire worstat khomen: wan dieselvige nach beider, man
und wiffs, absterven erledigt, das sich dan der kinder ein wederumb zu
besetzung der stede sall eigen geven. Huiss und hoff khompt Meinem Gnedigen
Hern zu, und ist der gard van insaet 1/2 schepel. Hefft noch an lande und
unlande zusamen sovill, dar man 6 schepel roggen insehen mach. Hait ein klein
marckete wissch irgantz van 1/2 foder heuwes. Gifft hevan zusamen 3 heren
schillinck. Dienet einss by grass und eins by stroe. Mein Gnediger Her
hait die besaet. (1567/8 martii erbmeierstetisch worden) 1688.
Herman Sinderbrinck sein mit wiff und kinder Meins Gnedigen Hern eigen,
dergleichen huiss und hoff. Der gard ist van 1 1/2 becher insaet. Und hait
einen kamp van 1 1/2 schepel insaet. Disses ist noch nuwe gebouwet und van
unlande zu lande gemacht und derwegen noch ungesatzt an gelde, diensten und
anders. 1689.
Menke ist mit wiff und kindt Meins Gnedigen Hern eigen, huiss und hoff
derglichen. Der gard ist van einem schepel seet. Hait an lenderyen wie volgt:
einen kamp, gnant in der Duipe, van insaet ungeferlich 5 schepel roggen, dar
noch vill unlandtz mit in gelegen, noch einen kamp by dem Hellewege van 8
stucke, insaet 4 schepel, noch uff dem Groeten Kamp by dem huisse van insaet 2
schepel. An marcketewissch 2, eine die Lutteke Wissch van 1 foder heuwes, die
ander die Grote Wissch van 4 foder heuwes. Gifft van allem vurss(reven)
jairlichs Michaelis 1 goltgulden, 5 punt was in die kirch, darzu noch 4
kurtlinck. Ein holtswyn Mynem Gnedigen Hern, wan mast. Dienet mit zu den 25
voder heiden in den khohoff Ravenssberg. Gifft, wie er sagt, gein holtgeldt.
Mein Gnediger Her hait besaet, infurt etc. BURSCHOP HORSTE (HÖRSTE) 1690
Heuwerman der Rechte khumpt Mynem Gnedigen Herren eygen zu mit weib und
khint, der 2 sein, eyn junge und 1 dochter, und hat eyn halbspennich erff und
spent zu mit seinen nachbarn Hardwich zu. Hefft darzu eyne hoffstede, pepost
mit eychen beumen, und eynen garden, darin man sehet wall 4 schepel hanpsamen
boven den koel. Und sein naber und er haven ir landt in zweyen felden. Sy
sehen, mehen und hoeden zuhauff, und wan er seine lendery samen beseheden, so
khunt er das besehen mit 4 moult roggens. Hatt 3 erffwiesen, da innen man mehen
khan, sovern es wall wechst, 10 foren. Hefft geine dyke. Bei den eyckenbeume
langs die Bech uff hatt er etzliche erllenbeume; staen etzliche eyckelbeuwe
ungeverlich in die 60 stuck, davon er den eychell gebraucht, und hoert mit in
den Barle und int Fle (Flör), wan eychell geredt. Und er und sein zuspan hoeren
in die Halsche marck mit irer vehedrifft. Gifft jaers in staende jaersgulden 5
enckede gulden. Fur dinsten gifft er 1 gulden, wan er nit dint. Gifft van dem
orde wiesen 6 penninge. Den zehenden baeren die van Qwernem vam felde und allen
vehe den zehenden, gnantt die bloedige zehendt. -
Nota, der zehend wirt der massen genommen, das sie nit rechenen, was
uff eyn jaer felt, sonder wirt uffgeschreben van 2, 3, 4, 5, 6 jaer solang,
biss man kregt das zehenden foelen, kalff, ime, van den swynen den irsten worp
nach sent Peter, wan schoen nit dan 2 oder 3 geworpen wurden, glychfahls van
den schapen, wan sie schon nit dan 3 uff 1 jaer kriegen, glichfalhs van
genssen, hoener, ob der schoen nit dan 3 weren. Hohe beschwernuss, die innen
van Steinheuseren Sweder begegenen. Gifft jaer ein fett pachtswein, gein
houltschwyn, gifft geine fruchten. In die saet daett er woll 2 oder 3 span.
Gifft den pastor und custer 2 schepel roggens. Er ist zu der frauwen khomen und
helt die khinder fur seine khinder mit. Gifft zu den 16 schilling houltsgeldes,
so die Horsten geven, 1 grosschen. 1691.
Hartwich ist Myns Gnedigen Herren eygen mit weiff und khindern, hat aber mit
seiner frauwen geine khinder. Ist des Rechten Heuwermans zuspan. Hefft eynen
fynen hoff myt eycken gepost wie seynes zuspans oben gemelt. Es ist eyn gard,
darinnen er 2 schepel hanpsaems sehet boven den koel. Des landts hat er so vill
mit den 2 liffzuchteren, die noch uff dem hove sein, ungeverlich 4 molt 2
schepel und ist damit besehet. Hat 2 erffwiesen sampt den liffsuchtern, darauss
man mehet jaers 10 foeren heuwes. Er mach hiebevoir vergont sein bei Luynings
zeiden, das Smising eynen zuschlag gemacht, daruber Hartwichs vader so hart
anhielt, das ime auch eyn zuschlag zugelassen ungeferlich van 2 schepel saet
und ist noch unlandt. Aber in Smising zuschlag khan man woll 6 schepel insehen
khumen. Der eyckenbeuwe gebraucht er allein gleich Heuwerman. Wan foll mast
ist, khan er woll 10 vercken fett machen. Hat erllenhoultz bei der Bechen.
