Amshausen und seine Vereine


Amshausen und seineV ereine! Amshausen hat für seine Einwohnerzahl schon einiges an Events zu bieten.
An erster Stelle steht hier natürlich der Sport, und da ganz besonders der Fußball (deshalb auch der Hintergrund). Dennoch gibt (gab) es Vereine, von denen der ein oder andere bestimmt nichts wußte. Aber seht selbst.

An dieser Stelle aber noch vorweg den Appell an diejenigen, die sich (oder allgemein etwas) hier vermissen. Einfach rechte Maustaste...wir kriegen das schon hin!





Wer gleich schon zu seinem Lieblingsthema möchte, klickt einfach hier:


[Die Turn- und Sportvereine]
[Der TSV Amshausen (heute)] {mit eigener Homepage}
[Der Tennis Club Amshausen] {mit eigener Homepage}
[Jiu-Jitsu]
[Flugsportvereinigung (FSV) Ravensberg e.V.]
[Die 4-Wochen Zocker]
[Krumme Kugel] {mit eigener Homepage}
[Die Freiwillige Feuerwehr Amshausen]
[Der Männerchor Amshausen]
[Der Männerchor Amshausen (heute)]
[Der Rauchklub Heiterkeit zu Amshausen]
[Der Heimatverein Amshausen]






Die Turn- und Sportvereine



[Bemerkung: Bericht nur bis 1973, wo Amshausen noch ein eigenes Dorf war!] Turnbegeisterte Amshausener Bürger hatten am Anfang dieses Jahrhunderts noch keine Möglichkeit, sich in ihrer Heimatgemeinde zu betätigen. Sie schlossen sich daher zum großen Teil den Steinhagener Vereinen an, die bereits seit 1900 bzw. 1903 bestanden. In den zwanziger Jahren wurden Stimmen laut, die einen Amshausener Verein forderten. Es entstanden jedoch, dem damaligen Zeitgeist entsprechend, gleich 2 Vereine; denn schon gegen Ende des vorigen Jahrhunderts hatten Spannungen sozialer und weltanschaulicher Art eine tiefen Riss im Volke hervorgerufen, der sich auch auf die Idee der Sportbewegung auswirkte.

Auf der einen Seite stand die "Deutsche Turnerschaft" und auf der anderen der "Arbeiter Turn. Und Sportbund". So kam es, dass im Jahre 1924 Emil Hapke den "Turnverein Germania Amshausen" und die Turner Heinrich Ellermann, Herbert Hapke und Heinrich Schlüpmann den "Arbeiter Turn- und Sportverein Amshausen" gründeten. Alle waren bereits seit ihrer Schulzeit in den Steinhagener Vereinen aktiv gewesen.

Beide Vereine hatten die Gaststätte Raumann als ihr Vereinslokal auserkoren. Die Übungsstätten lagen in der Nähe des Hauses. Geturnt wurde in Raumanns Scheune. Beide Vereine entfalteten schon bald eine überaus rege Aktivität, obwohl sie nur über bescheidene Übungsstätten verfügten und ihre Geräte sämtlich aus Mitglieds- beiträgen und privaten Zuwendungen finanzieren mussten. Im Vordergrund standen das Geräteturnen und die Leichtathletik. Dazu kam eine heute fast gar nicht mehr bekannte Sportdisziplin: Das war das Schlagballspiel. Auf diesem Gebiete erzielten beide Vereine bedeutende Erfolge.

So stand der Arbeiter Turn- und Sportverein bereits im Jahre 1927 im Endspiel um die Norddeutsche Meisterschaft und verlor diesen Wettkampf nur knapp mit 57:53 Punkten. Auch dem Turnverein Germania gelang es, bis in das Endspiel um die Westfalenmeisterschaft vorzudringen. Das war im Jahre 1931. Auch die Musik wurde in den Vereinen gepflegt. Beide besaßen einen Spielmannszug.

Einschneidende Veränderungen brachte das Jahr 1933 für das Vereinleben. Der Arbeiter Turn- und Sportverein wurde von den neuen Machthabern sofort verboten und der Turngemeinde Germania "gleichgeschaltet".

Der unheilvolle Krieg riss große Lücken in die Reihen der Vereinsmitglieder. Der Übungsbetrieb kam zum Erliegen. Einige Amshausener Sportler schlossen sich nach dem Kriege wiederum der Spvg. "Jahn" Steinhagen an, (wie es vor 40 Jahren schon einmal der Fall war). Der Name wurde sogar umgeändert in Spvg. Steinhagen / Amshausen.

