Die Geschichte des Diskus

Der Diskus wird schon von Homer als kreisrunde, linsenförmige Scheibe aus Stein oder Metall bezeichnet. Grösse und Gewicht waren für Männer und Jungen verschieden. Das Gewicht lag sich zwischen 1,25 und 5,7 Kilogramm. Der Durchmesser lag zwischen 15,5 und 34 cm und die Stärke zwischen 4 und 13 mm. Meistens war er mit Schriften oder religiösen Zeichen verziert. Teilweise war er aber auch nur als religiöse Opfergabe etc. gedacht, und es wurde nicht mit ihm geworfen. Es gab aber auch einen Diskus mit einem geschliffenen Rand, der als Waffe eingesetzt wurde. Auch Kampfspiele gab es, wo der Diskus im Gebrauch war. Möglicherweise weist schon die Bezeichnung des "steineschleudernden" Diomedes oder Ähnliches in der Ilias auf den Diskus hin. Zumindest war er Gegenstand der griechischen Mythologie.

So hat Perseus (Mythologie) seinen Grossvater Akrisios hiermit erschlagen. Der Diskuswerfer oder der Diskobolos fand auch in der klassischen Zeit von Myron seine statuarische Formbewegung. Auch der Diskophoros oder Diskusträger des Polyklet kann hierbei ergänzt werden. War beim Diskophoros des Polyklet das Standmotiv (Klassischer Kontrapost) das Wesentliche, so ist es beim Myronischen Diskobolos einzige Momente der Ruhe innerhalb der Aktion.






























Der Kampf im Diskuswerfen wurde offiziell erstmals zu den olympischen Spielen um 708 v. Chr. Ausgetragen. Damals musste der Athlet noch von einem 60 mal 70 Zentimeter grossem Podest werfen. Der Diskuswerfer war damals der Inbegriff des Athleten und hoch angesehen, was mit daran lag, dass es den Diskuswurf - im Gegensatz zur Neuzeit - nie als Einzeldisziplin, sondern immer nur in Kombination mit anderen Disziplinen gab. So war der Diskuswurf zum Beispiel ein Bestandteil des antiken Fünfkampfes. Diskuswurf stand 1896 bei den ersten neuzeitlichen Olympischen Spielen auf dem Programm. Geworfen wurde zunächst, wie Myron es gezeigt hatte, von einem Sockel herunter, dann bis 1912 ebenerdig mit dem linken und rechten Arm, und dann folgte die heute gebräuchliche Form: aus einem Ring (2,50 Meter Durchmesser) mit eineinhalb Umdrehungen.
Disken wiegen heute 2 Kilogramm (für Frauen 1 Kilogramm). Sie werden aus Holz mit einem Metallring bzw. Metallkern gefertigt. Die Drehtechnik beim Diskuswerfen ist durch ihre Komplexität und dadurch, dass sie exakt ausgeführt werden muss, extrem schwierig zu erlernen und zu perfektionieren. So erreichen die meisten professionellen Diskuswerfer ihre Bestweiten meist erst ab einem Alter von 30 Jahren. Der erste offizielle Weltrekordhalter war Duncan aus den USA (47,58 Meter, 1912). Ende der siebziger Jahre kamen nicht nur die Männer (zuerst Wolfgang Schmid, DDR), sondern auch die Frauen (erstmals 1978 Evelyn Jahl, DDR) bereits deutlich über die 70-Metermarke hinaus. Beide hatten damit ihre Weiten ungefähr verdoppelt.

ACCESS DENIED

RECHTE LIEGEN BEI:
- WEBMASTER@PHYSIOARENA.CH -

ACCESS DENIED