Nota, zehenden, gleich we Hewerman. Gifft Mynem Gnedigen Herren zu jaer
schulden 5 goultgulden (vor verhöhung vermug rechnung de anno 1644 fol. 38
pag.2. der pacht und ertheilung 2 goltgulden), für seine dinsten 1 goultgulden,
ein fett mastswein, nota, hoener zu geven, gifft zu marckgelden 2 schillinge 6
penninge van eynem marckenzuschlag, so der eyn liffzuchter under handen hatt.
Gifft dem vogten 1 schepel roggen van eynem khempgen van 3 schepel saett. Pastor und custer gifft er
2 schepel roggen, noch 10 becher roggen in die capell zu Horst. Erffdeilung,
infortt khumpt Mynem Gnedigen Herren zu. Nota, wan er absturff und seine
haussfrauw sonder erven, so khundtt niemantz uff das guett khommen, es geschehe
dan mit willen Myns Gnedigen Herren oder der bevelhaber; - nota, quid ex parte
principis agendum in his casibus. Zu houltgelde zu follest der 16 schillinge,
so die Horsten geven, gifft er 1 grosschen. 1692.
Johan Heuwerman oder Twelmeyer khumpt Mynem Gnedigen Herren zu mit weiff und
khindt. Die frauw hefft van dem vorigen manne 3 khinder und ist eyne neuwe
khotery uss der gemarcken und hoert eyn gart zu van 1 schepel hanpsaems, noch 2
khempgens suyr landts, khan ungeferlich mit 5 schepel besehet werden, hoert
darzu ein marckewiese, davon man 3 foder heuwes khan mehen, und ist der dyck,
der van Smisingk gebuett (gebuert) und nu gefoelt (gefaelt), mit darin
gerechnet. Der itzige besitzer hat diss jaers irstlich geg(even) dem
renthmeister 1 1/2 goultgulden. Nota, die vorige jaer hat er nit empfangen,
sonder bei dem burggreven zu erfaren. (Nota, wirdt man bericht, das der
burchgreff dissen 1 1/2 gulden entfangen have und dem drosten Aldeboickum
gegeven). Gifft zu marckengelde 2 1/2 schillinge. Gifft 20 kuweseill uff das
hauss Ravenssberg. Gifft 1 punt wass in die kirch zur Hallen. Gifft zu
houlzgelde 2 khurtlein faciunt 8 penninge. Erfdeilung, besaet, infartt khumpt
zu Mynem Gnedigen Herren, Heuwett, wan es vannoeden ist, in der Herrenwiese und
dint 2 tag uff dem sloss, zu was arbeidt man innen brauchen will. 1693.
Dosiegk (Owsick) ist Myns Gnedigen Herren eygen mit wyff und khint, haben 3 dochter und
1 jungen. Ist ein khott. Hefft uff dem hove 16 eychenbeume so klein und gross.
Hefft 3 garden, darinnen man 3 schepel roggen sehen khan. Hat 6 kemp, da innen
ungeferlich gesehet werden khunnen 2 1/2 molt, ist sandtlandt. Hat 3
erffwiesen, khan darauss foeren 10 foeren heuwes, sovern es geriedt. Nota, der
wiese ist eyne marckewiese, khan darauss
4 foeren krygen. Hefft beneven seinem hove ettlich erlenhoult zur
fuyrung. Hatt 3 geringer dycke. Gyfft an jaerlichen schulden 1 goultgulden 6
schillinge, an dinstgelde 1/2 goultgulden, dweill er mit dem lyff dient, aber
in der saett zeitt 2 tag myt eyner egden. Van der marckenwiese gifft er 3
schillinge, gifft 1 fett schwein, gyff 60 koeseyll. Gifft in der Berckhuysen
zehenden 1 schepel roggen von eynem khamp. Noch hatt er eyn stuck landes, das
Qwernem zehenden gifft. Gifft zu houltgelde 1 grosschen, gifft 1/2 punt wass in
die kercke, gifft 1/2 punt wass den Aldendorperen. Erfdeilung, besaett, infortt
khumpt zu Mynem Gnedigen Herren. Gyfft dem pastoir und custer zur Hallen 1
schepel roggen. Nota, diesen wer noch woll uffzerlegen etwes. Nota, hoener. 1694.
Fraunemann khumpt Dress van Qwernen zu . Hat nichtz van den marcken. Gifft auch
Mynem Gnedigen Herren nichtz dann zu landtstuyr und zu houltgelde gifft er 1
grosschen. 1695.
(Johan) De Meyer zur Horste, (heelspennig erb), khumpt Henrich Smisingk zu, hat
marcketwiese und gifft davon 4 herrenschillinge und khan darauss foeren 4 foren
heuwes. Baertt nu Smisingk (jetzo Mein Gnediger Herr). Er khan nit wissen, wie
es khumpt. Gifft zu houltgelde 1 grosschen. 1696.
(Heinrich) De Brune, (heelspennig erb), khumpt Smisingk zu und gifft van
eynem orde wiesen, das uss der marcket gemacht ist, 2 schillinge. Diese 2
schillinge buertt Smisingk. Gifft zu houltgelde 1 mergengrosschen. 1697.
(Joist) De Schulte zu (Horst), (heelspennig erb), khumpt Smisingk zu. Gifft
uss der marckenwiese 2 1/2 schillinge, mehett darauss 2 foeren heuwes. Die 2
1/2 schillinge kriegt Smisingk. Gifft zu houltgelde 1 grosschen. -
Nota: gifft berichtung Gercken Teppen, undervoigt, das er van seinem
vader gehortt, der woll 100 jaer alt gewesen, das er vurmals dat Schulten erff
gebott hat zu Ravenssberg zu dienen. Nota: den undervoigten bei den vader zu
schicken. 1698.