In den Nachkriegsjahren wuchs in Amshausen allmählich das Interesse an einer Wiedergründung eines eigenen Sportvereins heran. Im August 1950 war es dann soweit. Ehemalige Mitglieder des Turnvereins Germania und des Arbeiter Turn- und Sportvereins setzten sich zusammen und gründeten traditionsgemäß in der Gaststätte "Friedrichshöhe" den TSV Amshausen. Zum Ersten Vorsitzenden wurde Erich Dröge gewählt.

In dem neuen Verein verlor das Geräteturnen sehr bald an Bedeutung. Eine Turnhalle gab es noch nicht. Das Schlagballspiel war bereits in Vergessenheit geraten. Einen ungeahnten Aufschwung nahm dagegen das Fußballspiel. Es wurden in rascher Folge Mannschaften für die verschiedenen Alterstufen gegründet. Schon bald zeigten sich die ersten Trainingserfolge. Bereits im Jahre 1952 - der TSV zählte schon 260 Mitglieder - konnte die erste Mannschaft in die sehr spielstarke 1.Kreisklasse vorstoßen.

Zu einem Problem entwickelte sich das Übungsgelände auf Raumanns Feld. Der dortige Sportplatz genügte bald nicht mehr den gehobenen Ansprüchen. Er besaß neben anderen Nachteilen auch eine ziemlich große Neigung, so dass - etwas überspitzt formuliert - der Ball von selbst in das niedriggelegene Tor rollen konnte. Es gelang schließlich, in der Nähe des Hofes Büker ein Gelände mit einer Fläche von 2,4 ha zu erwerben und dort einen Fußballplatz zu einzurichten. Die Rodungs- und Planierungsarbeiten wurden zum großen Teil von Vereinsmitgliedern geleistet.

Im Jahre 1955 konnte der Platz eingeweiht werden. Doch damit nicht genug: Im selben Jahr konnte die Richtkrone auf das neben dem Sportplatz liegende "Jugendheim" genagelt werden. Ein Jahr später konnte es im Rahmen des Volksfestes seiner Bestimmung übergeben werden. Es enthält einen Sitzungsraum, Duschanlagen, Umkleideräume und eine Privatwohnung.

Als in den darauffolgenden Jahren der Spiel- und Übungsbetrieb immer umfangreicher wurde, reichte die vorhandene Anlage bald nicht mehr aus. Man trat daher an die Gemeindevertretung mit der Bitte heran, weitere Übungsstätten einzurichten. Dort zeigte man sich aufgeschlossen und so konnten 1967 den Spielern zwei weitere Sportplätze (in Richtung Bahnlinie) zur Verfügung gestellt werden. Einer bekam sogar eine Flutlichtanlage, so dass auch während der dunklen Jahreszeit trainiert werden konnte. Es dauerte nicht lange, da zeigten sich die Erfolge: Im selben Jahr der 1. Mannschaft der Aufstieg in die Bezirksklasse.

Im Jahre 1963 wurde neben der Schule eine Turnhalle eingeweiht, die sowohl von der Schule als auch vom TSV benutzt wurde. Damit gelang es, das Turnen - insbesondere der Kinder - wieder zu fördern, das wegen der fehlenden Übungsstätten etwas in den Hintergrund getreten war. Das Geräteturnen der männer und Frauen hat aber nicht wieder die Bedeutung erlangt, die es in der Vorkriegszeit hatte.



Der TSV Amshausen (heute)

Amshausen und sein Fußball Amshausen und sein Fußball    Man kann schon sagen, daß der Fußball in Amshausen die meisten Mitglieder hat (884 Mitglieder [Stand: März 2001]).
Der T(urn) und S(port) V(erein)-Amshausen hat auch eine eigene Homepage! Macht Euch am besten selbst ein Bild...
...hier geht es zum TSV-Amshausen!    Amshausen und sein Fußball

Amshausen und sein Fußball







Der Tennis Club Amshausen

Amshausen und sein Tennis
   Amshausen und sein Tennis    Amshausen und sein Tennis    Amshausen und sein Tennis    Amshausen und sein Tennis    Amshausen und sein Tennis
Amshausen und sein Tennis   Amshausen hat auch einen Tennisverein mit seiner eigene Homepage.
Einfach hier anklicken: T(ennis) C(lub) Amshausen! Der TC-Amshausen hat vier Aussenplätze und ist damit Sasiongeöffnet. Er liegt direkt am Sportplatz in Amshausen, aber seht auch hier selbst!    Amshausen und sein Tennis