Die Fromme khumpt dem marschalck Spegel thu. Gifft Mynem Gnedigen Herren van der
marckwiese 3 schillinge und in die kyrche 1 1/2 punt wass und zu holtgelde 1
grosschen. Hat uss der wiesen 3 maetliche foeren heuwes. -
Nota: der marschalck Spegel soll woll willen, das er mocht die wiese
uss dem guede zehen und selbs gebrauchen, aber sulchs ist nit rathsam oder
dienlich. Nota, man khunt an dem ortt woll ein grosse wiese machen, sovern es
die arme leude etwas leiden khunten. 1699.
Strombergk (bei den Linden) khumpt zu dem Sweder Steinhauss. Gifft marcken(gelt)
uss der wiese (in der Hessel) 2 schillinge (Meinem Gnedigen Hern). Kriegt
darauss 2 foeren. Zu houlzgelde gifft er 1 grosschen. 1700.
(Gercke) De Soker, (erbkotter) khumpt zu Smisingk. Hefft gein
marketwiese. Gifft nur zu houltgelde 1 grosschen. 1701.
Johan Bethman, (marckkotter), khumpt Smisingk zu. Gifft Smisingk uss der
marcketlenderyen 3 schillinge, die sie Mynem Gnedigen Herren zu geven plegen
(Mein Gnediger Her böret denselben jetzo). Gifft zu houltgelde 1/2 grosschen. 1702.
Vinckman (Vückman) khumpt Gerhart Steinhauss thu. Gifft Mynem Gnedigen
Herren thu marckedegelde 7 1/2 schillinge van lenderyen und wiesen. Gifft Mynem
Gnedigen Herren zehenden van eynem khamp, gifft in die capell thu Horste 1
schepel roggens, fur messekorn 2 becher roggen, zu houltgelde gifft er 8
penninge. 1703.
Stockdyck hoert zu Mynem Gnedigen Herren mit wieb und khint, hatt 3 khinder. Sytz
uff eynem khoten. Staen woll uff dem have 10 eyckelbeume klein und gross. In
den garden sehet er 1 1/2 schepel hanpsaem bouten den koell. Hefft 2 khempen,
dain man sehen khan 7 schepel roggen, und sein besatz mit heggen und jungen
eyckellbeuwe. Noch im felde etzliche stucke landes, dain man sehen khan 6 1/2
schepel roggen oder anderer gersten. Hefft noch 1/2 stuck (van 1 bortschepel),
davon gifft er in die kyrche zur Hallen 4 grosschen. Hatt 2 geringe erffwiesen
(darinnen 1 ort marckwisch van 1 rinxel heuwes, gibt 6 penninge Meinem Gnedigen
Herrn), mehett darauss 7 foder, sovern es geraedt. Ist berechtig, sein beesten
zu dryven uff die Halssche mark, uff Barle und int Fle (Flöhr). Driess van
Qwernem kriegt (den zehenden) van all dem lande, ussbescheiden eynen khamp,
darin 1 schepel saet zehendfrei ist. (Item noch hat er vur seinem hove uss der
marck 1 fierdel saet, in der Sutheiden einen kamp, davan Meinem Gnedigen Hern
den zehenden, helt 1 schepel. Sagt, das dieser kamp erb sei). Gyfft Meinem
Gnedigen Herren 2 goultgulden. Gyfft zu dinstgelt 12 schillinge. Sunst moest er mit dem lyve dienen alweken, auch
in die saet 2 dinsten mit eyner egden. Gyfft 3 hoener, gyfft van eynem orde an
seinem hanep (hove) 6 penninge, gyfft 1 fett schwein, gyfft zu houltgelde 1
grosschen. Erffdeilung, besaet, infart hoert Mynem Gnedigen Herren zu. 1704.
Johan Byle (alias Idekinck) khumpt Mynem Gnedigen Herren zu mit wiff und khintt.
Nota, der man ist fry. Hat eynen kleinen khoten. Hoert darzu eyn klein gertgen,
darinnen er nit mehr dan den koel sehen khan. Hoeren auch darzu 2 klein stuck
landtz, die mit 1 schepel roggen besehet werden khunnen. Hefft eyne kleine
wiese uss der marcken, mehett darin 1 foder oder 1 1/2 zu zeiden. Gyfft van dem
allen zu haup 1 schreckenberger. Erffdeilung und infart khumpt Mynem Gnedigen
Herren zu. Gyfft zu houltgelde 1/2 grosschen. 1705.
Hileman khumpt Mynem Gnedigen Herren zu, ir man ist doet, hefft 3 khinder, die
noch junck sein. Hat eynen kleinen khoten. Den garden khan man mit 6 becher
hanpsam mit dem koel (besehen). Hat 2 khemp und noch 3 stuck landes darzu,
dainnen er zusamen sehet an roggen und gersten ungeferlich 6 schepel. (Hat noch
1 marckkamp in der Sutheiden van 3 schepel) Ist gein unland. Hat 2 wiesen, eine
erffwiese und eine marckedewiese, uss illicker wiese 3 foder heuwes. Gyfft zu
jerlichen schulden 1 marck, zu (schulde) gifft er 3 1/2 herrenschillinge, gifft
1 fett swein. Nota, beclagt das er das swein nit woll geven kan. Zu dinstgelt
gifft er 1/2 gulden; ist ein lieffdinst, brengen geine egden in die saet. Gyfft
zu houltgelde 1 grosschen. Gyfft Qwernem den zehenden. Die 2 dinsten Michaelis
sein lieffdinsten. 1706.
Mussman ist Myns Gnedigen Herren eygen mit weib und khint, das khint aber ist
unechten. Sytz uff eyner khoteryen, ist eyn kleyn hoff. Hat 2 garden, darinnen
man sehen khan 2 schepel hanpsams usserhalb den koel, 2 kemp mit etzlichen
eyckellbeume, dern sein 10 stuck. In beide khemp kan man 4 1/2 schepel korns
sehen. Hat im Felde 19 stuck klein und gross (darvan 7 1/2 stuck marcklandtz
van 5 schepel), khunnen besehent werden mit eynem molt. Noch 1 stuck gelegen im
Essche (Elless) khan besehet werden mit 1 schepel ungeferlich. Hat 2
erffwiesen, khan darinnen mehen 9 wagen, noch eyne marckewiese, foert darauss 1
1/2 foer. Langs die Bech hat er etzliche eycken heyster. Gyfft Mynem Gnedigen
Herren zu jaerlicher schulde 1 goultgulden, zu dinstgelt gyfft er 1
goultgulden, gyfft 1 fett vercken, gyfft zu marckedegelde 6 schillinge 6
penninge, zu holtgelde gyfft er 1 grosschen. Noch gyfft er Luynincke 1
goultgulden, 2 hoener, eynen dienst als eynen meden und eynen bynder (alss ein
meier oder binder), weis aber nit, wavan er sulchs geven moess. Dient Mynem
Gnedigen Herren sampt seinem nachbar Stronckenberg (Strunckenberg) 2 mael zu
wagen bynen amptz. Gyfft 1 schepel roggens in die capell thu Horste. Dat
vurss(reven) landt, usserhalb da das schepell roggens van gegeven wirt, gifft
Qwernem all zehenden. Er drifft in die Hallsche marck, Fleer und Barle marcke.
Erffdeilung und infart khumpt Mynem Gnedigen Herren zu. 1707.
Herman (Johan) Khamp, (erbkotter),
der jetziger heischt aber Johan Khamp, khumpt Smisingk mit weib und khint eygen
zu samt dem gude. Heft eynen khamp uss der marck 5 schepel roggen saet. Gyfft
Smisingk davon 6 1/2 schillinge jaers, wilche Mynem Gnedigen (Herren) vorhin
zukhomen. Gyfft in die capell tho Horste van khampe 2 schepel roggen. Gyfft zu
houltgelde 1 grosschen. Gyfft in die kercke 1/2 punt wass. 1708.
Gosekuyle (alias Kuleman) khumpt Mynem Gnedigen Herren mit wyff und khintt
zu, hat 7 khinder. Hat gein hoffstede. Einen garden hefft er van 2 schepel
hanpsams boven den koel. Hat 2 kleine khempgen van 3 schepel roggen, im felde
hatt er 6 stucke sehedigs landes van 4 schepel. Nota, die 6 stuck landes ist
marckenlande (3 schepel). Hat 3 erffwiese, daruss er foeren khan 5 foder. Er drifft
mit seinem beesten in die Halsche (marck), Fleer und Baler. Gyfft Mynem
Gnedigen Herren zu jaerlichen schulde 10 schillinge. Gyfft zu dinst 1/2 gulden,
Van dem marckenlande gyfft er 3 schillinge, gyfft 1 par hoener, gyfft ein
houltschwein, wan es vollmast ist, gyfft zu houltgelde 1 grosschen. Deitt neben
dem dinstgelde 2 lieffdiensten, sunst dient er alle weggen eyns, wan er das
gelt nit gyfft. Gyfft in capell zur Horste 2 becher korns und hochgreven(korn)
in 3. jaer 1 becher. Noch van furgemelten 6 stucken marckenlande gifft er in
die capell 1 schepel roggen. Erffdeilung und infart khumpt Mynem Gnedigen
Herren zu. 1709.
Johan uff der Kuylen ist Meinem Gnedigen Herren eygen myt wyff und khint,
aber das khint ist unechtig. Sitz uff eynem geringen khoten. Hat eynen garden
van 1 schepel hanpsams boven den koel. Alle das landt darzu gehorich khan man
mit 6 schepfel roggen beseyen. Hat eyne erffwiese und 1 marckedewiese; khan uss
der erffwiesen mehen 3 foder heuwes und auss der anderer auch 3 foder. Gyfft an
jaerlichen schulde 12 schillinge, an marckengelde 2 schillinge, noch in die
kyrche van der marckenwiese 4 schillinge, gyfft 1 fett schwein, nota, beschwert
sich, er khan nit sovill korns krygen, damit er das schwein mesten khan, gyfft
2 honer, fur dinstgelt 9 schillinge. Dient 2 mal mit dem lief. Gyfft zu
houltgelde 1 grosschen. Drifft in die Halsche marcke, Barle und Flee (Fleer).
Den zehenden gifft er Driess van Qwernem van allem lande. Erffdeilung, infart
khumpt Mynem Gnedigen Herren zu. 1710.
Stronckenberg (alias Gercke Niderluike) khumpt Mynem Gnedigen Herren
eygen zu sampt seiner haussfrauwen mit 2 khynderen; sein dry vorige khinder,
die gezylt sein, als die moder noch fry war. Hefft eyne geringe hoffstede myt
zweien garden, in den eynen 2 schepel roggen, die ander 1 1/2 schepel usserhalb
den koel. Hefft 1 khamp van 3 schepel roggen. Hefft im felde 10 stuck lands,
das man besehet mit 4 schepel roggen saet, noch 3 stuck marckenlands van insaet
3 schepel, noch 9 klein stucker landes geacht uff 3 1/2 schepel saet, noch eyn
klein gertgen van 2 becher hanpsaetz (insaat). Hat 2 erffwiese van beiden 6
foer heuwes, noch 2 marckenwiese, darinnen er mehen khan 3 foer heuwes. Hefft
bei eynem khamp vurss(reven) 10 junge eyckelbeum. Gyfft Mynem Gnedigen Herren zu
jaerschulde 14 herrenschillinge. Gyfft gein dinstgelt, dient nur mit dem lyffe
jaers 2 mall. Gyff 1 fett schwyn jaers. Gyfft zu
marckengelde 5 1/2 schillinge, zu houltgelde gyfft er 1 grosschen. Van der
marckewiese gifft er in die kercke zu Holthuysen 26 penninge. Nota, gyfft
Luyningk jaers 1 goultgulden, 2 honer und 2 dinst mit dem lieff, weis nit
warvan. Erffdeilung und infart khumpt Mynem Gnedigen Gerren (zu). 1711.