Amshausen und sein Tennis
   Amshausen und sein Tennis    Amshausen und sein Tennis    Amshausen und sein Tennis    Amshausen und sein Tennis    Amshausen und sein Tennis





Jiu-JitsuJiu-Jitsu

Jiu-Jitsu - wer kennt das nicht heutzutage? In Amshausen wird diese Sportart mit sehr viel Begeisterung betrieben. Besonders die "Jüngeren" haben hierbei Ihren Spaß...nicht nur zum abreagieren.
Das Beste ist einfach mal vorbeischauen oder bei:

Da mach ich mit --> Da ruf ich gleich mal an...! <-- Da mach ich mit





Sieht schlimmer aus, als es ist! Flugsportvereinigung (FSV) Ravensberg e.V. Sieht schlimmer aus, als es ist!


Die FSV in Amshausen ist wirklich zu beneiden. Ganz fleißige Mitglieder (ca. 30 Aktive und mind. doppelt soviele Inaktive [Stand: Anfang 2001]) treffen sich (fast) jedes Wochenende in Oerlinghausen (mit anderen Schulen) um gemeinsam viel FUN zu haben. Ein sehr zeitintensives, aber auch sehr beflügelndes Hobby. Wer auch hier nähere Informationen haben möchte, meldet sich am Besten unter

Da flieg ich gleich mal hin! Tel.: 05403 / 5447

bei Herrn Rolf Neuhaus, dem ersten Vorsitzendem!
Der FSV Ravensberg wird in diesem Jahr noch eine eigene Domain veröffentlichen...ich sage Euch aber rechtzeitig Bescheid!




Die 4-Wochen Zocker
I love kegeln! I love kegeln!

Einmal im Monat trifft sich der Kegelverein "Die 4-Wochen Zocker" im Landhaus Steinhägerquelle an der B68 zum gemütlichen Beisammensein. An jedem Abend werden bekannte und unbekannte Spiele gespielt. Der Erlös wird in gemeinsame Ausflüge und Reisen investiert. Die momentan 8 Zocker, "Dagmar & Udo Waschkowitz", "Erika & Tony Winzker", "Gerda & Dieter Modry" sowie "Petra & Karl-Heinz Jürgen", planen für ihren nächsten Ausflug eine Reise nach Berlin [Stand Januar 2001]. Wer (nun) Interesse bekommen hat, diesen Kegelclub näher kennenzulernen, schreibt einfach eine Mail an zocker@amshausen.net. Alles weitere erfahrt Ihr ja dann!




Krumme Kugel
I love kegeln! I love kegeln!

Es gibt noch einen zweiten Kegelverein, der sich "Harte Eichel" nennt und sich ebenfalls im Landhaus Steinhägerquelle an der B68 zum gemütlichen Beisammensein trifft. Aber seht selbst, denn dort existiert eine eigene Homepage: (hier klicken). Alles weitere erfahrt Ihr ja dort!



Die Freiwillige Feuerwehr Amshausen





[Bemerkung 1: Bericht nur bis 1973, wo Amshausen noch ein eigenes Dorf war!]
[Bemerkung 2: Die freiwillige Feuerwehr Amshausen hat (mittlerweile) auch eine eigene Homepage...EINFACH AUF DIE FLAMMEN OBEN KLICKEN...]


Die Gründungsversammlung der Wehr fand am 04.07.1909 im Saale des Gastwirtes Raumann statt. Erschienen waren, wie aus dem Gründungsprotokoll hervorgeht, 10 Amshausener Männer. Sie wählten aus ihrer Mitte August Hapke als ihren Hauptmann und Hermann Dröge sowie Heinrich Buse als Abteilungsführer. Am Ende des Gründungsjahres bestand die Feuerwehr bereits aus 20 Männern. August Hapke behielt sein Amt 11 Jahre inne. Sein Nachfolger bis 1930 war Willi Herkströter.