Potthof khumpt eygen zu Gerhart van Qwernem. Gyfft Mynem Gnedigen Herren nichtz
dan zu houltgelde 1 grosschen und zu dryen jaeren 3 becher roggen in
hohegericht thoe hohegreven korn. 1712.
Jurgen Schruder, (marckkott),(ist ietzo frey und ein freycheffen),
khumpt zu Hynrich Smisingk eygen zu. Gifft 3 herrenschillinge van eyner
marcketwiese, hefft sie fur zyden Mynem Gnedigen Herren gegeven. Hat 1 khamp
uss der gemarcken, davon er Mynem Gnedigen Herren zehenden gyfft. Van
houltgelde gyfft er 1/2 grosschen. (Gibt auch ein holtzschwein). 1713.
De Gott (?) ist eygenbehorich Gerhart Steinhauss und seine broederen. Hefft eyne
marckewiese, wan es woll geredt, hat er darauss 2 wagen heuwes. Gyfft davon
Mynem Gnedigen Herren 1 1/2 schilling. Noch hefft er eyn schepel sehelandes uss
der marck gemacht, davon er Mynem Gnedigen Hern den zehenden gyfft. Zu houltgelde
1 grosschen. 1714.
Marschman khumpt zu der van Rennenberg zu Paltersskamp (Palsterkamp). Gyfft Mynem
Gnedigen Herren nichtz dan zu houltgelde 1 grosschen. Gyfft landstuyr wie
andere. Gyfft zu dryen jaeren tho hogrevenkorn 3 becher korns. 1715.
Hellingk khumpt zu (Jean) Ledebur. Gyfft Mynem Gnedigen Herren nicht dan zu
houltgelde 8 penninge. Gyfft zu hohegrevenkorn zu dryenr jaer 2 becher korns. 1716.
Abeke uf dem Floete ist Myns Gnedigen Herren eygen, die frauwe ist aber
fry mit allen khinder. Hefft eyn klein khoten. Hat bei der hoffstede eynen
garden und eynen khamp tho haup (hennef) gelegen, khan besehet werden mit 2
schepel roggen, noch dabei ein klein ortgen gardens, dar nichtz mehr dan die
koel ingepost wirt. Hat eyne marckedewiese, daruss hat er 2 wagen heuwes noch
eyne kleine marckedewiese, hat darauss 1/2 wagen heuwes. Dryfft in die Halsche
marck, Baler und Fler. Gyfft Mynem Gnedigen Herren tho jaerlichen schulde 5
schillinge, gyfft tho dinstgelt 3 1/2 schillinge, gyfft tho holtgelde 1/2
grosschen. Thott noch 2 lieffdiensten. Erffdeilung, infart des vaders khumpt
Mynem Gnedigen Herren. Wan es gude mast ist, gyfft er Mynem Gnedigen Herren 1
holtschwein. -
Nota: zu dryen jaeren gifft sy 1 becher korns tho hohegrevenkorn. 1717.
Sybert uff (dem Mersch) (uff der Arsschen) khumpt Mynem Gnedigen
Herren eygen zu mit weiff und khindt. Hat eyne kleine hoffstede, dabei ist eyn
garden, khan darin sehen 2 schepel roggen. Hat noch eyn klein garden, sehet
darin 1/2 schepel henpsaem boven den koel. Bei der hoffstede hat er eyn
buschgen van 60 eyckenbeume so klein und grott, noch eyne marckwiese, hat
darauss 3 kleine foer. Ist berechtiget in die Halsche marck, Barle und Flee
(Flöer). Gyfft Mynem Gnedigen Herren tho jaerschulden 1 ort goultgulden. Wan er
nicht dient, gifft er zu dinstgeld 1 ort goultgulden, deit daneben noch 2
lieffdiensten. Gyfft eyn holtschwein, wan es follmast ist. Zu houltgelde gifft
er 1/2 grosschen. Zu dryen jaeren gyfft er 1 becher roggens hohegrevenkorn. Gyfft in capelle thor Horste 1 1/2 punt wass. Erffdeilung, besaet und
infart khumpt Mynem Gnedigen Hern zu. 1718.
Der Wever khumpt eygen zu Lubert die Wende. Hat eyn orttgen bei seyner hoffstede,
das furhin houltzgewass gewesen und itzo zugezunt und ussgeroden (marck). Gyfft
davon Mynem Gnedigen Hern als fur die thoezunung 1 schillinck. Gyfft tho
holtgelde 1 grosschen, gyfft tho 3 jaeren tho hohegrevenkorn 1 becher korns. 1719.
Die Kocke (der Kock) khumpt Mynem Gnedigen Herren myt wieff und khint zu,
hefft 3 khinder im leven und eynen unechten sohn. Sitz uff eynem kottgen. Hat 2
khemp, kan er besehen mit 6 schepel roggens, hat im Noetesscher (Otterscher)
und Horder felde 16 stucke klein und grott, khan er besehen mit eynem molt
roggen (ist daruss 2 1/2 schepel saet marck, darvan Mein Gnediger Her den
zehenden hat), hat eynen garden van 3 schepel hanpsams baven den koel. Nota,
hat noch 1 klein ort gertgens wie da unden zu sehen (ist marck, gibt 6 penninge
Meinem Gnedigen Hern van wisch und garden). Bei dem vurss(reven) lande staen
woll 8 eyckenbeume. Hatt eyne erffwiese van 8 foder heuwes. (Item noch 1
rinxsel ful hewss zugeschlagen bei der erbwisch). Ist berechtigt in die
Halssche marcke, Baler und Flee (Flöhr). Gyfft Mynem Gnedigen Herren tho
jaerschulde 2 goultgulden 8 schillinge. Zu dinstgelt gifft er 1 marck, thutt
darzu 2 dinsten in der saett mit eyner egden. Gyfft 1 fett schwein des jaers,
gyfft 3 hoener. Den zehenden kriegt Driess van Qwernen, doch van 4 kleinen
stucken kriegt Myn Gnediger Herr den zehenden. Van eynem kleinen gertgen
gelegen bei dem hause gifft er tho marckegelde 6 penninge, bynnen 3 jaeren
gifft er zu hochgrevenkorn 2 becher, zu holtgelde gifft er 1 grosschen. Gyfft
uff dat (lehen?) des hauss Ravenssberg 9 mergengrosschen, auch darzu 2 hoener.