Als Feuerlöschgeräte waren seit der Gründung der Wehr mehrere Eimer und eine Handspritze vorhanden. 1910 wurde beschlossen, einen Steigerturm für Übungszwecke zu errichten und die Spitze fahrbar zu machen.
Die alte Handspritze der Feuerwehr
Die alte Handspritze der Feuerwehr



Die Löschgeräte waren bis ca. 1940 im Spritzenhaus neben der alten Schule untergebracht. In diesem Jahr konnte erstmalig eine Motorspritze beschafft werden. Die Pumpe befand sich in einem einachsigen Anhänger, der an das kombinierte Mannschafts- und Gerätefahrzeug angehängt wurde.

Die Fahrzeuge waren damals noch grün gestrichen und besaßen u.a. eine Klingel, die bei Einsatzfahrten auf die Vorfahrtsberechtigung der Feuerwehr aufmerksam machen sollte. Mit dieser Ausrüstung wurde die Schlagkraft der Wehr gewaltig erhöht. Das war wohl auch nötig, denn in den kommenden Jahren setzten die Bombardierungen Bielefelds mit ihren verheerenden Feuersbrünsten ein.

Ein Problem war damals die Unterbringung der Fahrzeuge. Das Spritzenhaus an der alten Schule war viel zu klein und ungünstig gelegen. Man behalf sich mit der Scheune auf dem Grundstück Vierschlingen. Hier wurden während des Krieges auch die Wachräume de Feuerwehr eingerichtet. Dieses Provisorium hat immerhin 12 Jahre lang bestanden.

Schwierig war in der Nachkriegszeit manchmal die Alarmierung der Feuerwehr. Es gab zwar eine elektrisch betriebene Sirene auf dem Dach der Ramhorstschen Tischlerei. Doch es war nicht immer Strom da, wenn er gebraucht wurde. In einem solchen Falle rasten zwei Feuerwehrkameraden auf einem "Pättgenschnöber" den Tiergarten herauf, wobei der Sozius kräftig auf einem Tutehorn blies.

Im Jahre 1951 erwarb die Gemeinde ein Grundstück zwischen Tiergarten und Upheider Weg, auf dem ein Gerätehaus mit 2 Garagen und einer Wohnung errichtet werden sollte. Die Finanzierung war jedoch noch völlig unklar.

Doch da fanden sich die Feuerwehrleute bereit, selbst Hand anzulegen. Nach Feierabend wurde oft bis spät in die Nacht "unter dem Schein einer 1000kerzigen Lampe" - wie Bürgermeister Ellermann schrieb - gearbeitet. Einwohner und firmen stifteten Baumaterialien und namhafte Beträge. Auf diese Weise konnte das Gebäude doch noch fertiggestellt und im Jahre 1952 eingeweiht werden.

Im Jahre 1959 konnte die Feuerwehr ihr fünfzigjähriges Bestehen feiern. Sie tat es im Rahmen des Amshausener Volksfestes. An dem betreffenden Wochenende im Mai wimmelte es nur so von Blauröcken in Amshausen. Die Geselligkeit wurde von je her bei der Amshausener Feuerwehr gepflegt. Das Vereinslokal war früher natürlich die Gaststätte Raumann. Dort hat sie regelmäßig zu Neujahr sogar Theaterstücke auf der Bühne des großen Saales aufgeführt, wobei insbesondere Mitglieder der Familie Schwierblies aus dem Tiergarten als Darsteller hervortraten.

Die Gemeinde nahm das Jubiläum zu Anlass, der Feuerwehr ein neues Fahrzeug zu übergeben, welches eine festeingebaute Pumpe besaß. Gleichzeitig wurde eine neue Fahne geweiht. Eine weitere, bedeutende Verbesserung der Ausrüstung erfolgte im Jahre 1967: Die Feuerwehr erhielt erstmalig ein Tanklöschfahrzeug, das für Schnellangriffe bei Entstehungsbränden geeignet war. Es enthielt zusätzlich einen Pulvertank und eine doppelt so starke Pumpe wie seine beiden Vorgänger. Kurz vor der Kommunalreform wurde noch ein weiteres Löschfahrzeug in Dienst gestellt, das eine Tragkraftspritze besaß. Das Fahrzeug aus dem Jahre 1940 wurde jetzt ausgemustert.

28 Jahre lang (von 1933 - 1970) lag die Leitung der Feuerwehr in den Händen der Familie Mergelkuhl aus dem Tiergarten (Vater Hermann von 1933 - 1949 und Sohn Emil von 1949 - 1970). Danach übernahm Fritz Tönnies dieses Amt bis 1979. Mit der Kommunalreform wurde das Feuerwehrwesen neu organisiert. Ab 01.01.1973 gibt es den Löschzug Amshausen der Freiwilligen Feuerwehr Steinhagen.



Der Männerchor Amshausen Männerchor Amshausen

[Bemerkung: Bericht nur bis 1973, wo Amshausen noch ein eigenes Dorf war!] Die ersten Überlegungen zur Gründung eines Männerchores stellten die sangesinteressierten Amshausener Bürger Johannes Finhold, Willi Herkströter und Fritz Menke bereits im Februar des Jahres 1921 an. Obwohl auch unser kleines Amshausen um diese noch unter den Folgen des Ersten Weltkrieges litt und die Sorge um das tägliche Brot an erster Stelle stand, fanden sich zur ersten Probe, die noch in der Wohnung des Lehrers Finhold abgehalten wurde, neben den 3 Initiatoren noch die Herren Josef Bramerdorfer, Fritz Nollmann, Karl Wolf, Julius Piel, Gustav Raumann und Fritz Schierenbeck ein.

Im April fand die eigentliche Gründungsversammlung in - wie konnte es anders sein - der Gaststätte Gustav Raumann statt. Man wählte Johannes Finhold als Chorleiter und Fritz Menke als Ersten Vorsitzenden, der dieses Amt 30 Jahre lang bekleidete. Dank der Initiative der Gründer wurden bald neue Sangesbrüder geworben, so dass der Chor im Laufe der nächsten Jahre zu einem beachtlichen Klangkörper im Kreise Halle heranwuchs. Man pflegte damals Kontakte zu den Nachbarchören Steinhagen und Künsebeck und auch zum Chor Senne II, der Heimat des Dirigenten. Im Jahre 1937 übernahm Paul Kornfeld das Amt des Chorleiters von Johannes Finhold.

Die Jahre des wirtschaftlichen Niederganges mit ihrer hohen Arbeitslosigkeit setzten auch unserem Chor hart zu. Die Vereinsführung sah sich gezwungen, den Mitgliedsbeitrag auf 50 Pfg. für Beschäftigte und auf 25 Pfg. für Erwerbslose herabzusetzen. Doch der unbeirrbare Idealismus der Chormitglieder bewirkte es, dass auch in diesen schweren Jahren das Chorleben nicht zum Erliegen kam. Erst der Zweite Weltkrieg versetzte ihm den Todesstoß, denn die meisten Sangesbrüder waren damals zum Militärdienst eingezogen.

Doch schon 1946, als die damalige Britische Militärregierung die Gründung von Vereinen wieder zuließ, waren die Männer der ersten Stunde und auch neue Sangesbrüder zur Stelle, um den Chorgesang wieder aufleben zu lassen. Damals fanden alteingesessene Amshausener Bürger, Evakuierte und Ostvertriebene zu einer wirklichen Chorgemeinschaft zusammen. Es ist der unbestreitbare Verdienst von Paul Kornfeld (Abb.1), der 1947 aus der Kriegsgefangenschaft zurückkehrte und sofort wieder das Amt des Chorleiters übernahm, aus den Männern, die aus fast allen Teilen Deutschlands stammten, einen beachtlichen Klangkörper geformt zu haben, der jetzt auch über die Grenzen des Kreises Halle hinaus bekannt wurde.

So ging zum Beispiel aus einem Sängerwettstreit im Jahre 1949 in der Oetker - Halle, der vom "Deutschen Sängerkreis Bielefeld" veranstaltet wurde, der Amshausener Männerchor als dritter hervor. Wichtige Veranstaltungen in der Folgezeit, an denen der Chor maßgeblich beteiligt war, fanden in der Schulaula in Amshausen und ebenso in Steinhagen statt. Man wirkte mit bei Kirchenkonzerten in Halle, Neuenkirchen und Steinhagen. Erwähnenswert ist an dieser Stelle auch das große Gemeinschaftskonzert der Chöre Borgholzhausen, Versmold, Quelle und Amshausen aus dem Jahre 1957, das nacheinander an mehreren Orten im Kreis aufgeführt wurde.

Erinnert werden soll hier auch an einen Kinderchor, der neben dem Männerchor gegründet wurde. Manch ein Amshausener wird sich noch gut daran erinnern können. Vielleicht hat er sogar selbst mitgewirkt. Über die Konzerte hinaus stellte sich der Chor auch immer wieder für Ständchen zur Verfügung, sei es aus Anlass einer Goldenen Hochzeit oder eines hohen Geburtstages.