Gyfft auch 1 foder heuwes zu dem lehn van eynem ortgen in furgemelter wiesen
gelegen. Dem pastor zur Hallen gifft er 3 becher korns. 1720.
Die Koene khumpt eygen tho Lubbert die Wende. Gyfft Mynem Gnedigen Herren nichtz
dan zu holtgelde 1 grosschen und zu 3er jaer (über das dritte Jahr) tho
hochgrevenkorn 3 becher. 1721.
Tehwess khumpt eygen tho Johannen van Qwernem. Hefft eyne marckewiese van eyner
halber foeren heuwes. Gifft davon Mynem Gnedigen Herren 6 penninge. Hefft 4
stucke marckedelandes, davon hat Myn Gnediger Herre den zehenden. Sunst hat er
nichts mehr. Gyfft zu houltgelde 8 penninge, tho hochgrevenkorn gifft er tho 3
jaeren 1 becher. 1722.
Haverkamp khumpt eygen zu Philips Steinheuser. Hat eyne marckewiese van 2 foder
heuwes. Gyfft davon Mynem Gnedigen Herren 2 schillinge. Zu holtgelde gifft er 8
penninge, zu 3 jaeren gifft er zu hochgrevenkorn 1 becher korns. 1723.
De Gode Johan. khumpt eygen zu Lubert die Wende. Hat eyn klein ortgen uss der
gemarcken bei seine erffwiese gemacht, davon gifft er 6 penninge. Noch van 1
ortgen sehenslandts uss der gemarcken gemacht bei sein erfflandt (so hiebevor
Heinrich Westheide gehat), gifft auch davon 6 penninge. Noch hat er uss der
gemarcken 1 schepel saet, davon hat Myn Gnediger Herr den zehenden. Gyfft tho
holtgelde 1 grosschen, gyfft tho hochgrevenkorn zu 3en jaeren 2 becher. 1724.
Stromborch bei der Hart hoert Sweer Steinhauss eygen tho. Hat uss der
gemarcken eyn platze tho synem hove, (khan darin sehen 6 schepel), ist unland.
Gyfft Mynem Gnedigen Herren 2 schillinge und in die capell thor Horsten 1
schepel roggen. Gyfft tho houltgelde 1 grosschen, gyfft 3en jaeren tho
hohgrevenkorn 2 becher korns (dem gogreven zu Meld). 1725.
Herman Tyges khumpt Mynem Gnedigen Herren myt wieff und khint eygen zu, sein der
khinder 4. Hat eyne hoffstede mit etzlichen jungen beumen bepost. Dabei eynen
garden van 1 schepel hanpsaem, noch eynen kleynen garden, darin die koel
gepoest. Hat 3 khemp van 16 schepel saet hardes korns, noch eyn klein stuck
landes van 1 kleinen schepel roggen, hat eyn ortgen, khan daran sehen 1
schepel. Hat eyn busch erllenhoulz; umb die khempe sein woll 16 eyckenbeum. Hat
noch 3 wiese van 12 wagen heuwes, noch ein ortgen bei dem hove van 1 foer
heuwes, noch ein plantell gertgen van 4 becher saet, noch 1 klein ortgen gardens
bei dem wege van 4 becher saet. Nota, er ist einer van den 3en, die Myns
Gnedigen Herren wiese, genant up dem Dyssel Bleck, mit graven, tunen und
floeten und sunst dat vehe to waren, die darin verordenth, darump gifft er gein
dinstgelt. Gyfft Mynem Gnedigen Herren zu jaerschulde 2 goultgulden, van dem
lesten kleinen gertgen gifft er 6 penninge, gifft, wan es mast ist, ein
houltschwein, gifft fur houltgelde 1 grosschen. Uff den Diecke oder sunst dient
er woll underweilen. Ist berechtigt in der Halsschen marcken, Baler und Flee
(Flöer). 1726.
Poelman, (marckkotter), ist frey, die frauwe und khinder khomen Mynem Gnedigen
Herren eygen zu. Sitz uff eyner khoteryen. Hefft darzu 3 klein garden van 2
schepel saet und koll plantzung. Hatt 3 erffkhempe van 5 schepel saet, sein bei
dem eyne khampe 5 eycken beume. Hat 2 marckedewiese, hat daruss 4 1/2 foder
heuwes. Noch eynen naten garden van 1 schepel saet; sein bei dem garden auch 6
erllenbeum, by dem liegt auch eyn plack wiese (marck) van 1/2 wagen heuwes,
noch eyn ortgen bei dem hause van 1/2 schepel roggen (marck). Gyfft Mynem
Herren zu jaerschulde 1 herrenmarck. In die kyrcke thor Hallen 2 punt wass, zu
holtgelde gyfft er 1 mergengroschen. Gyfft, wan es mast ist, 1 holtschwein. Ist
gleich den andern berechtigt. Spant wol zu haupe mit seinem gespan und deitt
underweilen dinsten. Nota, ist auch eyner van den dryen, die die wiese
verfaren. 1727.