Paul Kornfeld dirigiert den Männerchor
Abb.1: Paul Kornfeld dirigiert den Männerchor

Heinrich Meise und Fritz Enkemann, die beiden unermüdlichen Förderer des Heimatgedankens (1956)
Abb.2: Heinrich Meise und Fritz Enkemann, die beiden unermüdlichen Förderer des Heimatgedankens (1956)
Neben der Pflege des Gesanges machte es sich der Chor - auch schon in der Frühzeit seines Bestehens - zur Aufgabe, die Geselligkeit für die Mitglieder und deren Angehörige zu fördern. Es wurden in der Vergangenheit viele Feste veranstaltet und die Festlichkeiten befreundeter Vereine besucht und manch schöner Ausflug unternommen.



Der Männerchor Amshausen - heute Männerchor Amshausen

Der Männerchor Amshausen hat eine eigene Homepage - einfach HIER klicken!

Die Geschichte des Sängerkreises Halle ist auch zu einem großen Teil die Geschichte des Männerchores Amshausen 1921 e.V., der seit dem Bestehen des Sängerkreises ein aktives Mitglied in dieser Organisation ist.
Drei Jahre nach dem ersten Weltkrieg trafen sich in Amshausen in der Wohnung des Lehrers Hans Finhold die sangesfreudigen Willi Herkströter und Fritz Menke. Diese drei wollten einen Männerchor gründen und hielten sich nicht lange mit Diskussionen auf. Man schrieb Februar 1921. Schon im April ging die Gründungsversammlung über die Bühne. Die Schwierigkeiten waren erheblich, denn so kurz nach einem verlorenen Krieg schaute die Not aus fast jedem Fenster. Doch Idealismus ist wohl eine der größten Tugenden des Sängers.
Eine wechselvolle Zeit mit vielen Höhen und Tiefen begann und das nicht nur in chorischer, sondern auch in gesellschaftspolitischer Hinsicht. Langjährige Dirigenten und Vorstände bestimmten den Weg des Chores, der heute mit seiner kleinen, eigenen Rhythmusgruppe einen speziellen Charakter hat. Wie in der Vergangenheit ist auch heute, unter der musikalischen Leitung von Günter Pleitner, die Rhythmusgruppe ein fester Bestandteil des Chores und unser Repertoire ist auf diese beiden musikalischen Komponenten abgestimmt. Natürlich pflegen wir auch den klassischen a-capella Chorgesang, wie es die unterschiedlichsten Auftritte z.B. in der Weihnachtszeit oder bei anderen Anlässen beweisen. Die musikalische Hauptrichtung ist aber der volkstümliche, leicht beschwingte Vortrag von deutschen und internationalen Volksliedern, Evergreens und Schlagern. Viele Konzerte und Auftritte in der Vergangenheit und hoffentlich auch in der Zukunft zeigen uns an der positiven Reaktion unseres Publikums, dass dieser musikalische Weg für den Männerchor Amshausen richtig ist. Natürlich ist auch die Einbindung unserer fördernden Mitglieder und der Sängerfrauen in das Chorgeschehen ein wichtiger Baustein in unserem Chorleben.

Der Männerchor Amshausen ist ein fester Bestandteil im kulturellen Leben der Gemeinde Steinhagen und stellt sich gern in den Dienst der guten Sache. Seit vielen Jahren üben wir jeden Dienstagabend um 20.00 Uhr in unserem langjährigen Vereinslokal dem „Landgasthaus Steinhägerquelle„ an der B68 und sind offen für alle Interessenten die Freude am Chorgesang haben.



Für weitere Informationen besuchen sie doch einfach die Homepage vom www.maennerchor-amshausen.de (hier klicken)!
Der Männerchor Amshausen 1921 e.V.