(Johan) Klock khumpt tho eygen Frantz Luyninck. Gyfft Mynem Gnedigen Herren nichtz
dan zu holtgelde 1/2 grosschen. Sunst gifft er nichtz mehr. (Ist ein
marckkotter, huiss und garden 1 1/2 scheppel roggen. Hat 2 marckkempe bei der
landwehr van 2 1/2 scheppel, 2 marckwisch, ein bei dem huiss 2 foder, bei dem
Hesseldiech 2 foder. Gibt in die kirchen zur Hall 1 punt wachs und Luyninck 7
1/2 schillinck und Meinem Gnedigen Hern 1/2 groschen vur holtgeld. Dienet
Luyninck 2 mal mit dem leib. Gebruicht der Hallescher marck. 1728.
Schuerstede khumpt Mynem Gnedigen Herren
zu mit weib und khint. Ist gesessen uff eynem geringen khoten. Hat eyn khint.
In den garden sehet er 1/2 schepel. Hat eynen khamp van 3 schepel korns. Hat 2
wiese van 4 foder heuwes, ist alles marckede. Hat eyn klein ortgen erllenhoulz
zu seiner fuyrung. Gyfft Mynem Gnedigen Herren tho jaerschulde 1/2 goultgulden.
Dint alle mon(at) mit dem lieff, gifft darfur 8 grosschen. Wan foll maste ist,
gifft er eyn houltschwein. Gyfft geinen zehenden. Gyfft tho houltgelde 1/2
grosschen. Deit noch 2 lieffdiensten. Gyfft in die kercke thor Hallen 2 punt
wass. 1729.
Peter Otto ist frey, sei(n) frauwe ist mit den khinderen Mynem Gnedigen Herren
eygen; die ist zu ime khomen also: wan er stirfft, kriegt Myn Gnediger Herr
geine erffdeilung, wan aber die frauw stifft, kriegt Myn Gnediger Herr
erffdeilung. Sein khote liegt in der marcken. Den garden khan er mit 3 schepel
hanpsams thoesehen mit dem koel. Hat 3 kempe van 6 schepel saet. Hat 3 wiese
van 9 foeren heuwes. Hat eyn erllenbuyschgen zu seyner fuyrung. Hefft 1 klein
garden van 3 becher hanpsaems. Nota: ist eyner van den 3en, so Myns Gnedigen
Herren wiese wie vurssreven verwaren. Gyfft Mynem Gnedigen Herren tho
jaerschulde 1 goultgulden, in die kyrcke gyfft er zur Hallen und Holthuyssen 6
grosschen. Gyfft eyn houltschwein, wan es fol maste ist. Gyfft tho holtgelde 1
grosschen. Ist berechtigt im Hallscher marcke, Baler und Flee (Barle und
Flöhr). 1730.
Peter (olim Evert) uff der (Havickhorst) (marckkotter) khumpt Henrich
Smisingk zu, sitz uff der gemarcken (Anno (15)83 den 22, martii. Poellmans
schwester Elsche hat ersten den anfang dieses kotten gemachet uff einen garten
und darnach mit bewilligung des vogts Willman auss der marcke zugeschlagen.
Diese Elschen von Nolten zur Specken, vogten zu Cantzstein, einen natural sohn
gezeuget, gnant Evert Peters, jetziger besitzerinnen abgestorbener haussherrs
vetter gewesen und derselbe Everdt ein freyscheffe gewesen, und gedachtes
Everdt haussfraw Pelleke gnant, vor Kuhehove zu Cerssman, gehörigh Gert
Ledebuers zur Langenbrüggen. Dieselbe Pelleke hat von einem thumbherren binnen
Ossnabrügk, herr Merten Becher gnant, ein kindt gehabt und von ihme frey
gebeten. Doch wie die Pelleke vurstorben, ist dieselbe von Schmisinge
geebtheilet und sey die erste erbtheilung uff rede von Schmisinge beschehen.
Wie aber ermelter Pelleken mann obgemelt vurstorben und frey gewesen, hat ihnen
Wilhelm Möller im Wibbolt Halle geerbet als der nechster obgemelter eheleuthen.
Pelleken hat 4 sohne gehabt, den jetzigen Brunen zur Hörste, den alten
Spreckelmeieren, hoffmeister, und die Boinesche, der vierte sohn ist verstorben.
Evert und Pelleken haben einen sohn gezeuget, Peter Everts genant, itziger
besitzerinnen gewesener eheman, und ist diese ietzige besitzerinne von des
Söckers kotten zu Hörste mit nahmen Gretha, und hat Schmising die erste infurth
vom kotten gegeben. Anno 83 den 22, martii. Johann Thiess uffr
Havickhorst, Tweldiech zu Hörste, der alte Johan Fromme zu Hörste. Berichten
wie die vorige jetzige besitzerinne Everts kotten). Gifft Smisingk 5
schillinge, die er vormals dem renthmeister alhie gegeven. Deit Smisingk 2
dinsten, hilpt in Myns Gnedigen Herren wiese heuwes und mehen. Gyfft tho
holtgelde 1 grosschen. -
Nota, zeigt an, das furmals der anfangk des kotgens van einem van Clef
soll gegolden haven und stund darumb zu erkhundigen, ob das van Myns Gnedigen
Herren eygen leuden gekaufft sei. 1731.
Johan Betman, (marckkotter uf der Havickhorst), ist gewesselt von Smisingk under
Mynen Gnedigen Herren, aber seyn frauwe ist frei. Hefft eyn haussstede und 2
gertgen darzu, khan mit 1 schepel hanpsams tho geseyett werden. Hat geyn
lendery, ist eyn ortt wiesen darbei gekaufft van seiner haussfrawen
grottemoder. Gyfft Mynem Gnedigen Herren nichtz dan zu holtgelde 1/2 grosschen
und (in) die kerck thor Hallen 1/2 punt wass. Khan uss der wiesen ein foer
heuwes mehen, deitt 2 lieffdiensten des jaers und arbeidt ins Myns Gnedigen
Herren wiese. 1732.
(Tryne Masse gyfft Mynem Gnedigen Herren van eynem kleynen gertgen am hause 6
penninge). 1733.
Wilhelm in Dieck khumpt eygen tho Lubbert die Wende. Hefft uss der
gemarken hinder seiner hoffstede gemacht 1 ortgen landes. Gyfft davon Mynem
Gnedigen Herren 2 schillinge. Gyfft tho holtgelde 6
penninge. Gyfft sunst nit mehr. 1734.
(Johan) tho Meyer gyfft Mynem Herren nichts dan allein tho holtgelde
1/2 grosschen. 1735.
Evert uf der Horst ist wonhafftig in dem Broickhagen und ghen
Ravenssberg erschenen am 16 Juni und angetzeigt, wie er van dem seligen
rentmeister Gysen hiebevor eine marck wisch, Johan tho Baums wisch (Johann
Braunwisch) gnant, Meinem Gnedigen Hern zustendig, in pacht genomen, davan
jarlich 5 mergengroschen gegeven, nach totlichen abgang aber vurg(eschreven)
rentmeisters hab van dieselbigen wisch der vogt zur Hall (ingenomen und
bissanher gebruicht) die 5 mergengroschen ufgeboert, nemblich 6 jar. Bei dem
vogten zu erkundigen, uss wes bevelh er solch gelt empfangen und wahin das
angelacht. Uff befragung der 5 mergengrosschen, so der voigt zur Halle von
gemeltem Everde etliche mall sol genomen haben etc, gibt der foigt den bericht,
das ehr bei zeiten Henrich Gisens renthemeisters uss Meins Gnedigen Herren
hofwisch ein foider hewes gehabt zw behueff seines pferdes, dweil ime aber das
foider hewes abgebrochen, so habe ehr dagegen 3 oder 4 jar ungeferlich die 5
mergengroschen jedes jars von dem Everde ufgenomen in zuversicht, an einem
andern ort ein foider hewes zubekomen; nun aber also die 5 groschen gegen ein
foider hewes zu geringe weren, so habe ehr die 5 groschen lieber entraten dan
davor haben wolt. -
Nota: die wiese, so Herman Huissman ein zeitlangk ingehat und Meinem
Gnedigen Hern zukompt zu besichtigen, zu beweinkauffen und zu setzen. -
Nota: Item Evert uf der Horst, in fine der vogtei Hall. 1736.
Johan Fust uss dem Broichhagen ist auch uff vurg. platz und zeit erschenen und
angesagt etc, das sein vorfaren uss bevelh des seligen vogten zur Hall ein
marckwisch ingehat und er volgendtz auch, davan er dem rentmeister Gysen
gegeven jarlichs 5 mergengroschen, nach dessen tod aber hab er nichts gegeven,
sondern gesagt, der itziger vogt hab ime gesagt, er solt mit der pension stillhalten,
man wurde wol van ime die pension forderen und die wisch uf ein gelt setzen. -
Nota: ist diesem Fust bevolhen, die wisch in arrest ligen zu lassen,
biss dieselbige besichtigt werde bei einer peen einer tonnen botter. 1737.
Trine Masche (siehe auch 1732) kompt der van Rennenberge zu. Hat einen kleinen
gertgen uss der marck, davan sie gibt Meinem Gnedigen Hern 6 penninck und 1/2
groschen zu holtgelt. Dienet oder gibt nit mehe. 1738.
Gercke Tebbe, undervogt, ist Meinem Gnedigen Hern mit weib und kindern eigen. Die
besaet und erbtheilung hat Sein Furstliche Gnade. Huiss und garden 1
scheppel mit dem koel. Sedig land; ein
erbkamp 9 scheppel, noch 6 stuck erblandtz 2 scheppel, an marckland 3 scheppel
uf der Sutheiden (Gutheiden), ein gertgen bei der wisch, marck, 1/2 scheppel.
Wisch: ein erbwisch 8 foder. Schulde: Meinem Gnedigen Hern zu schulde 1
goltgulden und 14 schillinge, an marckgelt Meinem Gnedigen Hern 3 schillinge.
Ist dienstfrei, dweil er undervogt. Zehenden: hat Dreess van Quernheim van
allem erbland. Gebruicht der Fleer und Barler. 1739.
Wilhelm Hudepol alias Altendieck, ist Lubbert de Wend mit weib und kindern
eigen, ist ein marckkoter, de Wend hat die besaet, infurt und erbtheilung.
Huiss, hof und garden 2 scheppel roggen. Nota, sagt das er diesen marckkotten
inwendig 17 jar gemacht. Sedig land: hat gein sedig land meher. Gibt Meinem
Gnedigen Hern 2 marck schwar. Dienet Wenden alwechen zu hove. Gibt dem Wenden 2
honer. Lubbert die Wend ist heut den 10 augusti hie zw Beilfelt bei die
verordenten komen, hait angetzeigt, das der Wilhelm Hudepoel nit uf der marcke
sitze, sundern in einen alten diegk, der ime zustee, gebawet habe. Konne
derwegen vor keinen marckekoter geachtet werden. Ehr moge aber etwas uss der
marcke haben, davon ehr Meinem Gnedigen Herren die 2 schillinge marckegelts
gibt, das lasse ehr unangefuchten pleiben. Gesucht werden: Titelangaben
und Bezugs- resp. Ausleihmöglichkeiten etwelcher Lektüre (18./19./frühes 20
Jh.) aus der Grafschaft Ravensberg im Allgemeinen und der Vogtey Halle im
Speziellen. Rolf Willmanns, Untere Gürle
1, CH 3236 Gampelen E-mail: gampelen@yahoo.com
|
|
|