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Der Rauchklub Heiterkeit zu Amshausen


Rauchklub Heiterkeit Amshausen


[Bemerkung: Bericht nur bis 1973, wo Amshausen noch ein eigenes Dorf war!] Eher ein Kuriosum stellte der "Rauchklub Heiterkeit" in Amshausen dar, der hier einige Jahre Bestand hatte. Viel ist heute nicht mehr darüber bekannt. Es existieren noch einige Eintrittskarten zu früheren Stiftungsfesten sowie die Statuten des Vereins, aus denen einige Paragraphen hier zitiert werden sollen:



Rauchklub Heiterkeit Amshausen

Rauchklub Heiterkeit Amshausen



Der Heimatverein Amshausen Der Heimatverein Amshausen Der Heimatverein Amshausen



[Bemerkung: Bericht nur bis 1973, wo Amshausen noch ein eigenes Dorf war!]
Anfang der fünfziger Jahre, nachdem in Nachbargemeinden bereits Heimatvereine aktiv waren, entstand auch in Amshausen der Wunsch, einen derartigen Verein zu gründen. Im Frühjahr 1952 bildete sich ein vorläufiger Vorstand, der bereits ein Jahresprogramm mit einer Reihe von Veranstaltungen anbot. Am 30.Oktober desselben Jahres rief er zu einer Gründungsversammlung in der Schule ein.

18 Amshausener Männer und Frauen erklärten spontan ihren Beitritt. Sie wählten aus ihrer Mitte Fritz Enkemann als 1. Vorsitzenden, Wilhelm Ruhe als Stellvertreter und Schriftführer, Lothar Gebke als Kassierer und Emil Wittler als Wanderwart.

Fritz Enkemann erläuterte an diesem Abend vor Gästen und der Presse die Ziele des neu gegründeten Vereins:

1. Wanderungen in die nähere Umgebung unseres Ortes zu allen Jahreszeiten zu unternehmen, um tieferes Verständnis für die uns umgebene Natur zu erlangen.
2. Gesellige und kulturelle Veranstaltungen zu planen, die das Brauchtum fördern und die in enger Beziehung zur Landschaft stehen.

Als Beispiele zu 1. führte er Wanderungen zur Hünenburg, zur Amshausener Landwehr und zur "Amshausener Burg" auf dem Hengeberg sowie einen Schnatgang an. Unter 2. zählte er die bereits erwähnte Feier der Sommersonnenwende im Steinbruch auf.

Es wurden aber auch neben 1. und 2. etwas "profanere" Ziele und Aufgaben formuliert, wie beispielsweise das Bezeichnen von Wanderwegen, das Aufstellen von Bänken, Entgegenwirken der Verschandelung der Natur (z.B. durch Reklame) sowie Erhaltung und Schaffung von Heimatdenkmälern. Der Vorstand betonte, dass der neugegründete Heimatverein "Quellen reiner Freuden erschließen soll, die nichts kosten."

Bei der Festsetzung des Jahresbeitrages hat man sich offenbar strikt an diese Vorgabe gehalten. Er wurde auf 50 Pfg. festgesetzt und blieb viele Jahre auf diesem Wert. Ansonsten ist man in späteren Jahren wohl doch etwas von diesem Prinzip abgewichen, denn es wurden eine Reihe von Autobusausflügen im Jahr mit ins Programm aufgenommen.

Die Feiern zur Sommersonnenwende erfreuten sich in der Gemeinde großer Beliebtheit, insbesondere auch bei Kindern. (Dem späteren Heimatverein ist es nie wieder gelungen, Kinder in dem Maße für seine Veranstaltungen zu gewinnen wie damals). Fritz Enkemann legte großen Wert darauf, dass die Sonnenwendfeier musikalisch ausgestaltet wurde. Schon aus diesem Grunde bestand eine enge Verbindung zwischen dem Heimatverein und dem von ihm geleiteten Singkreis, der in der Vergangenheit auch manche andere Veranstaltung des Heimatvereins bereichert hat.

Auch noch auf einem anderen Gebiet entfaltete der Heimatverein neue Aktivitäten: Friedrich Jahn, seit 1953 Lehrer an der Amshausener Schule, versammelte eine Reihe theaterinteressierter Bürger um sich und gründete eine Laienspielschar. Diese führte im Laufe der Jahre etliche Theaterstücke in der Schulaula auf. Einmal gestaltete sie sogar ein Freilichtspiel, das auf der bereits erwähnten "Ochsenwiese" stattfand. Man kann wohl sagen, dass Friedrich Enkemann die ersten zwanzig Jahre des Amshausener Heimatvereins entscheidend prägte. Er hatte das Amt des 1. Vorsitzenden bis zu seinem unerwarteten Tode im Jahre 1973 inne. Zu seinem Nachfolger wurde Emil Wittler gewählt.


Der Heimatverein Amshausen






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